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Referat IV/4 Medienpolitik und journalistische Nachwuchsförderung
Prof. Hans-Peter Niedermeier
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On Air: Schüler machen Hörfunk

- Die Schüler im Tonstudio von Kloster Banz (Foto: Dr. Reinhard Klos)
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ lautet der Titel einer Radiosendung, den der „Tatfunk“-Kurs des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach in Kooperation mit dem Referat Medienpolitik und journalistische Nachwuchsförderung der Hanns-Seidel-Stiftung vom 2. bis 4. Mai 2012 auf Kloster Banz produzierten.
Das Hörfunkstudio der Hanns-Seidel-Stiftung bot optimale Bedingungen, um das einstündige Hörspiel einzusprechen, zu schneiden und abzumischen. Angeleitet wurden die Schüler von Hörfunkjournalist und Medienmacher Frank Beyhl von Radio Gong in Würzburg und Angela Siegel, Technikexpertin vom Bayerischen Rundfunk.
Im Mittelpunkt der Hörfunksendung standen authentische Lebensgeschichten von Menschen in herausfordernden Lebenssituationen: Ein sechzehnjähriges Mädchen wird ungewollt schwanger, einem Fußballprofi droht aufgrund von Verletzungen das Karriere-Aus, die Frau eines Politikers ist schwer nierenkrank. Die Schüler haben die Betroffenen befragt und begleitet und arbeiteten in ihrem Beitrag an diesen Beispielen eindrucksvoll heraus, wie die Hoffnung die Angst besiegen kann.
Die schwangere Sechzehnjährige will ihr Kind nicht abtreiben oder zur Adoption freigeben, sondern behalten. Von ihren Eltern bekommt sie keine Unterstützung, aber ihr Freund steht zu ihr. Bei seinen Eltern finden sie Halt und materielle Hilfe. Eine Beratungsstelle macht ihnen Mut, die Schule ist kooperativ und nimmt Rücksicht. So kommt nach neun Monaten ein kleiner, gesunder Junge zur Welt. Die junge Mutter weiß, dass sie dem Kind keine Reichtümer bieten kann und ihre Freizeit stark eingeschränkt ist. Trotzdem sagt sie drei Monate nach der Geburt: „Ich bin so glücklich wie noch nie. Mein Kleiner ist eine echte Freudenquelle.“
Der Fußballer Frank Wiblishauser, der bei FC Bayern München und dem 1. FC Nürnberg unter Vertrag stand, hatte alle Auswahlmannschaften des DFB durchlaufen und sein Weg in den Profifußball war geebnet. Dann stellte der Bruch von Schien- und Wadenbein die Erfüllung seines Lebenstraums grundsätzlich in Frage. „Es war nicht klar, ob ich jemals wieder Fußball spielen würde“, so Wiblishauser. Er kämpfte sich zurück und stand nach gut einem Jahr wieder auf dem Platz.
Frank-Walter Steinmeier, prominenter SPD-Bundespolitiker, hatte abseits des politischen Geschäfts große Sorge um das Leben seiner Frau. Sie wartete dringend auf eine Spenderniere. Er spendete selbst eine Niere und rettete damit ihr Leben. Im Interview meint er: „Unsere Ehe hat dadurch eine neue Tiefe bekommen, eine veränderte Qualität.“
Mit den Hörfunkmachern ist es gelungen, das Thema „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ in einen professionelle Hörfunkbeitrag umzusetzen. Die stolzen Teilnehmer werden ihn beim Tatfunk-Wettbewerb, München, einreichen.

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