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Großes Jubiläum in Kloster Banz
40 Jahre Begabtenförderung der Hanns-Seidel-Stiftung und 30 Jahre Club der Altstipendiaten

Autor: Isabel Küfer, M.A.

Seit 40 Jahren unterstützt die Hanns-Seidel-Stiftung junge Menschen mit exzellenten Studienleistungen, die sich ehrenamtlich engagieren. Die Begabtenförderung stärkt durch Bildung Kompetenzen, die später nicht nur für die eigene Karriere, sondern auch für die Gesellschaft nützlich sind. Zum 40-Jubliäum ist unser Vorsitzender Markus Ferber, MdEP, in Kloster Banz dabei.

Heute um 15 Uhr beginnt der offizielle Festakt zu 40 Jahren Begabtenförderung und 30 Jahren Club der Altstipendiaten auf Kloster Banz.

Ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung ist weit mehr als nur eine finanzielle Unterstützung. Es bietet horizonterweiternde Veranstaltungen, eine Gemeinschaft Gleichgesinnter und wertvolle Kontakte. In den vergangenen 40 Jahren hat die HSS mehr als 10.000 junge Menschen in Studium und Promotion begleitet.

Die Förderung des Instituts für Begabtenförderung (IBF) ist nicht nur ein Startschuss für das weitere Berufsleben. Interessen werden geweckt, es wird begeistert, es werden Werte vermittelt und Netzwerke geknüpft, die ein Leben lang halten. Die Studierenden lernen und erleben durch die Förderung der Hanns-Seidel-Stiftung vieles, das im regulären Studienalltag keinen Platz hat.

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Wilhelm von Humboldt

1982 waren es noch sieben Stipendiaten. Heute werden rund 1.200 Stipendiatinnen und Stipendiaten von der Hanns-Seidel-Stiftung gefördert.

1982 waren es noch sieben Stipendiaten. Heute werden rund 1.200 Stipendiatinnen und Stipendiaten von der Hanns-Seidel-Stiftung gefördert.

Mit wachem Auge und offenem Herzen durchs Leben gehen

Ziel der Förderung begabter junger Menschen ist deren Bildung. Jedoch nicht nur die berufliche oder fachliche Aus- und Weiterbildung, sondern vielmehr die Vermittlung jener Kompetenzen, wie sie bereits von den Klassikern des deutschen Bildungsdenkens von Humboldt, Herder, Schleiermacher, Hegel und anderen formuliert worden sind. Sie lassen sich zu drei Grundmerkmalen zusammenfassen, die über das Wissen hinausgehen und sei es noch so breit angelegt:

  • Bildung als Befähigung zu selbstbestimmtem Handeln, das Selbsttätigkeit und Freiheit miteinschließt
  • Humanität und Menschlichkeit, die durch die Merkmale sittlichen und auf soziale Gerechtigkeit bedachten Handelns gekennzeichnet sind
  • Die Erkenntnis, dass der Prozess der Individualitätsbildung in enger Verknüpfung mit der menschlichen Gemeinschaft erfolgt.

Viele unserer Geförderten übernehmen später leitende Positionen. Dabei übernehmen sie nicht nur Verantwortung über Budgets und Produkte, sondern auch über die Menschen, die von ihrer Arbeit betroffen sind. Deshalb muss es Anliegen und Anspruch der Begabtenförderung sein, in den Stipendiatinnen und Stipendiaten die Bereitschaft zu erwecken, diese Kriterien zum Maßstab ihres Denkens und Handelns zu machen: also humanes, verantwortungsbewusstes, sozial gerechtes, moralisch begründetes, selbstkritisches und wissenschaftsorientiertes Handeln.

Auf speziell konzipierten Seminaren befassen sich unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Politik und Zeitgeschehen, Wirtschaft und Gesellschaft, mit Religion, Kunst und Kultur. Sie stellen sich aber auch persönliche Fragen: Wer will ich sein? Wie will ich sein? Fragen, die zu philosophischen oder religiösen Themen führen. Dabei sind die Mitstipendiatinnen und Mitstipendiaten wertvolle Gesprächspartner, die die eigene Position in Frage stellen oder unterstützen. Tolerant zu sein, aber auch Grenzen zu setzen, das alles wird gelernt und gelebt.

Unsere Stipendiaten stellen sich vor

Die Hanns-Seidel-Stiftung ermöglicht neben einer Weiterbildung in den Bereichen Politik und Gesellschaft auch den Austausch zwischen Studierenden aus verschiedenen Fächern und Themengebieten. Man kann Kontakte knüpfen und nützliche Netzwerke erstellen.

Maiwand studiert in Hamburg Rechtswissenschaften. Er ist seit Oktober 2021 Stipendiat der HSS

Die Hanns-Seidel-Stiftung ist mehr als nur ein Stipendium, sondern eine große Familie durch die man die Gelegenheit hat neue Leute und Gleichgesinnte kennenzulernen. Die von der HSS organisierten Seminare verschaffen einen neuen Blick auf viele Aspekte Deutschlands und Europas und sind durch eine Themenauswahl zur Politik und Demokratie auch für eine akademische Laufbahn nützlich. Neben Bildungsveranstaltungen bietet die HSS auch andere Aktivitäten an. Zum Beispiel Konzerte und Ausstellungen. Durch dieses umfangreiche Angebot lernt man Menschen mit denselben Interessen und Ideen kennen und es entstehen neue Freundschaften.

Marina studiert an der Universität Regensburg im Masterstudiengang European Studies. Dieses Programm fokussiert sich auf Politik, Internationale Beziehungen, Recht und Geschichte. Sie ist seit Oktober 2021 Stipendiatin der HSS.

Die Hanns-Seidel-Stiftung steht für Bildung und Erweiterung von Kompetenzen und bietet hochwertige Seminare mit Experten aus allen Bereichen für junge Menschen. Abseits der Seminare bieten auch andere Aktivitäten eine interessante Abwechslung. Der Sommerball der Stipendiaten auf Kloster Banz zählt zu diesen Veranstaltungen – schöne Kleidung tragen, tanzen und neue Menschen kennenlernen.

Valerie studiert im Master Public Health an der LMU. Sie ist seit 2018 Stipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung.

Blick auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Alles begann im Sommersemester 1982. Gerade einmal sieben Stipendien wurden an Studierende bayerischer Universitäten vergeben. Über die Jahrzehnte ist ein riesiges Netzwerk entstanden mit unzähligen privaten und beruflichen Verbindungen im In- und Ausland. Ein Netzwerk aus Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, in Unternehmen, in Politik und Gesellschaft.

Viele sind beruflich sehr erfolgreich. Wir haben Ministerinnen und Minister in den Reihen der Ehemaligen, Vorstandsvorsitzende, Hochschullehrkräfte und Spitzenmusiker. Wenngleich wir uns über prominente Karrieren freuen, sind wir genauso stolz auf alle, die sich für unser Land engagieren, und die in Wort und Tat den Wertekanon einer demokratisch und christlich geprägten Gesellschaft vertreten.

Aktuell werden rund 1.200 Stipendiatinnen und Stipendiaten während ihres Studiums oder ihrer Promotion finanziell und ideell gefördert. Um die Gestaltung des Programms, die Beratung und Verwaltung kümmern sich 25 Mitarbeitende in der Zentrale der Hanns-Seidel-Stiftung, um die Betreuung in den Stipendiatengruppen ca. 70 Vertrauensdozentinnen und -dozenten in ganz Deutschland. Wir wollen unsere jungen Talente fit machen für die aktuellen Herausforderungen in unserem Land, denn jede Zeit stellt neue Aufgaben.

Wir erleben zurzeit, wie sehr unsere Gesellschaft in ihrer inneren Stabilität gefährdet ist, sei es durch extrem rechtsgerichtete Gruppierungen, sei es durch massiven Widerstand gegen staatliche, das Gemeinwohl betreffende Verordnungen, oder sei es durch mangelnde Sensibilität zahlreicher Mitbürgerinnen und Mitbürger gegenüber den Nöten anderer.

Wir setzen da an, wo wir etwas bewegen können. Wir konzipieren unsere Förderangebote so, dass sich unsere jungen Talente mental gerüstet fühlen, an der Lösung aktueller und zukünftiger Probleme entschlossen und kompetent mitzuwirken. Wir können uns auf eine starke Gemeinschaft Gleichgesinnter verlassen, und das macht Mut für die nächsten Schritte.

Heute um 15 Uhr beginnt der offizielle Festakt zu 40 Jahren Begabtenförderung und 30 Jahren Club der Altstipendiaten auf Kloster Banz.

Kontakt

Leiterin: Dr. Jutta Möhringer
Institut für Begabtenförderung
Dr. Jutta Möhringer
Leiterin
stv. Leiterin: Isabel Küfer, M.A.
Institut für Begabtenförderung
Isabel Küfer, M.A.
stv. Leiterin
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