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20 Jahre Aktionsbündnis gegen Frauenhandel
Der Kampf geht weiter!

Hunderttausende Mädchen und junge Frauen werden jährlich zu Opfern einer gigantischen Sexindustrie. Das wirtschaftliche Elend, die familiäre Not und die Perspektivlosigkeit der Frauen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in Afrika sind idealer Nährboden für die falschen Versprechungen skrupelloser Menschenhändler. – Dieser modernen Sklaverei hat das Aktionsbündnis gegen Frauenhandel vor 20 Jahren den Kampf angesagt.

Hilfsorganisationen und Experten schätzen, dass in Deutschland etwa 200.000 bis 400.000 Frauen in der Prostitution sind – größtenteils unter Zwang. 90% der Frauen haben Migrationshintergrund und kommen vor allem aus Rumänien, Bulgarien und anderen Balkanstaaten, aber auch aus Afrika und Asien. Die jährlichen Umsätze im Bereich der Prostitution liegen bei rund 15 Milliarden Euro. Dieser Profit geht vor allem an Bordellbetreiber, Schlepper und Schleuser. – Wo stehen wir im Kampf gegen Frauenhandel? Hierzu haben wir Frau Professor Ursula Männle, eine Wegbereiterin des Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel, für Sie interviewt.

Prof. Männle sitzt auf ihrem Stuhl auf einem Podium der Hanns-Seidel-Stiftung und lächelt

Prof. Ursula Männle war jeweils 13 Jahre Mitglied des Bayerischen Landtages und des Deutschen Bundestages sowie Bayerische Staatsministerin für Bundesangelegenheiten. Von 2014 bis 2019 war sie Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung. Ferner war Ursula Männle u.a. zwölf Jahre Bundesvorsitzende "Berufstätige Frauen" in der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und zehn Jahre Diözesanvorsitzende von "IN VIA": Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit. Für das Aktionsbündnis gegen Frauenhandel engagiert sie sich seit 20 Jahren.

HSS: Sehr geehrte Frau Professor Männle, Sie engagieren sich seit Jahrzehnten im Kampf gegen Frauenhandel. Wie kam es zu diesem Engagement?

Prof. Männle: Im Rahmen meiner verbandlichen und politischen Arbeit war ich viel im Ausland unterwegs. Besonders interessiert war ich an der Lage der Frauen in den jeweiligen Ländern. Die kulturellen Prägungen und die materiellen Bedingungen benachteiligten Frauen und machten sie leicht zu Opfern, gerade auch der sexuellen Ausbeutung. In Thailand z.B. wurden Mädchen aus nördlichen, marginalisierten Stämmen von ihren Eltern an Händler verkauft. Sie landeten in den Bordellen Bangkoks und viele männliche Touristen kauften sie. In den Philippinen versprachen Menschenhändler jungen Frauen aus den Slums von Manila eine goldene Zukunft in Europa und vermittelten sie als Bräute auf Bestellung mit Rückgaberecht an Männer in Australien und Deutschland. Nicht selten landeten sie auch in der Sexindustrie. Ich könnte noch viele andere Beispiele aus Afrika und Lateinamerika aufzählen. In den Frauenverbänden diskutierten wir diesen Missbrauch und machten ihn öffentlich. Als Mitglied im Deutschen Bundestag ergab sich dann die Möglichkeit, aktiv die Gesetzgebung zu beeinflussen und durch Finanzierung von Projekten im In- und Ausland zu helfen. Auch die Weltfrauenkonferenz 1985 in Nairobi war ein gutes Forum, das Problem des Frauenhandels zu thematisieren und Verbindungen zu knüpfen.

HSS: Wir haben das 20-jährige Bestehen des Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel im April mit einer hochrangig besetzten Jubiläumsveranstaltung gefeiert. Wofür steht das Aktionsbündnis? Warum ist die Arbeit so wichtig?

Das Aktionsbündnis ist ein Netzwerk von Organisationen, vorwiegend aus dem kirchlichen Bereich, das durch Informations-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit eine Sensibilisierung für das Problem des Frauenhandels leistet, das sich durch den Fall des Eisernen Vorhangs dramatisch entwickelt hat. Auch grenzüberschreitende Zusammenarbeit prägt das Engagement.

Hunderttausende von Frauen sind allein in Europa vom Menschenhandel betroffen, einer neuen Form von Sklaverei. Die meisten von ihnen landen unfreiwillig in der Prostitution. Es ist eine besonders widerliche Form der organisierten Kriminalität. Die Ware Frau verspricht hohen Gewinn (höher als Rauschgift oder Waffenhandel) und für die Schleußer und Menschenhändler ist die Entdeckung selten und damit das Strafverfolgungsrisiko gering. Diesen Kriminellen muss das Handwerk gelegt und den betroffenen Frauen geholfen werden. Zwangsprostitution ist elementarer Verstoß gegen Menschenrechte.

Das Aktionsbündnis gegen Frauenhandel

Vor 20 Jahren haben sich zahlreiche, vornehmlich kirchliche Organisationen, Verbände und Beratungsstellen im bayerischen Raum zum „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ zusammengeschlossen. Seitdem veranstaltet das Aktionsbündnis mit dem katholischen Osteuropahilfswerk Renovabis und seit 2004 auch gemeinsam mit der Hanns-Seidel-Stiftung jährlich Fachtagungen mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wissenschaft, von Fachberatungsstellen, Polizei und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, eine breite Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen und Fachleute im Kampf gegen den Menschenhandel miteinander zu vernetzen.

Zum Kontakt und Ihren Ansprechpartnern

Die Aufzeichnung in voller Länge: Jubiläumsveranstaltung - Online-Fachtagung „20 Jahre Aktionsbündnis gegen Frauenhandel - Der Kampf geht weiter“. Zoom-Konferenz vom 28. April 2021.

©HSS

(v.l.n.r.) Burkhard Haneke im Gespräch mit den Wegbereiterinnen des Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel: Sr. Lea Ackermann, Prof. Ursula Männle und Eleonore von Rotenhan.

©HSS

HSS: Das Prostitutionsgesetz von 2002 sollte Frauen stärken und vor Ausbeutung schützen, was jedoch nicht erreicht wurde. Mit dem neuen Prostituiertenschutzgesetz hat die Bundesregierung 2016 nachgebessert. Es sieht eine Anmeldepflicht und eine Gesundheitsberatung für Prostituierte vor, eine Erlaubnispflicht für das Prostitutionsgewerbe, eine Kondompflicht sowie ein Werbeverbot. Welche Wirkungen erzielt das Prostituiertenschutzgesetz im Kampf gegen Frauenhandel?

Zunächst muss festgehalten werden, dass das Prostitutionsgesetz von 2002 dazu beigetragen hat, dass Deutschland zum Bordell Europas wurde. Die Sittenwidrigkeit der Prostitution wurde abgeschafft und Prostitution quasi als Beruf anerkannt. Prostitution wurde zur Dienstleistung. Das Gesetz sollte der Prostituierten die Einklagbarkeit ihres Lohnes sichern, den Zugang zur Sozialversicherung erleichtern, den kriminellen Begleiterscheinungen der Prostitution den Boden entziehen und bessere Arbeitsbedingungen gewährleisten. Die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Im Gegenteil. Alle Berichte bestätigten, dass die Ziele nicht erreicht werden konnten und das rotgrüne Prostitutionsgesetz – eines der liberalsten Prostitutionsgesetze der Welt – in der Praxis scheiterte. Eingeführt um die Prostituierten zu stärken, hatten die Behörden nur noch geringe Kontrollmöglichkeiten. Deutschland sei zum Eldorado für Zuhälter und Bordellbetreiber geworden. Laut Gesetz dürfen sie Frauen Anweisungen erteilen und die Polizei könne nur zuschauen, beklagten führende Polizeivertreter. Die Ausbeutung der Frauen verstärkte sich.

Das Prostituiertenschutzgesetz von 2016 brachte nur wenig Verbesserungen. Zwar besteht nun eine persönliche Anmeldepflicht für alle Prostituierten, sowie der Nachweis einer gesundheitlichen Beratung, eine Zuverlässigkeitsüberprüfung der Betreiber von Prostitutionsstätten und eine Erlaubnispflicht für diese Stätten. Die Behörden bekommen durch das Gesetz umfassende Überwachungsbefugnisse. Sie prüfen beispielsweise, ob die Betriebskonzepte, die unter anderem sog. Flatrate-Bordelle oder sog. Rape-Gang-Bang-Partys untersagen, eingehalten werden. Aber ob das eingeschränkte Weisungsrecht der Betreiber gegenüber Prostituierten oder die Kondompflicht kontrolliert werden können, bleibt zu bezweifeln. Auch wird das Gesetz dem Schutzbedürfnis der unter 21-jährigen Prostituierten nicht gerecht. Freiern, die zu Zwangsprostituierten gehen, drohen Freiheitsstrafen. –  Die Frage bleibt, wie wirksam diese Regelungen umgesetzt und kontrolliert werden. Viele Experten befürchten ein Ausweichen in die Illegalität.

Nicht angegangen wird das Hauptproblem der Prostitution, nämlich die Nachfrage. Ohne Freier keine Prostitution. Hier muss in Zukunft angesetzt werden.

HSS: Der Sexkauf wird in Studien als Hindernis auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft gesehen. Das sog. „Nordische Modell“ bekämpft Prostitution und Menschenhandel, indem Sexkäufer bestraft werden und dadurch die Nachfrage sinkt. Das Nordische Modell wurde in Schweden, Norwegen, Island, Kanada, Nordirland, Frankreich und in der Republik Irland umgesetzt, das EU-Parlament empfiehlt seinen Mitgliedsstaaten die Einführung. Wie stehen Sie zum Sexkaufverbot nach Nordischem Modell? Ein Modell auch für Deutschland?

Ich gebe zu, dass ich anfangs skeptisch war, ob ein Verbot des Sexkaufes tatsächlich das Problem der Prostitution löst. Inzwischen bin ich jedoch für die Einführung des sog. Nordischen Modells auch in Deutschland. Es verurteilt und bestraft den Nachfrager nach sexuellen Dienstleistungen, nicht aber die Frau. In Ländern, die gesetzlich Prostitution verbieten, lässt sich inzwischen nahezu keine Zwangsprostitution nachweisen. Die Schweden verabschiedeten bereits 1999 Regelungen, die den Markt für den Handel mit Frauen abschafft: nämlich Bestrafung für Freier und Zuhälter bei völliger Entkriminalisierung der Frauen und Angebote für den Ausstieg aus der Prostitution. Dem Beispiel Schwedens folgten inzwischen Norwegen, Island, Irland, Israel und sogar Frankreich. Mehrheitlich empfahl 2014 das Europäische Parlament den Mitgliedsstaaten, dem Beispiel zu folgen. Vielleicht entschließt sich ja der nächste deutsche Bundestag zum Verbot des Sexkaufes. Immerhin haben Abgeordnete verschiedener Parteien einen Appell zur Abschaffung der Prostitution unterzeichnet und es gründen sich Bündnisse aus der Zivilgesellschaft.

Vielleicht hat gerade die Corona-Krise zum Umdenken beigetragen. Entlarvt wurde das Bild der freiwilligen, selbstbestimmten und unabhängigen Prostituierten, wie es in Talkshows und selbst bei Bundestagsanhörungen vermittelt wurde. In einem bemerkenswerten Beitrag in der Wochenzeitschrift Die Zeit schrieb eine Prostituierte und Mitbegründerin des Bundesverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen zur Schließung der Bordelle, dass sie zum Glück Rücklagen gebildet hätte. “Die meisten meiner Kolleginnen konnten das nicht, sie haben keinerlei finanzielle Reserven, sie stehen vor dem Ruin“ und weiter „Viele der Frauen, die da arbeiten, leben dort auch. Sie wurden mit ihrem Hab und Gut auf die Straße gesetzt. Sie sind jetzt obdachlos. Diese Frauen sind zum Großteil Migrantinnen, die nicht mehr zurück in ihre Heimat können“. So kommt die Wahrheit verklausuliert ans Licht. Die Frauen sind doch nicht angemeldet, haben keinen privaten Wohnraum, keine Kranken- und Sozialversicherung, sind nicht angestellt und auch nicht selbständig: also Zwangsprostituierte. Aber die Bordellbetreiber beantragen für sich Soforthilfen des Staates.

Wenn Deutschland nicht länger als das Bordell Europas gelten will, muss es sich dem Beispiel der anderen Länder anschließen. Ein erster Schritt wäre die Beibehaltung der Bordellschließungen auch nach der Corona-Pandemie.

HSS: Frau Professor Männle, wo stehen wir im Kampf gegen Frauenhandel? Was haben wir bisher erreicht? Was bleibt zu tun?

Gesetzesänderungen brauchen Zeit. Und bis dahin muss diese genutzt werden, den begonnenen Weg fortzusetzen und bei der Bewusstseinsänderung der Öffentlichkeit mitzuwirken: Prostitution ist Menschenrechtsverletzung.

In den vergangenen 20 Jahren hat das Aktionsbündnis gegen Frauenhandel viel erreicht: die jährlichen großen Tagungen in vielen Städten Bayerns brachten nicht nur die Akteure zusammen, sondern trugen durch die jeweiligen Spezialthemen dazu bei, die Breite und Tiefe der Problematik aufzuzeigen und Lösungsansätze zu diskutieren. Sie vertieften das Verständnis von Polizei, Justiz, Fachberatungsstellen, Frauenverbänden und Vertreterinnen und Vertretern der Politik und Behörden. Sie klärten auf über die psychischen Folgen bei den betroffenen Frauen. Ferner wurde das Bild, das durch Berichterstattung in den Medien gezeichnet wird, problematisiert. Auch die Ursachen des Frauenhandels spielten eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt die Analyse der Einträge in den sog. Freierforen brachte die ganze Frauenverachtung und den Missbrauch zum Ausdruck.

Wichtig war auch, dass die Zusammenarbeit durch offizielle Vereinbarungen beschlossen und die Notwendigkeit der Finanzierung der Fachberatungsstellen und Schutzwohnungen angestoßen wurden. Dies ist sicherlich noch ausbaufähig.

Obwohl das Aktionsbündnis gegen Frauenhandel vornehmlich in Bayern wirkt, blieb es nicht darauf beschränkt. Die Situation in den Herkunftsländern muss bei der Lösung des Problems beachtet werden. Die dortige schlechte Situation der Frauen, ihre Herkunft oft aus marginalisierten Gruppen (wie z.B. Roma), die fehlende Aufklärung über die Bedingungen im Ausland sowie das Fehlen von Hilfsangeboten und Rückkehrhilfen, führte zur Zusammenarbeit mit den (leider noch wenigen) Nichtregierungsorganisationen und zum Aufbau eines Netzwerkes. Und wie in Deutschland, wurden die Sicherheitsorgane motiviert, beim Schutz der Frauen mitzuwirken. Inzwischen gibt es in vielen Ländern staatliche Stellen, die sich des Problems bewusst sind und bei der Lösung mitarbeiten

Die Hanns-Seidel-Stiftung hat durch ihre internationale Arbeit insbesondere in Ost- und Südosteuropa die Problematik des Menschenhandels früh erkannt. Ihre Programme zur demokratischen Entwicklung, bei denen vornehmlich staatliche Institutionen wie Polizei und Justiz die Adressaten waren, entwickelten sich recht erfolgreich. Es entstanden viele persönliche und institutionelle Kontakte, die konkrete Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg (oft sogar unter Umgehung des langwierigen Dienstweges) wurde Normalität. Ein wichtiger Ansatzpunkt und von gemeinsamen Interesse war der Kampf gegen die organisierte Kriminalität und dieser bestand auch im Kampf gegen den Frauenhandel.

Was lag also näher als die Kooperation mit den Fachberatungsstellen SOLWODI und Jadwiga – und später mit dem Aktionsbündnis gegen Frauenhandel – aufzunehmen und diese mit den ausländischen Partnern zu vernetzen. Die Stiftung hatte schon in den frühen 1990er Jahren begonnen, in Albanien, Bulgarien, Moldawien, Rumänien, Serbien, in der Tschechische Republik und der Ukraine Tagungen zur Thematik Menschenhandel zu organisieren. Bei diesen Veranstaltungen kamen Vertreterinnen und Vertreter aus den Innenministerien, der Justiz, vereinzelt Politiker und Kirchenvertreter, Polizeibeamte, Staatsanwälte und Richter, Rechtsprofessoren und Ausbilder von Polizeiakademien zusammen. Wir versuchten, die noch spärlich vertretenen Nichtregierungsorganisationen, wie Frauenzusammenschlüsse, Berufsverbände oder soziale Gruppen hinzuzuziehen. Viele Informationen wurden ausgetauscht und bewertet, gegenseitige Vorurteile abgebaut. Deutsche Expertinnen und Experten waren wichtige Partner. Schon vor der Gründung des Aktionsbündnisses wirkten dessen Mitbegründerinnen, Sr. Lea Ackermann (SOLWODI) und Eleonore von Rotenhan (Jadwiga) mit. Heute gibt es in einigen Herkunftsländern erfolgreiche Projekte beider Organisationen zu Fragen der Prävention und Aufklärung, der Beratung und der Hilfe bei Rückkehr und Wiedereingliederung. Die langjährige Arbeit, das Dranbleiben und der ständige Austausch zeigen Früchte.

Die anfängliche Skepsis in den Herkunfts- und Transitländern des Frauenhandels hat sich im Laufe der Zeit entscheidend geändert und beide Seiten, Herkunfts- und Zielländer, sehen den gegenseitigen Nutzen der Zusammenarbeit.

Die Stiftung wird auch weiterhin die Arbeit im Kampf gegen die Zwangsprostitution im In- und Ausland unterstützen, denn dies ist Arbeit im Dienste der Menschenrechte.

HSS: Frau Professor Männle, vielen Dank für das Gespräch!

Kontakt
Leiterin: Dr. Susanne Schmid
Gesellschaftliche Entwicklung, Migration, Integration
Leiterin:  Dr. Susanne Schmid
Telefon: 089 1258-213
Fax: 089 1258-469
E-Mail: schmids@hss.de