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Bundesminister Dr. Gerd Müller in Moskau
Deutschland und Russland: Partner für Klimaschutz und Biodiversität

Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft - diese drei Bereiche werden immer wieder als Beispiele für eine trotz Sanktionen und anderer Hindernisse weitgehend funktionierende deutsch-russische Zusammenarbeit genannt. Dass auch Umweltthemen wie Klimaschutz und Biodiversität immer wichtiger werden für die Beziehungen beider Länder, ist hingegen häufig nur Fachleuten bekannt. Umso wichtiger war ein Besuch des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, in Russland, zu dem er am Ostermontag aufbrach.

Russland als starker Partner beim Klimaschutz, beim Schutz der Biodiversität? Für Bundesminister Gerd Müller ist das eine vielversprechende Perspektive für Deutschland und Europa. Bei einer Diskussionsveranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung sagte Müller, dass man zusammen mit Russland einiges bewegen könnte. 

Bei Gesprächen mit dem für Agrar- und Umweltfragen zuständigen Vize-Ministerpräsidenten Gordejew habe ihm dieser zugesagt, dass Russland noch in diesem Jahr die Ratifizierung des Pariser Klimaschutzabkommen angehen werde, so Müller in Moskau. Der CSU-Minister betonte, dass es von fundamentaler Bedeutung sei, Russland beim Klimaschutz mit im Boot zu haben. Wie beim Thema Klimaschutz wolle er auch in den Fragen der Welternährung und Armutsbekämpfung mit Russland enger zusammenarbeiten, so Müller. Russland habe die Selbstversorgung deutlich gesteigert, und die russischen Erfahrungen und Erfolge in der Landwirtschaft könnten vielen afrikanischen Ländern bei der Bekämpfung des Hungers zugute kommen.

Allianz für Biodiversität

Minister Müller wies darauf hin, dass ein großer Teil der weltweiten Süßwasservorräte (etwa 20 Prozent) und gut 25 Prozent der weltweiten Waldbestände in Russland zu finden seien. Bei den Themen Klimaschutz und Biodiversität könne die Partnerschaft mit Russland Einiges bewegen. Ein Land wie Russland habe enormes Potenzial beim Ausbau erneuerbarer, nicht-fossiler Energien; mit Erneuerbaren könne man Jahrhundertsprünge machen, so der Minister.

Als Fazit seiner Rede bei der HSS-Veranstaltung in Moskau, die in Zusammenarbeit mit dem Europa-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt wurde, betonte Bundesminister Müller, Russland sei ein starker Partner für Deutschland und für Europa. Nach seinem zweitägigen Aufenthalt in der russischen Hauptstadt reiste Müller ins etwa 500 Kilometer südöstlich von Moskau gelegene Woronesch weiter, wo er unter anderem an der dortigen Agraruniversität empfangen wurde und am Kriegerdenkmal Shchuchye der Opfer des Zweiten Weltkriegs gedachte.

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