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Marokko
Rückkehr in die Afrikanische Union

„Der Tag, an dem man nach einer langen Abwesenheit nach Hause kommt, ist schön. (…) Afrika ist mein Kontinent, mein Zuhause“, mit diesen enthusiastischen Worten bedankte sich König Mohammed VI. am 31. Januar 2017 vor den versammelten Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) für den herzlichen Empfang und die Wiederaufnahme in die afrikanische „Familie“.

 

Dunkelgrüne Falgge mit dem Umriss von Afrika in einem Strahlenkranz und umgeben von goldenen Sternen

Flagge der Afrikanischen Union

Mit der offiziellen Rückkehr Marokkos in die AU geht das 28. Gipfeltreffen der Organisation in Addis Abeba in die Geschichte ein. Ein historisches Ereignis, das Marokko nach Jahren intensiver Parallel-Diplomatie und 33-jähriger Abwesenheit als triumphale Rückkehr feiert. Ein optimaler Zeitpunkt, da sich auch der am 30. Januar 2017 neu gewählte Präsident der AU, Alpha Condé (Präsident der Republik Guinea), für eine Rückkehr Marokkos aussprach.

Mit eindeutiger Mehrheit wurde im Sitz der AU in Addis Abeba vier Monate nach offizieller Einreichung dem Wiedereintrittsgesuch Marokkos in die panafrikanische Organisation stattgegeben. 39 der 54 AU-Mitgliedstaaten sprachen sich für eine bedingungslose Rückkehr Marokkos aus. Zehn Staaten, u. a. Algerien, Angola, Simbabwe und Südafrika, stellten sich gegen eine Wiederaufnahme Marokkos in die AU und forderten die Etablierung einer Kommission, die zunächst die Integration Marokkos unter Wahrung der Gründungsakte der AU ermöglichen soll. Hauptargument der Gegner war die Menschenrechtslage in Marokko, die mit Artikel 29 der AU-Gründungsakte nicht vereinbar sei.

Obwohl es sich bei der Rückkehr Marokkos nur um eine Formalität handelt, zumal Marokko aus der Organisation für Afrikanische Einheit (OUA) ausgetreten ist und zunächst die Gründung der Afrikanischen Union (AU) als Nachfolgerin der OUA ratifizieren muss, ist der Wiedereintritt des nordafrikanischen Königreichs von symbolischer Bedeutung.

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