Print logo

Geschichte der Hanns-Seidel-Stiftung

(Kurzfassung)

Fritz Pirkl (CSU, 1925-1993) war von 1967 bis 1993 Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung.

Fritz Pirkl (CSU, 1925-1993) war von 1967 bis 1993 Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung.

Josef A. Slominski; ACSP

11.4.1967 

  • Eintragung der Hanns-Seidel-Stiftung ins Vereinsregister beim Amtsgericht München.
    Gründungsvorsitzender ist Staatsminister Dr. Fritz Pirkl, MdL. 

1967

  • Die Akademie für Politik und Zeitgeschehen und das Bildungswerk nehmen ihre Arbeit auf. 

  • Zum ersten Geschäftsführer wird CSU-Landesgeschäftsführer Alois Klughammer ernannt. 

  • Erste Studie der Akademie wird beauftragt: „Welches sind die Ursachen und Gründe für die Unruhen der jungen Generation unserer Tage“.

  • Erste Veranstaltung zum Thema: „Die Zukunft des christlich-demokratischen Gedankens in Europa“.

  • Erste Ausschreibung: „Nachwuchsförderpreis für politische Publizistik“.

1972

  • Erster Betriebsrat der Hanns-Seidel-Stiftung konstituiert sich.

Bildungszentrum Wildbad Kreuth der Hanns-Seidel-Stiftung 1976

Bildungszentrum Wildbad Kreuth der Hanns-Seidel-Stiftung 1976

Winfried Rabanus; HSS; ACSP, Rabanus Winfried 10-1-22

1973  

  • Das Institut für Internationale Beziehungen und Zusammenarbeit - heute Institut für Internationale Zusammenarbeit (IIZ) - nimmt seine Arbeit auf. 

1975

  • In Zeiten des Terrorismus der Roten Armee Fraktion (RAF), zunehmender gesellschaftlicher und politischer Polarisierung konzipiert die Hanns-Seidel-Stiftung die Ausstellung „Angriff auf unsere Demokratie“. Die umfangreiche Dokumentation wird in Bayern, sowie in Düsseldorf und Bonn gezeigt.

  • Wildbad Kreuth im Tegernseer Tal wird als Bildungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung in Betrieb genommen. Bis zu seiner Schließung 2016 stand es der CSU als Tagungsort zur Verfügung.

Beginn der Auslandsarbeit der HSS 1977 in Togo

Herzlicher Empfang für die Hanns-Seidel-Stiftung in Togo 1977

HSS

19.11.1976

  • In Wildbad Kreuth beschließt die CSU-Landesgruppe, die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU nicht länger fortzuführen. Der „Kreuther Trennungsbeschluss“ ist die Geburtsstunde der CSU als Partei exklusiv für Bayern. Pläne für eine bundesweite Ausdehnung der CSU werden verworfen.  

1977

  • Die HSS erreicht die rechtliche Gleichstellung mit den anderen politischen Stiftungen Deutschlands. Damit einher geht eine erhebliche Steigerung der finanziellen Unterstützung des Bundes, da nun die HSS als eigenständig anerkannt ist und einen festen, an den Wahlerfolg der CSU geknüpften Betrag, für sich beanspruchen kann.

  • Das erste Entwicklungshilfeprojekt des IBZ (heute IIZ) startet in Togo in Afrika. Thema ist die gesellschaftspolitische Erwachsenenbildung. 

Informationsbroschüre über die Projektarbeit in Israel

Informationsbroschüre über die Projektarbeit in Israel

HSS

1978

  • Erstes HSS-Büro in Spanien wird in Madrid eröffnet.

  • In Oberfranken erwirbt die Hanns-Seidel-Stiftung das Kloster Banz von der „Gemeinschaft von den Heiligen Engeln“. Bis 1982 wird es als Bildungszentrum umgebaut.

1979

  • Das CSU-Archiv geht an die Hanns-Seidel-Stiftung über. Führung, Verwaltung und Ausbau sind fortan Stiftungsaufgabe. In Israel und der heutigen Demokratischen Republik Kongo werden Programme zur politischen Bildung gestartet.

1980

  • Die HSS nimmt ihre Auslandsarbeit in Asien und der Pazifikregion auf. In Fidschi wird ein Ausbildungszentrum für Handwerker errichtet und auf den Philippinen werden Manager geschult.

1981   

  • Beginn der Stipendiatenförderung Ausland mit 24 Stipendiaten aus der Volksrepublik China 

1982

  • Beginn der Stipendiatenförderung in Bayern. 25 Stipendiaten verschiedener bayerischer Hochschulen erhalten Unterstützung 

  • Das BMZ bewilligt den ersten Projektantrag für Lateinamerika. In Paraguay wird die Stiftung zur Aus- und Fortbildung von Gemeindeangestellten beitragen.

Die Projektarbeit der HSS in China konzentrierte sich auf Berufsbildung besonders in agrartechnischen Berufen.

Die Projektarbeit der HSS in China konzentrierte sich auf Berufsbildung besonders in agrartechnischen Berufen.

HSS

1983

  • Projekte starten in China, Uruguay, Chile und Pakistan.

  • Kloster Banz wird als Bildungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung eröffnet. 

1984

  • Die HSS beginnt ihre Arbeit in internationaler politischer Kommunikation. Die Aufgabe: Beziehungen zu Institutionen, Parteien und Organisationen weltweit vertiefen und die Zusammenarbeit christlich-demokratischer Parteien fördern.

  • Politische Kontaktbüros werden in Brüssel, Washington und Moskau eingerichtet.

  • Förderprojekte der HSS starten in Venezuela und Ecuador.

1987   

  • Das IBZ bewilligt erstmals Projekte der HSS in Mittelamerika und Bolivien

1988

  • Im Bildungszentrum Kloster Banz werden der Consulentenbau, die Petrefaktensammlung und die Klostergaststätte eröffnet. 1990 wird auch der Domestikenbau und letzte Arbeiten fertiggestellt.

Kloster, Museum, Bildungsstätte. Im Kloster Banz werden 1990 die letzten Bauarbeiten abgeschlossen.

Kloster, Museum, Bildungsstätte. Im Kloster Banz werden 1990 die letzten Bauarbeiten abgeschlossen.

HSS; ProMedia

09. November 1989

  • Fall der Berliner Mauer 

1989

  • Das Jahr, in die Hanns-Seidel-Stiftung PCs bekam. Als erste Abteilung wird das Bildungswerk digital, dann folgt das IBZ. Ein eigenes EDV-Referat wird erst ab 1992 eingerichtet.

1990

  • Wiedervereinigung Deutschlands

  • Die HSS nimmt im ehemaligen Ostblock ihre Arbeit auf. Das Büro Berlin wird zuständig für dieBildungsarbeit in den neuen Bundesländer. Erste Projektbüros entstehen in Budapest und Prag. Es folgen Projekte in Ungarn und der Tschechoslowakei.

Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Hanns-Seidel-Stiftung im Maximilianeum am 11. April 1992

Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Hanns-Seidel-Stiftung im Maximilianeum am 11. April 1992

Winfried Rabanus; HSS; ACSP

1992   

  • Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen der Hanns-Seidel-Stiftung im Münchner Maximilianeum   

  • Der „Club der Altstipendiaten“ wird gegründet. Bis 2005 umfasst er 1061 der insgesamt 1868 Altstipendiaten. 2017 gehören 1600 Mitglieder zum Club. Zur Website: www.cdas.org

1993

  • Auf Basis der Erbschaft von Ingeborg und Wilhelmine Tausend wird die gemeinnützige Stiftung  „I. und W. Tausend“ gegründet. Die Mittel werden fortan für Erziehung, Bildung und Völkerverständigung ausgegeben.

1994    

  • Die Mitgliederversammlung der Hanns-Seidel-Stiftung wählt Staatssekretär a.D. Alfred Bayer zum neuen Vorsitzenden.

  • Die HSS beendet nach 16 Jahren ihre Aufbauarbeit in Madrid. Zur Förderung der jungen spanischen Demokratie waren in Spanien seit 1977 etwa 7400 Seminare mit über 335.000 Teilnehmern durchgeführt worden. Regierungsvertreter würdigen die Arbeit der HSS. König Juan Carlos I. empfängt HSS-Delegierte in einer Privataudienz.

Verleihung des Franz-Josef-Strauß-Preises am 21. Januar 1996 an den ehemaligen US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger

Verleihung des Franz-Josef-Strauß-Preises am 21. Januar 1996 an den ehemaligen US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger

HSS; ACSP, Ph S HSS 138-5

1995

  • Im Rahmen des internationalen Forums „Frieden, Freiheit, Versöhnung“ anlässlich von 50 Jahren Kriegsende verleiht die Hanns-Seidel-Stiftung erstmals ihren „Förderpreis für junge Journalisten“ 

1996

  • In Erinnerung an das politische Lebenswerk von Franz Josef Strauß verleiht die HSS zum ersten mal den Franz Josef Strauß – Preis. Erster Preisträger ist der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger.

1997 

  • Das 30-jährige Bestehen der HSS wird mit einer Sondersendung des BR aus Wildbad Kreuth gefeiert. Die Hanns-Seidel-Stiftung geht unter der Internetadresse www.hss.de online. Es folgen das Münchner Konferenzzentrum (www.konferenzzentrum-muenchen.de) und die Bildungszentren Wildbad Kreuth und Kloster Banz (www.klosterbanz.de).

Richtfest für das Konferenzzentrum am 12. April 2000, Hauptgeschäftsführer Manfred Baumgärtel, Edmund Stoiber, Polier Jürgen Scholz und Vorsitzender Alfred Bayer

Richtfest für das Konferenzzentrum am 12. April 2000, Hauptgeschäftsführer Manfred Baumgärtel, Edmund Stoiber, Polier Jürgen Scholz und Vorsitzender Alfred Bayer

Faces by Frank; HSS; ACSP, Ph S HSS 2000-1-6

1998

  • Im Nahen Osten startet ein regionales Bildungsprojekt in Jordanien, Syrien und dem Libanon. Auch in Ägypten beginnen Entwicklungsprojekte ihre Arbeit.

23.2.2001    

  • Eröffnung des "Konferenzzentrums München" der Hanns-Seidel-Stiftung in der Lazarettstraße.   

12.10.2001    

  • 100. Geburtstag des früheren Bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Parteivorsitzenden Dr. Hanns Seidel. Die Hanns-Seidel-Stiftung gedenkt ihres Namensgebers in mehreren Veranstaltungen (Gottesdienst in der Bürgersaal-Kirche und Gedenkfeier im Münchner Konferenzzentrum mit der Buchvorstellung "Hanns Seidel zum 100. Geburtstag - Weltanschauung und politisches Handeln"). 

2003  

  • 20 Jahre Bildungszentrum Kloster Banz - Festveranstaltung mit Staatsminister Hans Zehetmair und anschließendem "Tag der offenen Tür" für die interessierte Öffentlichkeit mit mehreren tausend Besuchern.

Ältere Stadthausfassade im norddeutschen Stil

Das neue Verbindungsbüro der Hanns-Seidel-Stiftung im Berliner Regierungsviertel, Dorotheenstraße 37

HSS

11.2.2004

  • Die Mitgliederversammlung wählt Dr. h. c. Hans Zehetmair zum neuen Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung e.V. Neuer Stellvertreter neben Prof. Ursula Männle, Staatsministerin a. D., wird Landtagspräsident Alois Glück. Gleichzeitig bestellt der Vorstand Dr. Peter Witterauf zum neuen Hauptgeschäftsführer.

2005 

  • Leben und Wirken des früheren Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß werden auf der neuen Website www.fjs.de dokumentiert und vorgestellt.

2006 

  • Das HSS-Büro Berlin bezieht seine neuen Räumlichkeiten Dorotheenstraße 37 im Zentrum der Hauptstadt. 

24.4.2007

  • Die Hanns-Seidel-Stiftung blickte mit einem Festakt in München auf vier Jahrzehnte ihres Bestehens zurück.

Stiftungsvorsitzende Prof. Ursula Männle, Staatsministerin a. D.

Stiftungsvorsitzende Prof. Ursula Männle, Staatsministerin a. D.

HSS

1.1.2011

  • Die Abteilungen Bildungswerk, Förderungswerk und Institut für Internationale Begegnung und Zusammenarbeit wurden gemäß der Satzung umbenannt in Institut für Politische Bildung, Institut für Begabtenförderung und Institut für Internationale Zusammenarbeit.

12. Mai 2014

  • Die Mitgliederversammlung wählt Staatsministerin a.D. Ursula Männle zur neuen Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung. Neuer stellvertretender Vorsitzender neben Alois Glück ist nun Markus Ferber. 

Januar 2017 

  • Die Hanns-Seidel-Stiftung feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Zu den Festrednern beim Festakt im Konferenzzentrum zählen Ministerpräsident Horst Seehofer sowie der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck. Über 43.000 Seminare mit zirka 1,6 Millionen Teilnehmer hat die HSS seit ihrer Gründung allein im Bereich Politische Bildung abgehalten. Das stiftungseigene Institut für Begabtenförderung unterstützt 2017 1.100 Stipendiaten, in der Entwicklungszusammenarbeit werden weltweit 100 Projekte in 65 Ländern durchgeführt und die Akademie für Politik und Zeitgeschehen trägt als wissenschaftliche, politische Ideenbörse mit Fachtagungen, internationalen Konferenzen und Publikationen zum öffentlichen Diskurs bei.