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Referat IV/6 Altstipendiaten
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Kardinal Marx: Glauben an Europa stärken
„Hoffnung für Europa – was können Christen für Europa tun?“ – darüber diskutierten die CdAS-Mitglieder und HSS-Stipendiaten am 1. Dezember 2012 mit Kardinal Reinhard Marx im Konferenzzentrum München.
Das Gemeinsame Treffen von Stipendiaten und Altstipendiaten fand bereits zum vierten Mal statt und bildete den krönenden Abschluss des CdAS-Jubiläumsjahres – der CdAS konnte in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiern.
„In Zeiten, in denen der Einsturz des europäischen Hauses als unausweichlich verkündet wird, ist es gut, wenn wir dagegenhalten“, stellte HSS-Vorsitzender Prof. Zehetmair zu Beginn der Veranstaltung fest. Keinen Geringeren als den „katholischen Mr. Europa“ hatte der Vorstand für den Festvortrag gewinnen können. Der CdAS-Vorsitzender Dr. Andreas Burtscheidt hob in seiner Begrüßung hervor, dass Dr. Reinhard Kardinal Marx in den Medien bereits so tituliert werde.
Marx, der seit März 2012 Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der europäischen Gemeinschaft (COMECE) ist, weiß in seiner Funktion, wovon er spricht, wenn er sagt: „Es gibt keine Subsidiarität ohne Solidarität!“ Der Tenor der Veranstaltung war eindeutig: Europa ist nicht nur zum Geld verdienen da.
Prof. Zehetmair betonte in seiner Begrüßung, dass trotz aller Probleme, die Europa im Moment habe, sechs Jahrzehnte Frieden nicht als selbstverständlich angesehen werden dürfte. Der Kardinal und Erzbischof von München und Freising brachte es auf den Punkt: „Wirtschaft ist nicht alles, die Seele Europas ist wichtiger“, aber wo das Materielle fehle, gebe es auch keinen Frieden.
Die Währungsunion sei nicht verkehrt gewesen, aber in ihren Folgen unterschätzt worden. Es gehe der Kirche nicht darum, Privilegien innerhalb der EU zu sichern. Vielmehr müsse die Kirche ein deutliches Signal für Europa setzen – dies könne beispielsweise über eine Europa-Gebets-Initiative geschehen.
Die Eingangsfrage, ob Christen Hoffnung für Europa sein können, beantwortete der Kardinal positiv: „Wir Christen können Zeichen der Hoffnung für eine bessere Welt sein!“ Doch die Menschen müssten selbst erkennen, dass Europa ins Freie führe.
Dieses vierte Gemeinsame Treffen von CdAS und Stipendiaten war für die Stipendiaten und Altstipendiaten aller Förderrichtungen aus In- und Ausland eine gute Gelegenheit um sich miteinander zu vernetzen. Kardinal Marx sagte, er vermisse in Europa manchmal das Interesse am Anderen – zumindest beim CdAS konnte er sich am ersten Adventswochenende vom Gegenteil überzeugen.
Teresa A. Winderl, Stipendiatin

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