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Kommunalwahlen 2016
Südafrikas Demokratie gewinnt an Reife

In Südafrika fanden kürzlich Kommunalwahlen statt, die heiß umkämpft waren und von vielen als historisch bezeichnet wurden. Lokale und internationale Beobachter haben den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlen und der Stimmenauszählung bestätigt. Die Wahlergebnisse, darin sind sich Kommentatoren einig, verändern die politische Landschaft Südafrikas.

Blick auf Johannesburg (Südafrika)

Mike Pothier, Forschungskoordinator im Catholic Parliamentary Liaison Office (CPLO) Kapstadt, einer Partnerorganisation der Hanns-Seidel-Stiftung, verfasste den Bericht, der in deutscher Übersetzung als pdf-Datei zur Verfügung steht.

Über 200 Parteien beteiligten sich an den südafrikanischen Kommunalwahlen am 3. August 2016. Der Afrikanische Nationalkongress (ANC), der das Land seit dem Übergang zur Demokratie (1994) regiert, gewann 54% aller Stimmen. In 243 der 278 Kommunen war der ANC die stärkste Partei, oft mit einer absoluten Mehrheit. Ein solches Wahlergebnis würde normalerweise als Triumph gelten; für den ANC ist es eine schwere Niederlage.

Bevor die Ursachen dieser Niederlage geklärt und die Frage beantwortet werden kann, warum dieses Ergebnis tatsächlich negativ für den ANC ist, werden einige Aspekte der Wahlen analysiert.

Bis zur diesjährigen Wahl kontrollierte der ANC alle Großstädte außer Kapstadt, so wie er auch in allen Provinzen außer dem Westkap an der Macht ist.

Der Verlust von Nelson Mandela Bay im Ostkap, welches als "Wiege des ANC" symbolische Bedeutung hat, der Verlust von Tshwane, wo die Regierung ihren Sitz hat, und der Verlust von Johannesburg sind schwere Schläge für den ANC.

Link zur englischen Version des Artikels

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