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„International Summer School on Social Market Economy" in Fürth
Fortbildung für junge Führungskräfte

Autor: Julia Junck

Ende Juli 2022 fand zum zweiten Mal die „International Summer School on Social Market Economy" in Fürth statt. Nach einer pandemiebedingten Pause, während der 2021 lediglich eine digitale Summer School für Lateinamerika veranstaltet werden konnte, fand sie jetzt wieder in Präsenz und mit Teilnehmenden aus aller Welt statt.

Warum Soziale Marktwirtschaft?

Im Rahmen ihres auf christlich-sozialen Idealen basierenden Engagements in der internationalen Zusammenarbeit hat es sich die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) zum Ziel gesetzt, menschenwürdige Lebensverhältnisse zu fördern und durch die Stärkung von Frieden, Rechtsstaat, Demokratie und sozialer Marktwirtschaft einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

Die soziale Marktwirtschaft ist aus unserer Sicht bestens dazu geeignet, die oft große Kluft zwischen Arm und Reich und die daraus resultierende politische Polarisierung in Ländern des Globalen Südens zu überwinden. Für eine langfristige und nachhaltige Wirkung ist insbesondere die junge Generation gefragt: Sie muss befähigt und dazu motiviert werden, sich für die gesellschaftliche Entwicklung ihrer Region und ihres Landes zu engagieren.

Seminarraum, in dem die 22 Teilnehmenden aus 17 Ländern sich Kenntnisse über die Soziale Marktwirtschaft aneignen.

Während der Fortbildung informierten sich die 22 Teilnehmenden aus 17 Ländern über die verschiedenen Facetten der Sozialen Marktwirtschaft.

HSS

Eine starke Partnerschaft für ein vielfältiges Fortbildungsprogramm

Mit unseren bewährten Kooperationspartnern, dem Ludwig Erhard Zentrum Fürth (LEZ) sowie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist es auch in diesem Jahr gelungen, 22 Teilnehmenden aus 17 Projektländern des Instituts für Internationale Zusammenarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung die Lehre der Sozialen Marktwirtschaft auf unterschiedlichste Weise näher zu bringen.

Die politischen Nachwuchsführungskräfte im Alter zwischen 25 und 30 Jahren wurden vom 17. bis zum 23. Juli in Fürth – nicht nur mit Vorträgen und Workshops, sondern auch mit Exkursionen nach Nürnberg und München und einem vielfältigen Rahmenprogramm fortgebildet. So lernten sie die vielfältigen Vorteile dieses, unseres, Wirtschaftssystems kennen und verstehen. Dazu gehörten eine Führung durch die Dauerausstellung des Ludwig Erhard Zentrums in Fürth, ein Informationsbesuch im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration in München, thematische Führungen durch Fürth und Nürnberg sowie ein Besuch in Kloster Banz, der ehemaligen Benediktinerabtei und heutigen Bildungsstätte der HSS in Oberfranken. Auf diese Weise erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die deutsche (Unternehmens-) Kultur und Geschichte, um die Entstehung und Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft nachvollziehen zu können.

Ein weiteres Ziel der Summer School war, den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, sich über ihre Länder und Regionen hinweg auszutauschen, sich zu vernetzen und gemeinsame Projektideen zu entwickeln. Letztgenannte wird die HSS auch weiterhin intensiv begleiten und vor Ort in den jeweiligen Projektländern deren Umsetzung tatkräftig unterstützen.

Das LEZ war nicht nur Gastgeber, um die täglichen Vorträge und Workshops abzuhalten, sondern stand auch vor Ort mit Rat und Tat zur Seite.

Die renommierten Dozenten des international anerkannten Fachbereichs für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der FAU - und hier insbesondere dem Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management - befassten sich in ihren Vorträgen und Workshops mit der Theorie und Praxis des unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagements, mit Corporate Social Responsibility (Unternehmensverantwortung) sowie mit Wirtschafts- und Unternehmensethik.

Auch weitere komplexe Themen wie regenerative Unternehmen, Transformationsprozesse, die Komplexität des sozialen Engagements multinationaler Unternehmen, Wettbewerb und Regulierung im deutschen Gesundheitssystem, das deutsche Steuersystem sowie Umweltpolitik wurden in Relation zum Konzept der Sozialen Marktwirtschaft eingehend behandelt. Neben den Dozenten der FAU waren auch eine Wissenschaftlerin des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (Mannheim) sowie die Leiterin des neuen ifo Zentrums für Soziale Marktwirtschaft (Fürth) als Referenten zu Gast.

Wie geht es weiter?

Die nächste „International Summer School on Social Market Economy“ ist für 2024 wieder in Fürth geplant. Bis dahin werden wir daran arbeiten, die gewonnenen Erkenntnisse in unseren Projektländern erfolgreich umzusetzen und die Erkenntnisse der diesjährigen Teilnehmergruppe über alle Ländergrenzen hinweg lebendig zu halten.

Kontakt

Leiterin: Claudia Fackler
Lateinamerika
Claudia Fackler
Leiterin
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