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Jahresabschlussveranstaltung für Auslandsstipendiatinnen und Auslandsstipendiaten
Interkulturelles Lernen, Austausch und Begegnung

Die Jahresabschlussveranstaltung für Auslandsstipendiatinnen und Auslandsstipendiaten, auch als „Jahrestagung“ bisher bekannt, wurde nach pandemiebedingtem Ausfall im letzten Jahr im neuen Gewand wieder zum Leben erweckt. Nun heißt sie Grundakademie und schließt mit einem festlichen „Abend der interkulturellen Begegnungen“. Neben der Vermittlung von politischem Grundwissen steht das gegenseitige Kennenlernen und die Netzwerkpflege im Mittelpunkt dieser Veranstaltung.

Während der Grundakademie lernten die Auslandsstipendiatinnen und Auslandsstipendiaten sich nicht nur kennen und knüpften neue Kontakte, sondern sie erhielten ein breites Grundwissen über Politik, Wirtschaft und Soziales in Deutschland.

Während der Grundakademie lernten die Auslandsstipendiatinnen und Auslandsstipendiaten sich nicht nur kennen und knüpften neue Kontakte, sondern sie erhielten ein breites Grundwissen über Politik, Wirtschaft und Soziales in Deutschland.

HSS

Die Grundakademie ist ein Pfeiler des ideellen Förderangebots des Instituts für Begabtenförderung für alle Stipendiatinnen und Stipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung. Im Referat für internationale Studierende und Promovierende ist sie zudem ein beliebtes Forum für den Dialog zwischen Kulturen aus aller Welt.

Das Ziel der Akademie ist es, den Geförderten ein Grundwissen über die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte der Bundesrepublik zu vermitteln. Damit sollen die Stipendiatinnen und Stipendiaten in ihrer Rolle als mündige Akteure unserer Gesellschaft gestärkt werden und zusätzlich befähigt werden, ihre individuellen Talente im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung zu entfalten. Gleichzeitig erlaubt die Grundakademie einen Austausch zwischen Menschen verschiedenster Kulturen, Religionen und Weltanschauungen und stellt damit eine Zeit des lehrreichen, respektvollen und friedlichen Miteinanders dar.

In den vergangenen Jahren fiel diese Veranstaltung im Zuge der COVID-19-Pandemie drastischen Einschränkungen anheim. So musste die Grundakademie des Jahres 2020 gänzlich ausfallen. Auch 2021 war es lange Zeit unklar, ob die Grundakademie vor dem Hintergrund der epidemiologischen Situation überhaupt stattfinden würde. Unter aufwändigen und konsequenten Sicherheitsvorkehrungen, wie der 2G+-Regel sowie einer Maskenpflicht während der gesamten Akademie, konnte das Treffen vom 02. bis zum 05. Dezember 2021 auf Kloster Banz durchgeführt werden.

Interkulturelles Zusammenkommen

Bereits zu Beginn der Veranstaltung offenbarte sich die Vielfalt unter den Stipendiatinnen und Stipendiaten: In den Kurzporträts der Teilnehmenden spiegelten sich nicht nur deren vielzählige Talente, sondern auch ihre unterschiedliche Herkunft wider. Diese kulturelle Mannigfaltigkeit erfüllte Kloster Banz während der Akademietagung. In dieser Zeit lernten die Stipendiatinnen und Stipendiaten sich kennen und kamen darüber hinaus in Kontakt mit verschiedenen Kulturen und Denkweisen.

Fortbildung

Daneben konnten die ca. 100 Teilnehmenden im Rahmen von sechs parallel laufenden Seminaren einen breiten Überblick über die politischen, wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Systeme in Deutschland gewinnen. Angeboten wurden Seminare und Fortbildungen zu den Institutionen des Bundes, zum Grundgesetz, über den Föderalismus und die Soziale Markwirtschaft in Deutschland. Auch über den Umgang mit Religionen, Religionsgemeinschaften und das friedliche Zusammenleben der Religionen erfuhren die Teilnehmenden Wissenswertes im Seminar „„Deutschland - ein säkularer Rechtsstaat”. Das Ehrenamt und ehrenamtliches Engagement waren ein weiteres Thema, das den Teilnehmenden Anregungen und Impulse vermittelte.

„Abend der interkulturellen Begegnungen“

Der Höhepunkt der Grundakademie war der „Abend der interkulturellen Begegnungen“. Hierbei organisierten die Stipendiatinnen und Stipendiaten in Eigenregie ein Abendprogramm, bei welchem die vielen kulturellen und traditionellen Facetten ihrer Heimatländer in künstlerischen Aufführungen vorgestellt wurden. Das Programm eröffnete Dr. Jutta Möhringer. In ihrer Rede unterstrich die Leiterin des Instituts für Begabtenförderung die Bedeutung des interkulturellen Zusammenhalts für unsere Gesellschaft als einen konstruktiven Gegenpol für die aufkommenden rechtsextremen Tendenzen, welche Politik und Gesellschaft zunehmend spalten. 

Im Rahmen dieser Festlichkeit verabschiedeten Dr. Möhringer und Dr. AlDailami den ehemaligen langjährigen Leiter des Instituts für Begabtenförderung, Professor Hans-Peter Niedermeier.  Der anschließende „Abend der interkulturellen Begegnungen“ begeisterte die Anwesenden mit seinen vielfältigen, kreativen und bunten Darbietungen: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten repräsentierten ihre Herkunftsländer mit Sketchen, Tänzen, Geschichten und musikalischen Einlagen. Der Abend führte die Anwesenden von Kontinent zu Kontinent und offenbarte auf dieser Reise vielfältige kulturelle Facetten, Farben und Klänge, die alle Teilnehmenden in ihren Bann schlugen. Der „Abend der interkulturellen Begegnungen“ war ein lebensfrohes Fest, auf dem die Teilnehmenden gemeinsam die kulturelle Vielfalt dieser Welt zelebrierten. Gleichzeitig bestand nicht nur während des Events, sondern im Zuge der gesamten Grundakademie stets ein enges Gemeinschaftsgefühl unter den HSS-Schützlingen. In einer Zeit der zunehmenden sozialen Distanzierung und gesellschaftlichen Spaltung gehört diese Verbundenheit wohl zu den wichtigsten Lektionen, welche die Teilnehmenden im Zuge der Grundakademie gelernt haben.

Autoren: Amir Mahdi Meshkin Mehr, Jouly Sbeiti und Maryam Aliyeva.

Internationale Studierende und Promovierende
Dr. Said AlDailami
Leiter
Telefon: 
Institut für Begabtenförderung
Dr. Jutta Möhringer
Leiterin