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Referat II/4 Bildung und Erziehung
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Kunst und Wissenschaft – Thematische Zugänge und Schlussfolgerungen

Diskussionsrunde mit den beiden Stipendiatengruppen
(v.l.n.r.)Ernst Wagner, Oliver Jahraus und Eckhart Liebau im Gespräch mit Kai Fhese

Im Rahmen des Promotionskollegs „Gestalten und Erkennen – Kompetenzbildung in den künstlerischen Fächern und Fachbereichen der Schule“ fand vom 7. bis 9. November 2012 in Wildbad-Kreuth die 3. Arbeitstagung „Kunst und Wissenschaft – Thematische Zugänge und Schlussfolgerungen“ statt.

Das Promotionskolleg startete am 4. April 2012. Hier leisteten 15 Stipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung Grundlagenarbeit. Ziel war die Kompetenzbildung in den künstlerischen Fächern und Fachberichen der Schule. Der fachwissenschaftliche und der didaktisch- pädagogische Bereich wurden hier beleuchtet. Innerhalb der Stiftung sind das Institut für Begabtenförderung und die Akademie für Politik und Zeitgeschehen für das Projekt verantwortlich. Die wissenschaftliche Betreuung der Stipendiatinnen und Stipendiaten liegt gemeinsam bei der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Humanwissenschaftlichen Zentrum (HWZ) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Interdisziplinären Zentrum Ästhetische Bildung (IZÄB). Die Anbindung an die schulische Praxis und die Umsetzung in den Lehrplan obliegt dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB).
Ausgangsüberlegung war das Bestreben, auch für die künstlerischen Fächer und Fachbereiche der Schule (Kunst, künstlerisches Schreiben, Sport, Musik, Theater) fundierte und von Fachwissenschaftlern akzeptierte Kompetenzmodelle zu entwickeln. Solche gibt es bereits für naturwissenschaftlichen Fächer, Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen. Diese hat die Kultusministerkonferenz (KMK) durch konkrete Bildungsstandards festgelegt.
An jeder der beiden beteiligten Universitäten arbeitet eine Gruppe ausgewählter Stipendiaten, die das schulische Spektrum der erwähnten künstlerischen Fächer abdeckt. Der Unterschied beider Gruppen besteht im Forschungsdesign der beiden Universitäten:
Das HWZ der Ludwigs-Maximilian-Universität München ist stärker an den fachwissenschaftlichen Grundlagen ausgerichtet. Die Arbeit der Promovendengruppe am IZÄB der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg orientiert sich vorwiegend an didaktischen, pädagogischen Grundlagen.

(v.l.n.r.) Rudolf Pfeifenrath, Paula Bodensteiner, Oliver Jahraus, Ernst Wagner

Der Schwerpunkt der ersten Arbeitstagung, am 13. und 14. Juli 2011 im Bildungszentrum Wildbad Kreuth der Hanns-Seidel-Stiftung, lag auf der Präsentation der einzelnen Promotionsvorhaben und auf fachrelevanten wissenschaftlichen Inputs für die Arbeiten der Teilnehmer.
Die zweite thematische Arbeitstagung in Wildbad Kreuth vom 14. bis 16. Februar 2012 mit den beiden Stipendiatengruppen stand ganz im Zeichen des inhaltlichen interdisziplinären Austauschs. Die intensiven Workshops brachten konstruktive Ergebnisse für die individuellen Forschungsvorhaben der Stipendiaten.
Die jetzige dritte Arbeitstagung nutzten die Teilnehmer, um thematische Überschneidungen ihrer Forschungsvorhaben innerhalb des Promotionskollegs herauszuarbeiten und diese für das Gesamtkonzept eines spartenübergreifenden Kompetenzmodells nutzbar zu machen.

Zu Beginn der Veranstaltung nahm Dr. Ernst Wagner (ISB) eine Verortung der einzelnen Dissertationsthemen in Kompetenzmodelle, die für die künstlerischen Fächer der Schule von Belang sind, vor und betonte dabei deren Verknüpfung zueinander.
Gemäß dem Titel „Bilder einer Ausstellung – Dispositionen und Strukturen ästhetischer Erfahrung“ verstand es Prof. Oliver Jahraus (LMU/HWZ) mit seinem multimedialen Vortrag wesentliche Impulse für die immense Reichweite ästhetischer Erfahrungen zu setzen.
Prof. Eckart Liebau (FAU/IZÄB) präsentierte in seinem Vortrag „Wie beginnen? Forschung in der kulturellen Bildung“ einen fundierten Überblick über wissenschaftsgeschichtliche Ausführungen zur kulturellen Bildung.
Auf Möglichkeiten einer Verknüpfung von Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft verwiesen die Mitarbeiter des Humanwissenschaftlichen Zentrums der LMU mit ihren Erkenntnissen aus der Neurowissenschaft (Sarita Silveira, Dr. Kai Fehse, Yuliya Zaytseva, Mihai Avram).

Neben den vielfältigen Anregungen aus der Wissenschaft und Forschung erhielten die Promovenden erneut intensive fachliche Unterstützung durch die Betreuer des Kollegs, Prof. Oliver Jahraus, Prof. Eckart Liebau und Dr. Ernst Wagner.
Da die Stipendien einer Förderungshöchstdauer unterliegen, d.h. die Ergebnisse der Promotionen nach zwei Jahren vorliegen sollen, wurde im Rahmen der Veranstaltung sowohl die inhaltliche Vorbereitung der Abschlussveranstaltung des Promotionskollegs als auch die Abschlusspublikation geplant und dafür Konzepte entwickelt.
Die Arbeitstagung bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben der Möglichkeit, die Inhalte der eigenen Forschungsvorhaben zu diskutieren und die Ausrichtung auf die Kompetenzmodelle zu vertiefen, auch wichtige wissenschaftliche Anregungen durch die intensive Zusammenarbeit und den Austausch mit den Wissenschaftlern.
Tagungsbericht