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Peru
Suche nach dem kleineren Übel

Am 10. April 2016 werden die Peruaner zu den Wahlurnen gerufen. Es herrscht Wahlpflicht im Land und wer seiner Pflicht nicht nachkommt, dessen Personalausweis wird blockiert, bis er eine Strafgebühr bei der Wahlkommission gezahlt hat.

 

Was sich anhört wie eine Erziehungsmaßnahme in Sachen Demokratie, wird von nicht wenigen nur teilweise scherzhaft umgemünzt in die Behauptung, dass bei einer freiwilligen Stimmabgabe wohl kaum jemand zur Wahl gehen würde, und das nicht, weil es keine Auswahl gebe - 19 Kandidaten hatten sich allein für die Präsidentschafts­wahlen eingetragen - sondern weil keiner der zur Wahl stehenden Männer und Frauen die Wähler wirklich überzeugen könne.

In dieser Hinsicht findet in Peru kein Wettbewerb darüber statt, wer der am besten geeignete Kandidat für das Präsidentenamt wäre.

Vielmehr überlegt sich der peruanische Wähler, wer denn das kleinere Übel sei und wählt in der Tendenz eher taktisch und nicht aus Überzeugung.Im Windschatten der Präsidentschaftswahlen finden darüber hinaus auch Wahlen zum Kongress, dem peruanischen Einkammerparlament, und zum Andenparlament statt.

Der Kongress hat in der Bevölkerung einen schlechten Ruf: Er gilt als ineffizient, korrupt, langsam und wenig professionell in seiner Arbeit. Nur knapp 10 Prozent der Bevölkerung haben einen guten Eindruck von der Arbeit des Parlaments.

Der ausführliche Bericht zum Download: Die Suche nach dem kleineren Übel. Vier Wochen vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Peru.

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