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Krise in Syrien
Die Flüchtlinge in Jordanien und im Libanon

Die Proteste, die im Januar des Jahres 2011 in der arabischen Welt ausgebrochen waren, richteten sich gegen eine Reihe autoritärer Regime in Nordafrika und im Nahen Osten.

 Flüchtlingslager Zaatari

Flüchtlingslager Zaatari

Zu Beginn haben sie nicht nur die Hoffnung geweckt, verkrustete und korrupte Strukturen aufzubrechen, sondern führten in Tunesien, Ägypten, Libyen und im Jemen zur Absetzung oder dem Rücktritt der Staatspräsidenten. Deshalb erschienen Veränderungen bis hin zu demokratischeren Strukturen auch möglich.

Seit März 2011 wurden daher auch in Syrien Teile der Bevölkerung ermutigt, gegen das Regime von Staatspräsident Bashar al-Assad aufzubegehren. Mit Fortdauer der Proteste entwickelte sich das, was voreilig als 'Arabischer Frühling' in Presse und Literatur Einzug gehalten hat, in einer Reihe der oben genannten Länder nicht nur zu einem politischen, wirtschaftlichen und auch gesellschaftlichen Desaster, sondern in Ländern wie Libyen, Jemen und Syrien auch zu dem, was man als Bürgerkrieg bezeichnen muss.

Im Irak sind die politischen Auseinandersetzungen und Kämpfe nicht durch die Proteste bedingt. Sie reichen vielmehr bis in das Jahr 2003 zurück. Nach vorübergehender Beruhigung der Lage hat die Gewalt im Irak seit 2012 wieder signifikant zugenommen. Der fortschreitende Zerfall des Staates ist dort nicht weniger zu beobachten als in den vorgenannten Ländern.In dem Maße, wie sich der Konflikt in Syrien verschärft hat, hat sich die Zahl der Syrer, die ihr Land verlassen haben, erhöht.  Waren deren Ziele zu Anfang vor allem Jordanien, Libanon und die Türkei, wurden mit zunehmender Zahl der Flüchtlinge und den Abschottungsmaßnahmen des Libanons und von Jordanien Länder wie Ägypten und der Irak, in deutlich geringerem Maße die Maghreb-Staaten angesteuert.

Seit Sommer 2015 sind vor allem die Länder der Europäischen Union, seit September 2015 vor allem Deutschland, bevorzugtes Ziel der Flüchtlinge. Die Zahl derer, die bisher in einem der reichen Golfstaaten Zuflucht gefunden hat, ist als verschwindend gering zu bezeichnen.

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Leiterin: Maryam Schmidt
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