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Referat IV/5 Journalistisches Förderprogramm für Stipendiaten (JFS)/ Fachforen
Isabel Küfer
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Stipendiaten als Videojournalisten
Der Videojournalist oder kurz VJ vereint die Aufgaben eines Journalisten, Tontechnikers, Kameramannes und Cutters in einer Person. Mit Hilfe digitaler Technologie konzipiert, dreht und schneidet er filmische Beiträge im Alleingang. Ziel eines Seminars vom 1. bis 3. April 2011 für Stipendiaten des Journalistischen Förderprogramms war es daher, genau wie ein solcher Videojournalist zu agieren und selbständig einen sendefähigen TV-Beitrag zu produzieren.
Dabei waren die Stipendiaten bei dem Seminar nicht auf sich allein gestellt: Unter Anleitung der erfahrenen TV-Journalisten Thomas Kießling und Sabine Winter und des Technikers Edwin Maier erlernten sie zunächst das theoretische und technische Handwerkszeug eines Videojournalisten. Hier konnten die Referenten bereits auf Vorerfahrungen der Teilnehmer aufbauen. Etliche hatten schon Fernseh-Praktika hinter sich oder hatten im Rahmen des Studiums kurze Übungsfilme gedreht. Schnell wurde deutlich, dass die Herausforderungen eines Videojournalisten keine Ausrede für Fehler sein dürfen: Auch ein VJ muss auf Schärfe und Weißabgleich bei der Kamera, auf einen sauberen Ton und auf korrekt recherchierte Informationen in seinem Beitrag achten.
Am zweiten Seminartag fuhr jeder Teilnehmer mit einer kompletten Kameraausrüstung zum Dreh. Hier zeigte sich die Kreativität der Stipendiaten. Die einen dokumentierten das neueröffnete Museum in Kloster Banz, andere porträtierten Handwerker auf dem Grünen Markt der Stadt Bamberg, wieder andere zeigten die Arbeit in einer Jugendherberge in ihrem Beitrag. Kleinere Hürden konnten dank der Praxiserfahrung der Referenten, die den Stipendiaten auch an den Drehorten als Ansprechpartner zur Verfügung standen, leicht überwunden werden.
Danach ging es an die Auswertung des Drehmaterials und an den Schnitt. Mit digitaler Technik und Beratung durch die Referenten setzten die Teilnehmer ihre vorher geplanten filmischen Konzepte in Bild und Wort um. Nachdem die Referenten die Beiträge abgenommen hatten, wurden diese noch vertont.
Der letzte Seminartag stand im Zeichen konstruktiver Kritik. Teilnehmer und Referenten sparten nicht mit Lob für die gelungenen Beiträge, hatten aber auch den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag parat, den die Stipendiaten für ihre nächsten filmischen Herausforderungen in Studium oder Fernsehpraktikum gerne annahmen.

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