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Brüssel
Ursula Männle eröffnet erstes Europasymposium 'Net@Work'

Auf Initiative des Wilfried Martens Centre for European Studies, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Hanns-Seidel-Stiftung fand am 19. und 20. April 2016 in Brüssel das erste öffentliche Europasymposium europäischer Partnerstiftungen unter dem Titel 'Net@Work' statt. Zu den Ehrengästen zählte auch die Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Prof. Ursula Männle, die das Forum gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Martens Centre und ehemaligen slowakischen Ministerpräsidenten, Mikulás Dzurinda, sowie Dr. Wolfgang Maier, stv. Hauptabteilungsleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung, eröffnete.

 

Panel der Kós Károly Academy (Rumänien) zu Fragen der ethnischen Minderheiten in Europa

Panel der Kós Károly Academy (Rumänien) zu Fragen der ethnischen Minderheiten in Europa

In ihrer Eröffnungsansprache unterstrich Prof. Männle die Bedeutung einer intensiven Zusammenarbeit der einzelnen Partnerstiftungen im europäischen Stiftungsverbund des Martens Centre. Diese offizielle Denkfabrik der Europäischen Volkspartei (EVP) wurde im Jahr 2007 mit Unterstützung der Hanns-Seidel-Stiftung als politische Stiftung etabliert und zählt inzwischen mehr als 30 Mitgliedstiftungen. Ihr Netzwerk leistet einen wichtigen Beitrag zur Setzung prioritärer Themen auf EU-Ebene, zur Harmonisierung von differenzierenden Standpunkten und zur Erarbeitung von gemeinsamen Diskussionsgrundlagen, indem es frühzeitig den Informations- und Meinungsaustausch unter den Mitgliedstiftungen fördert.

Prof. Männle wies auch auf die herausragende Rolle Brüssels als Standort für politische Entscheidungen hin, die alle EU-Länder tangierten. Sie begrüße daher den Ausbau der Kompetenzen des Europäischen Parlaments und die zunehmende Professionalisierung der Entscheidungsfindung. Auch das Europasymposium biete einen geeigneten Rahmen, um innerhalb des politischen Spektrums der Mitgliedstiftungen überzeugende Antworten auf die komplexen Herausforderungen unserer Zeit zu erarbeiten und dem aufkeimenden Populismus mit verantwortungsvoller Regierungsführung entgegenzuwirken. Bei der Verteilung von Kompetenzen zwischen den Mitgliedstaaten und der EU müsse der europäische Mehrwert wieder stärker in den Vordergrund rücken, um die anfällig gewordene EU-Architektur zu stützen und das europäische Projekt wieder zu beleben.

Panel der Politischen Akademie der Österreichischen Volkspartei zu Herausforderungen durch den demographischen Wandel

Panel der Politischen Akademie der Österreichischen Volkspartei zu Herausforderungen durch den demographischen Wandel

Am Folgetag diskutierten mehr als 200 Politiker und Fachleute aus den verschiedenen Mitgliedstaaten im Rahmen von insgesamt neun Diskussionsforen zu folgenden Themenkomplexen: Migration, Flüchtlingskrise und Integration, Sicherheit und demographische Herausforderungen, ethnische Minderheiten, politische und wirtschaftliche Stabilität und Reformen in der EU sowie Subsidiarität und regionale Zusammenarbeit.

Die Federführung bei der Organisation der Diskussionsforen übernahmen Partnerstiftungen aus der Tschechischen und aus der Slowakischen Republik, aus Spanien, Italien, Griechenland, Österreich, Rumänien und Ungarn.

Die Teilnehmer nutzten die zahlreichen Gelegenheiten zum regen Informations- und Meinungsaustausch in einer offenen und konstruktiven Arbeitsatmosphäre. Die Initiative, die besonders auch den kleineren Partnerstiftungen eine viel beachtete Plattform bot, diente nicht nur der internen Meinungsfindung, sondern auch der Präsentation landesspezifischer Standpunkte und Herausforderungen, und sie bezog gleichzeitig eine breitere europäische Öffentlichkeit mit ein.

Kontakt
Leiter: Dr. Markus Ehm
Auslandsbüro Brüssel
Leiter:  Dr. Markus Ehm
Telefon: +32 2 230-5081
E-Mail: bruessel@hss.de