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Crossmediales Storytelling

„Wenn alles auf einmal gefragt ist“ – Dieser journalistischen Herausforderung stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des JFS-Projektseminars „Crossmediales Storytelling“ vom 1. bis 4. Mai 2014 auf Kloster Banz.

Zu Beginn der Arbeit steht die Themenrecherche.

Zu Beginn der Arbeit steht die Themenrecherche.

Isabel Küfer

Learning by doing

Die Medienlandschaft verändert sich stetig. Das Internet als zentrales Element der neuen Medienwelt erfindet den Journalismus nicht neu, hebt aber die Grenzen traditioneller Darstellungsformen auf. Damit entfällt die Spatenaufteilung der journalistischen Arbeitswelt in Print, Hörfunk und Fernsehen zunehmend. Hinzu kommen immer neue technische Möglichkeiten zur Darstellung, wodurch auch beispielsweise Grundkenntnisse des Programmierens für junge Journalisten essentiell sind. Eine breite Ausbildung ist somit eine Notwendigkeit für die moderne Medienarbeitswelt. Das JFS-Projektseminar forderte die Stipendiatinnen und Stipendiaten dann auch entsprechend vielseitig. Dabei stellten die Referenten Markus Kaiser, Aline-Florence Buttkereit und Florian Meyer-Hawranek das Seminar unter das Motto „Learning by doing“. Nach einer kurzen theoretischen Einführung wurden die Stipendiatinnen und Stipendiaten in die Praxis entlassen.

Stipendiaten bei der Außenrecherche

Stipendiaten bei der Außenrecherche

Isabel Kuefer

Drei Tage in Aktion

Nach abgeschlossener Themenwahl und Gruppenaufteilung strömten die motivierten Nachwuchsjournalisten ins Banzer-Umland. Das verlängerte Wochenende um den Maifeiertag bot die Möglichkeit für ausführliche Recherchearbeiten. Trotz der Notwendigkeit eines räumlichen Bezugs fiel die Themenwahl zur Banzer-Umgebung nicht einseitig aus. So widmete sich ein Team beispielsweise der nahen Europawahl. In Bambergs Altstadt wurden die Meinungen der Bamberger zum europäischen Bündnis und zur Wahl in vielen O-Tönen und Video-Sequenzen festgehalten. Auch Politiker gaben ihre Statements zur Europapolitik. Der journalistische Auflauf war groß in diesen Tagen in Bamberg. Zwei weitere Teams recherchierten in und um Bamberg. So wurde die jüdische Gemeinde des oberfränkischen Zentrums in einem Beitrag thematisiert. Ein weiteres Thema war die Stadt Bamberg als Filmkulisse. Die schöne Altstadt Bambergs diente schon als Hintergrund für zahlreiche Fernsehserien und Kinofilme. Ein besonderes thematisches Highlight war eine Ausarbeitung zum Kriegsfotographen Till Mayer. Dieser lebt in Bamberg und nahm sich Zeit für ein ausführliches Gespräch.

Die Referenten standen den Teams mit Rat und Tat zur Seite.

Die Referenten standen den Teams mit Rat und Tat zur Seite.

Isabel Küfer

Kein Einheitsbrei

Nach abgeschlossener Außenrecherche begann die Verarbeitung der gesammelten Inhalte und des Materials. Es entstanden Texte, Videos, Hörfunkbeiträge, Bildserien, Grafiken und einige Dinge mehr. Ziel war die Internetveröffentlichung auf „wordpress“, wobei den Darstellungsideen kaum Grenzen gesetzt waren. Die Referenten begleiteten jedes Team individuell bis in die späten Abendstunden. Schritt für Schritt entstand zu jedem Thema eine „Crossmediale Story“. Am Sonntagmorgen konnte dann endlich präsentiert und bewundert werden. Jedes Team stellte den fertigen Beitrag vor der Gruppe vor. Gleichzeitig gingen die Beiträge auf „wordpress“ online. Gewachsen ist während es Seminars die Erkenntnis, dass die Kombination verschiedener Darstellungsformen jeden Beitrag ein Stück interessanter macht.

Angelika Dauermann

Die crossmediale Projekte

Zwischen Kläranlage und Kriegsgebiet
Seit mehr als 20 Jahren fährt Till Mayer in Krisen- und Katastrophengebiete überall auf der Welt. Zurück in seiner oberfränkischen Lokalredaktion wartet ein komplett anderer Alltag auf ihn. Doch die Bilder von Kriegsopfern lassen ihn nicht los. mehr...

Bamberg – Eine Stadt mit Oscar-Potenzial
Das historische Bamberg ist eine echte Filmdiva. Schon oft stand die Altstadt vor der Kamera. Und dabei erfindet sie ihre Rolle immer wieder neu. mehr ...

David-Stern unter Christus-Kreuz: Verstecktes Judentum in Bamberg
Bamberg – erzkatholisch und vom Christentum geprägt. Doch trotz seiner Jahrhunderte alten christlichen Geschichte hat auch das Judentum in Bamberg eine lange Tradition. Unbemerkt von der Bevölkerung hat sie die Generationen überdauert und existiert bis heute. mehr ...

Das Journalistische Förderprogramm für Stipendiaten (JFS) bietet Studierenden an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und Universitäten eine studienbegleitende Aus- und Weiterbildung mit praxisbezogenen Seminaren und Fachtagungen in den Sparten Zeitungs-, Bild-, Onlinejournalismus, Hörfunk und Fernsehen sowie Veranstaltungen zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen an. Die Förderung ist nicht an bestimmte Studiengänge gebunden, jedoch sollte bei den Bewerbern als Berufsziel eine spätere Tätigkeit im Bereich der Medien gegeben sein.

Kontakt
Leiterin: Isabel Küfer, M.A.
Referat IV/5: Journalistisches Förderprogramm für Stipendiaten (Uni/HAW), Internationale Studien (Uni), Medizin (Uni), Promotionskollegs, Fachforen
Leiterin:  Isabel Küfer, M.A.
Telefon: 089 1258-354
Fax: 089 1258-403
E-Mail: kuefer@hss.de