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Trends aus der Medienwelt

Knapp 48 Stunden vor Öffnung der 26. Medientage beraten sich zehn Nachwuchsjournalisten in einem Hinterzimmer des Münchner Messegeländes, angeleitet durch zwei Fernsehjournalisten. Die Aufgabenstellung: Sie müssen bis Ende der Woche eine ganze Magazinsendung stemmen. Keine leichte Aufgabe. Die Referenten erklären am Montag wie ein Filmbeitrag aufgebaut wird, wie Kernsätze und Botschaften zuerst in ein Konzept geschrieben werden um daraus dann eine Ideenskizze mit einzelnen Erzählschritten zu entwickeln. Besonders schwierig: Die Teilnehmer müssen ein Erzählgefäß finden, mit dem Sie komplizierte Themen auf den Medientagen einfach in eine Geschichte packen können.

Die Hanns-Seidel-Stiftung und die Nachwuchsjournalisten in Bayern (NJB) veranstalten vom 22. bis 26. Oktober 2012 bereits zum zweiten Mal ein Medienseminar auf den Münchner Medientagen. Für die Teilnehmer ist es eine einzigartige Gelegenheit ihr journalistisches Können auf die Probe zu stellen. Dieses Praxisseminar ist anspruchsvoll, die Teilnehmer mussten sich mit im Vorfeld bewerben. Nur wer praktische Erfahrung nachweisen konnte, wurde zum Seminar zugelassen. „Eine halbstündige Magazinsendung an den Medientagen zu produzieren ist nicht einfach, die Themen sind schwierig umzusetzen, denn für die bildarmen Themen müssen erst mal verständliche und passende Erzählgefäße gefunden werden, so der Leiter des Seminars, Thomas Kießling.

Am zweiten Tag stellen die Teilnehmer ihre Ideenskizzen vor. Es gibt einen Themen-Pitch. Die besten Themen werden anschließend von den Teilnehmern und den Referenten gewählt. Eine gute Themenpräsentation ist wichtig, um später zu den fünf auserwählten Filmen zu gehören. Fünf Filmbeiträge müssen bis Freitag 15 Uhr fertig sein und die Zeit ist knapp.  Referent Robert Stöger erklärt den Teilnehmern Kamera und Bildgestaltung. Danach müssen die Nachwuchsjournalisten mit der Technik üben.

Am Mittwoch wird gedreht, spätestens am Donnerstag beginnen die Jungjournalisten mit dem Schnitt. Die Live-Sendung zum Finale der Medientage am Freitag um 16 Uhr rückt immer näher, die Abnahme der Filme ist ab 13 Uhr angesetzt. Hier zeigt es sich schon, dass nicht alle Teams bis 15 Uhr fertig sind. Jetzt wird es wirklich knapp. Die Moderationen sind zwar schon fertig, der Moderator Benedikt Gradl ist nervös und braucht erst mal eine Zigarette. Dann geht’s los, kurz nach 16 Uhr, die Sendung beginnt. Zur live Moderation auf der Bühne des Mediencampus werden die einzelnen Filmbeiträge eingespielt. Währenddessen wird der letzte Beitrag in den Sendecomputer geladen. Das war richtig knapp!

Die von einer Fachjury (Andreas Bachmann, BR Landeskorrespondent; Isolde Fugunt, Studienleiterin, IPF; Anja Miller, Leiterin der Ausbildungsredaktion des Bayerischen Fernsehens; Günther Elia Treppner, Stv. Geschäftsführer, PresseClub e.V. München; Roswitha Weiß, Hanns-Seidel-Stiftung) gekürten Gewinner sind:

  1. Frauen in Führungsetagen: Laura Goudkamp und Benedikt Gradl
  2. Social-TV: Katja Schwarz und Michaela Regele
  3. YouTube-Spartenkanäle: Julia Harig und Mathias Stadler

Für die Teilnehmer war es ein anspruchsvolles Seminar, vor allem sich in einem Team zusammenzuraufen und bis zum Schluss hochkonzentriert den Film fertig zu stellen und zwar pünktlich. „Ein außergewöhnliches Seminar an dem wir sehr viel gelernt haben“, sagen die Teilnehmer.

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Die TAZ hat es, Arte hat es und auch bei der Mitteldeutsche Zeitung gibt es sie: Eine Frau als Chefin. Doch damit sind sie auch ziemlich allein auf weiter Flur. Braucht die Führungsetage der deutschen Medienwelt eine Frauenquote? Laura Goudkamp und Benedikt Gradl haben sie gesucht, die Frauen aus der Führungsetage.
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Stellen sie sich folgende Situation vor: Sie sitzen gemütlich abends vor dem Fernseher und wollen von einem anstrengenden Tag entspannen. Und dann das: Das Fernsehprogramm zeigt eine Talksendung nach der nächsten. Die Alternative wäre die 23. Staffel einer Talent-Such-Show. Würde man da nicht mal gerne den Moderator von der Couch aus zwingen das Thema zu wechseln, quasi interaktiv eingreifen? Bald ist das vielleicht möglich. Katja Schwarz und Michaela Regele über das sogenannte Social-TV.
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Radieschen säen, Rosen schneiden oder Obstbäume veredeln – können Sie das? Zum Glück gibt es Youtube. Hier findet man für wirklich alles eine Video-Anleitung. Mausern sich die Spartenkanäle vielleicht zu einer Konkurrenz zum herkömmlichen Fernsehprogramm? Julia Harig und Mathias Stadler gingen dieser Frage nach.
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Viele wenden sich angewidert ab, behaupten „sowas schau ich mir nicht an!“ Hartz4-Fernsehen, Assi-TV oder Unterschichtenprogramm – so wird es umgangssprachlich oft bezeichnet. „Scripted Reality“ nennen es Fernsehmacher. Doch warum ist diese Art Fernsehen zu machen so erfolgreich? Lisa Riesner und Max Märzheuser über das Phänomen „Ey alda, du kannst misch mal!“
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Sie alle haben solche Fernsehsendungen schon einmal gesehen. Sie werden es wahrscheinlich auch weiterhin tun. Die Frage ist nur: Werden wir bald mit Scripted Realitiy überhäuft? Dies beantwortete uns Jaochim Kusack, Chef der Produktionsfirma UFA. Seine Firma produziert Sendungen wie „Unter uns“, „Bianca – Wege zum Glück“ oder „GZSZ“.