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Präsidentschaftswahlen in Ecuador
Ergebnis der Stichwahl wird von der Opposition angefochten

Im Mittelpunkt des Wahlabends am 02. April 2017 stand, wie auch schon beim ersten Wahlgang am 19. Februar, die staatliche Wahlbehörde CNE (Consejo Nacional Electoral). Kurz nach 20.00 Uhr Ortszeit gab sie die amtlichen Ergebnisse bekannt.

Nach der Wahl protestieren Bürger in Quito

Nach der Wahl protestieren Bürger in Quito

Im Mittelpunkt des Wahlabends am 02. April 2017 stand, wie auch schon beim ersten Wahlgang am 19. Februar, die staatliche Wahlbehörde CNE (Consejo Nacional Electoral). Kurz nach 20.00 Uhr Ortszeit gab sie die amtlichen Ergebnisse bekannt. Nach dem offizielle Stand der Wahlergebnisse hatten der Präsidentschaftskandidat der Regierungspartei Alianza País (AP) Lenín Moreno und sein Stellvertreter Jorge Glas die Stichwahl mit 51 Prozent vor den Herausforderern Guillermo Lasso von CREO (Creando Oportunidades) und seinem Stellvertreter Andrés Páez gewonnen.

Die enttäuschte und frustrierte Opposition witterte nach dem knappen Ergebnis Wahlbetrug und focht die Ergebnisse an. Nach Ungereimtheiten bei der Stimmenauszählung kam es im gesamten Land zu Protesten und Mahnwachen von Anhängern des unterlegenen Lasso.

Wie kam es so weit?
Nachdem Ende Februar klar geworden war, dass es zu einer Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Bewerbern kommen werde - Moreno erlangte 39 und Lasso 28 Prozent der Stimmen - formierten sich die beiden politischen Lager, um ihre Strategien zu schmieden. Nur circa ein Monat blieb beiden Kandidaten, um die große Menge der Unentschlossenen auf ihre jeweilige Seite zu ziehen. Dass genau diese Wählergruppe das Zünglein an der Waage sein würde, wurde nach den ersten Umfragen, die ein Kopf an Kopf Rennen Morenos und Lassos vorhergesagt hatten, schnell deutlich. Daher wurde in dem ohnehin schon sehr polarisierten und emotional aufgeladenen Ambiente von Beginn an mit harten Bandagen gekämpft. Der gesamte Wahlkampf war gespickt mit mehr oder weniger verdeckten Anfeindungen und Spitzen; die Medien trugen zusätzlich zur Polarisierung bei.

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