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Club der Altstipendiaten feiert 20-jähriges Bestehen

Rund 150 Gäste kamen zur CdAS-Jubiläumsfeier

20 Jahre ist es her, dass der „Club der Altstipendiaten“ (CdAS) der Hanns-Seidel-Stiftung gegründet wurde – Grund genug für die erste große Geburtstagsfeier des mittlerweile eingetragenen Vereins. 1.300 ehemalige Stipendiaten haben sich in diesem Verein als Netzwerk zusammengeschlossen. Über 150 Mitglieder und Ehrengäste gaben sich am 16. Juni 2012 die Ehre, das Jubiläum bei einem Festakt im Konferenzzentrum München der Hanns-Seidel-Stiftung zu feiern.

"Der CdAS hat sich erfreulich entfaltet"

Christof Botzenhart

„Der CdAS hat sich nicht grundlegend verwandelt, aber er hat sich sehr erfreulich entfaltet“, begrüßte Dr. Christof Botzenhart, Vorsitzender des CdAS-Vorstands. „Die enge Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung ist der Lebensquell des CdAS“, betonte Botzenhart. „Das gilt für den menschlichen Umgang miteinander, das gilt für das gegenseitige Vertrauen und das gilt für die gemeinsamen Ziele und für die Übereinstimmung darin, wie wir diese Ziele erreichen können“, führte er aus.

Die Tatsache, dass viele Gründungsmitglieder mitfeierten, zeigte schon, dass der Club in diesen 20 Jahren seiner damaligen Idee und seinen Idealen treu geblieben ist – ein Umstand, der seinerzeit noch skeptisch gesehen worden war. Schließlich war der CdAS die erste eigenständige Altstipendiatenvereinigung der politischen Förderungswerke in Deutschland.

"Einzigartiges Netzwerk und großartige CdAS-Familie"

Hans Zehetmair

„In bislang fünfzehn Regionalgruppen und sieben Fachgruppen hat sich hier ein einzigartiges Netzwerk organisiert, das sich neben der fachlichen Exzellenz vor allem durch ein Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein und Gemeinsinn, Einsatzbereitschaft und geistigem Weitblick auszeichnet“, charakterisierte Prof. Dr. Hans Zehetmair, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung, den Club, der inzwischen rund 1300 Mitglieder hat. „Intellektueller Esprit, Traditions- und Geschichtsbewusstsein, Gegenwartsverantwortung und der Wille, die Zukunft positiv zu gestalten, sind weitere Kennzeichen dieser großen und großartigen CdAS-Familie“.

Mediendemokratie im Wandel

Ulrich Wilhelm

Ein Gründungsmitglied des CdAS war über Jahre fast täglich im Fernsehen zu sehen, heute lässt er Fernsehen machen: Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks und vorher Regierungssprecher in Berlin, sprach über „Mediendemokratie im Wandel“. Während die Komplexität einerseits zunehme, führe die Digitalisierung auch zu einer Konvergenz der Medien, stellte Wilhelm fest. Früher sei Medienarbeit langsamer, aber gründlicher gewesen. Heute erfolge die Interpretation von Informationen noch während einer Pressekonferenz, über neue Medienwege und ohne Verzögerung. Heute würden mit großer Hektik Themen hochgepusht und wenig später genauso schnell wieder fallen gelassen: „Die Dinge werden nicht mehr zu Ende gedacht.“

Gesellschaftlich relevant

Christof Botzenhart, Gabriele Schreyer-Brummer, Hans Zehetmair, Andreas Burtscheidt, Gudrun Hackenberg-Treutlein, Hans-Peter Niedermeier, Anselm Dohle-Beltinger

Mehrere Dutzend Professoren, Privatdozenten und Lehrbeauftragte sind mittlerweile in den Reihen des CdAS zu finden. 21 davon haben Aufsätze über ihr Forschungsgebiet geschrieben, die im Buch „Gesellschaftliche Relevanz von Wissenschaft und Forschung“ erschienen sind, das der Vorstand des CdAS aus Anlass des Geburtstags herausgegeben hat. Abgerundet wird das 416-seitige Werk (ISBN 978-3-506-77533-7) durch einen Rückblick auf die Geschichte des CdAS und einen Bilderbogen.

Vom Vorstand des CdAS werden jährlich mehrere große Veranstaltungen organisiert: Zwei Akademien in Kloster Banz und Wildbad Kreuth zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen, zwei Studienfahrten (in deutsche Länder und zu europäischen Nachbarn), ein Treffen mit den Stipendiaten und schließlich eine Jahrestagung mit Sommerfest. Dazu kommen zahlreiche Veranstaltungen der fünfzehn Regionalgruppen zwischen München und Berlin, der Schweiz und Norddeutschland.