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Asia-Europe Environment Forum (ENVforum)
Nachhaltigkeitsziele und globale Herausforderungen

Über die Bedeutung der Nachhaltigkeitsziele waren sich auf dem ENVforum in Hanoi, Vietnam, alle einig. Mehr als 120 Teilnehmer aus 40 Ländern haben auf der zweitägigen Konferenz „Asia-Europe Sustainable Development Goals and Financing: No Longer Business as Usual“ jedoch unterschiedliche Antworten auf die Frage der Finanzierung gegeben.

 

Wissenschaftler, Vertreter der Eine Gruppe von Wissenschaftlern, Vertretern der Zivilgesellschaft und des Privatsektors zeigen bei dem Forum Optimismus. In den Händen halten sie Würfel mit den verschiedenen Symbolen der Nachhaltigkeitsziele.

Wissenschaftler, Vertreter der Zivilgesellschaft und des Privatsektors zeigen bei dem Forum Optimismus

HSS

Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung traten im Jahr 2016 in Kraft. Ein intensiver Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren ist nun entscheidend, damit diese Ziele zum  Erfolg werden.
Das ENVforum ist eine Plattform der inter-regionalen Kooperation zwischen Europa und Asien bei der nachhaltigen Entwicklung und Umweltfragen.

Dieses Jahr stand am 6. und 7. September 2017 die Finanzierung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung im Mittelpunkt.
Wissenschaftler, Vertreter der Zivilgesellschaft und des Privatsektors tauschten sich bezüglich ihrer bisher gemachten Erfahrungen und Herausforderungen aus.

Prof. Ursula Männle, Vorsitzende der Hanns Seidel Stiftung, betonte in ihrer Begrüßungsrede, wie dringlich gemeinsames Handeln sei, um einige der größten globalen Herausforderungen zu lösen: den Verlust der biologischen Vielfalt, steigende Gesundheitsrisiken, Energiesicherheit und Klimawandel.

Ursula Männle steht an einem Podium, dahinter ist ein Transparent der Veranstaltung zu sehen.

Ursula Männle forderte Lösungen für die Probleme unserer Zeit

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Gemeinsames Handeln ist gefragt

Ursula Männle wies darauf hin, dass rasche wirtschaftliche Entwicklung häufig mit der Vernachlässigung von Nachhaltigkeitszielen einhergehe. Die Kooperation zwischen Asien und Europa könne dabei helfen, Lösungen für die dringlichsten Probleme unserer Zeit zu finden. Sie sei der festen Überzeugung, dass hierbei die große Bandbreite der europäisch-asiatischen Zusammenarbeit helfe.

Vietnams Vize-Planungsminister Phuong The Nguyen wies auf Schwierigkeiten hin: Für Entwicklungsländer wie Vietnam sei die Finanzierung der Nachhaltigkeitsziele eine gewaltige Herausforderung. Gleichzeitig betonte er die erfolgreiche Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs). Das Erreichen der Ziele sei nur durch eine effektive internationale Kooperation möglich gewesen.

Karsten Warnecke, Direktor der Asia-Europe Foundation (ASEF), verdeutlichte die drei Aspekte der Nachhaltigkeitsziele: den ökonomischen, sozialen und ökologischen. Die 17 Ziele können nur erreicht werden, wenn alle drei Dimensionen berücksichtigt würden.

In Vietnam, dem Gastgeberland der diesjährigen Konferenz, unterstützt die Hanns Seidel Stiftung den Wunsch nach mehr Kooperation. Dies vor allem in den Schwerpunktbereichen Sozial- und Umweltpolitik, in denen die Stiftung aktiv ist.

Die Teilnehmer des Forums stehen in einer Gruppe für ein gemeinsames Foto

120 Teilnehmer aus 40 Ländern machten sich Gedanken über die Finanzierung

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Wie sollen die Ziele finanziert werden?

Das ENVforum hat unterschiedliche Antworten auf die Frage der Finanzierung der Nachhaltigkeitsziele gegeben. Experten wie auch Teilnehmer waren sich einig, dass die Ziele nur erreicht werden können, wenn der private Sektor mit einbezogenen wird. Ein Weg der Finanzierung könne zum Beispiel die Etablierung von nachhaltigen öffentlich- privaten Partnerschaften sein, empfahl der Landesdirektor des Internationalen Währungsfonds Jonathan Dunn.

Die am Rande der Konferenz geführten bilateralen Gespräche fanden unter schwierigen diplomatischen Bedingungen statt. Außenminister Bui Thanh Son betonte die Wichtigkeit der strategischen Partnerschaft zwischen Vietnam und Deutschland. Prof. Männle machte aber auch deutlich, dass Werte wie Rechtsstaatlichkeit für Deutschland nicht verhandelbar sind.

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Kontakt
Referat V/5: Süd-/Südostasien
Leiter:  N.N., Sylvia Straßner (Stellvertretung)
Telefon: 089 1258-287
Fax: 089 1258-359
E-Mail: strass@hss.de