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Interview mit Dr. Assefa Fiseha
Proteste in Äthiopien

Aktuell kommt es in Äthiopien verstärkt zu Unruhen. Auch Todesopfer gab es im Zusammenhang mit den Protesten. Zwischen protestierenden Bürgern und der Polizei oder dem Militär kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Laut Human Rights Watch starben seit den ersten Protesten im November 2015 mehr als 500 Menschen.

Ansicht von Addis Abeba

Ansicht von Addis Abeba

Damals wurde erstmals über Proteste im Bundesland Oromia berichtet, die sich dann auf weitere Bundesländer ausbreiteten.

In diesem Zusammenhang sorgte der äthiopische Läufer Feyisa Lilesa während der Olympischen Sommerspiele in Rio dieses Jahr für Aufsehen, als er öffentlich gegen den Umgang der äthiopischen Regierung mit politischen Gegnern protestierte.

Der Konflikt in Äthiopien scheint weiter zu eskalieren und das Land zu destabilisieren. Im November 2015 kam es erstmals zu öffentlichen Konflikten. Die Bundesregierung Äthiopiens hatte im Rahmen des Addis Abeba-Oromia-Masterplans kurz zuvor die Erweiterung der Stadtgrenzen von Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba beschlossen. Die Infrastruktur der Hauptstadt und der umliegenden größeren Städte in Oromia sollte ausgebaut werden. Die Hauptstadt ist ein unabhängiger Stadtstaat, umgeben von dem Bundesland Oromia.

Die Protestierenden befürchteten, dass ihr Ackerland von der Regierung beschlagnahmt und sie enteignet werden könnten.

Der ausführliche Bericht zum Download: Proteste in Äthiopien

Unsere Arbeit in Äthiopien gehört zum Regionalprojekt Ostafrika, das sich auf die Republik Kenia konzentriert.

Kontakt
Leiter: Klaus Liepert
Referat V/3: Afrika südlich der Sahara
Leiter:  Klaus Liepert
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Fax: 089 1258-359
E-Mail: liepert@hss.de