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China
Internationaler Frauentag

Zum Internationalen Frauentag hat das Generalkonsulat der Volksrepublik China in München gemeinsam mit dem Konfuzius-Institut München am 6. März 2015 in das Künstlerhaus am Lenbachplatz eingeladen.

Auf einer Bühne drehen sicdh Tänzerinnen in bunten Kostümen

In China wird der Weltfrauentag sehr gefeiert

HSS

Sun Qinhang, Leiterin der Konsularabteilung für Politik und Presse und Ehefrau des derzeit amtierenden Generalkonsuls Zhu Wanjin  eröffnete den Informations- und Kulturabend und begrüßte die Gäste, darunter die Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Prof. Ursula Männle.
In China ist der Weltfrauentag ein viel beachteter Feiertag, an dem allen weiblichen Beschäftigten ein halber Tag an zusätzlichem Urlaub zusteht.
Sun Qinhang berichtete über die Situation von Frauen in China. Parallel zu den tiefgreifenden Veränderungen der chinesischen Gesellschaft in den letzten 100 Jahren hat sich auch die Situation der Frauen gewandelt. Jahrhundertelang waren sie ihrem Vater, dann ihrem Ehemann und schließlich dem Sohn zum Gehorsam verpflichtet. Heute wird die Gleichstellung von Mann und Frau angestrebt. Frauen haben das Recht auf eigene Entscheidung.

Eine Gruppe von Tänzerinnen in farbenprächtigen Trachten am Ende ihrer Vorstellung

Die Tanzgruppe des Konfuzius-Instituts in München präsentiert chinesische Nationaltrachten

HSS

Die Hälfte des Himmels

Beim Aufbau des Landes und ebenso bei der heutigen Modernisierung und Integration Chinas in die Weltwirtschaft tragen die Frauen die Hälfte des Himmels.

Um die Teilhabe der Frauen muss auch in China in allen gesellschaftlichen Bereichen gerungen werden. Heute ist zwar die Hälfte der Studenten weiblich, ihr Anteil in Leitungspositionen oder politischen Gremien auf allen Ebenen teilweise deutlich geringer. Im weltweiten Vergleich nimmt China immerhin einen Platz im oberen Drittel ein.
Die Geburt eines Sohnes wird vor allem im ländlichen Raum begrüßt, vor allem, wenn die Existenzsicherung im Alter von einem männlichen Nachkommen abhängt. Nur langsam entwickelt sich in China ein System der Sozialversicherung.

Mit der modernen Industriegesellschaft entstehen für Frauen neue Herausforderungen in der Arbeitswelt oder bei der Familienorganisation.

Im Rahmen des Internationalen Weltfrauentages präsentierte die Tanzgruppe des Konfuzius-Instituts München chinesische Nationaltrachten. Abschließend gab es ein Konzert mit traditionellen chinesischen Instrumenten, wie der Pipa (chinesische Laute), Erhu (Zweisaitige Kniegeige) und Yanqing (chinesisches Hackbrett). Moderiert wurde dieser kulturelle Teil des Abends von der Leiterin des Konfuzius-Instituts Gao Fanggang und der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Wang Rong.

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Kontakt
Leiter: Willi Lange
Referat V/6: Nordost- und Zentralasien
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