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Ilse Seidel - Gründungsmitglied der HSS

Vor 20 Jahren am 8. Dezember 1997 verstarb Ilse Seidel, Gründunsgmitglied der HSS und Ehefrau von Ministerpräsident Hanns Seidel.

Familie Christian Seidel; ACSP, Ph P Seidel Hanns 5-2

Geboren wurde sie als Ilse Tenter am 11. August 1905 in Walsum am Niederrhein. Als der Vater 1920 Direktor der Aschaffenburger Zellstoffwerke wurde, begleitete ihn die Familie nach Unterfranken. In Aschaffenburg lernte sie Hanns Seidel kennen, als er ihren Brüdern Nachhilfeunterricht gab. Am 20. August 1929 fand die Hochzeit in Königsberg statt, nur ein paar Monate zuvor hatte Hanns Seidel seine Zulassung als Rechtsanwalt erhalten. In den Jahren unter der Herrschaft der Nationalsozialisten waren die Geburt der Söhne Hans Joachim Georg (1931) und Christian Friedrich (1935) eine der wenigen glücklichen Momente. Um die Existenz seiner Familie zu sichern und sie vor Repressalien zu schützen, hatte sich Hanns Seidel politisch zurückgezogen und sich auf seine Tätigkeit als Rechtsanwalt beschränkt, was ihn aber auch immer wieder in Konfrontation mit dem Regime brachte.

Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft konnte die Familie zunächst in Aschaffenburg wieder in einen neuen Alltag finden. Hanns Seidel begann sich verstärkt seinen politischen Aktivitäten zu widmen. Mit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten am 16. Oktober 1957 wurde Ilse Seidel die „First Lady Bayerns“ und begleite ihn bei zahlreichen Terminen.

Nur drei Jahre nach dem Tod von Hanns Seidel 1961 begannen die ersten Überlegungen einer möglichen Stiftung der CSU seinen Namen zu geben. In den Gründungsprozess bis 1967 war auch seine Witwe Ilse Seidel intensiv mit eingebunden. In den folgenden Jahren blieb sie der Stiftung eng verbunden und wurde für ihr Engagement 1982 zum Ehrenmitglied der Hanns-Seidel-Stiftung ernannt. Ilse Seidel verstarb am 8. Dezember 1997, sie überlebte ihren Mann um 36 Jahre.