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So reagieren wir auf die Corona-Krise
Webinare, Podcasts, Service

In der Krise ist auch die Hanns-Seidel-Stiftung kreative Wege gegangen, um ihrem Auftrag weiterhin nachkommen zu können. Home-Office wurde möglich gemacht, Mitarbeiter organisieren sich telefonisch und digital, Bildungsveranstaltungen finden jetzt online statt und über die Website verteilen wir verlässliche Informationen rund um die Pandemie.

Die Corona-Pandemie hat auch die Hanns-Seidel-Stiftung vor gewaltige Herausforderungen gestellt. Nicht nur intern, mit einer verwaisten Stiftungszentrale in München und den allermeisten  Angestellten, die von jetzt auf gleich im Home-Office arbeiteten, sondern auch bei unserer Hauptaufgabe, im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung so vielen Menschen wie möglich politische Bildung zu vermitteln, im Bildungszentrum Kloster Banz, im Münchner Konferenzzentrum und dezentral in der Fläche in Bayern und weltweit.

Mit den Einschränkungen sozialer Kontakte musste auch die Hanns-Seidel-Stiftung auf Präsenzveranstaltungen verzichten. Das hat die Stiftung getroffen.

Unser Serviceportal "Zuhause bleiben" mit aktuellen Informationen und praktischen Tipps für den (Arbeits-)Alltag daheim.

Unser Serviceportal "Zuhause bleiben" mit aktuellen Informationen und praktischen Tipps für den (Arbeits-)Alltag daheim.

istock/ThitareeSarmkasat;YakobchukOlena;puckons;monkeybusinessimages

Ab ins Web

Die Devise musste also lauten: „Ab ins Web“. Den Anfang machte die HSS-Webseite, auf der wir kurz nach Verschärfung der Lage und den verhängten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen auf einem eigenen Serviceportal unter dem Titel „Zuhause bleiben“ zahlreiche, aktuelle und nützliche Informationen zusammenstellten: wichtige Telefonnummern, Erklärung der Beschränkungen, Tipps für das Homeoffice und Vorschläge für Erwachsene, Lehrer und Kinder, wie man die Zeit zuhause sinnvoll nutzen kann, zum Beispiel Links zu digitalen Museums- und Konzertbesuchen oder digitalen Lernangeboten für Schulkinder. Außerdem verbreiten wir seit Beginn der Krise auch über unsere Webseite die aktuellen Informationen zur Pandemie aus dem Bayerischen Innenministerium.

Eine ausgewogene Mischung aus Information und „Infotainment“ ist die Devise auf unseren Social Media Kanälen. Bei Instagram wirken wir mit leichten, unterhaltsamen Inhalten und tragen dazu bei, die Stimmung und Moral unserer Follower hoch zu halten – zum Beispiel haben wir gerade die Suche nach der schönsten Nasen-Mund-Maske ausgerufen. Ergebnis: die Bayerische Bevölkerung ist sehr stilsicher und legt Wert auf den ästhetischen Atemschutz. Auf Twitter haben wir uns mit harten Fakten und Informationen an unsere Follower gewandt, während auf Facebook ein breites deutschlandweites Publikum mit aktuellen Informationen, Hintergründen und Hinweisen rund um die Pandemie versorgt wird.

„Digitale Bildung bei uns hat wegen Corona rasant an Fahrt aufgenommen“, sagt Stefanie von Winning, Leiterin des Instituts für Politische Bildung und svt. Generalsekretärin der Hanns-Seidel-Stiftung)

„Digitale Bildung bei uns hat wegen Corona rasant an Fahrt aufgenommen“, sagt Stefanie von Winning, Leiterin des Instituts für Politische Bildung und svt. Generalsekretärin der Hanns-Seidel-Stiftung)

HSS, Istock, Mihaildechev

Schon 100 Online-Seminare in der Corona-Krise

Zurück in der analogen Welt war schnell klar, dass unsere unzähligen Präsenzveranstaltungen kompensiert und das breite Bildungsangebot der Stiftung weiter aufrecht erhalten werden musste. Einfach den Betrieb ersatzlos einzuschränken, wäre bei einer öffentlichen Institution ganz undenkbar gewesen. Deswegen suchte die Stiftung den noch schnelleren Weg ins Netz.

Bereits bestehende Pläne, Bildungsangebote auch online durchzuführen, wurden also durch COVID-19 stark beschleunigt. Bereits vor Corona hatte die Stiftung mehrere Online-Seminar-Testläufe gemacht und so konnten wir ab März Seminare komplett ins Internet verlegen, ohne dabei auf die gewohnte Vielfalt und Breite der Themen verzichten zu müssen. Gerade werden noch unterschiedliche Software-Systeme getestet, weitere Erfahrungen gesammelt und eine Strategie entwickelt, wie die Stiftung diese seit dem ersten Tag gut angenommenen Formate künftig nutzen wird.

Am 7. Mai konnten wir in unserem 100. Online-Seminar, in diesem Fall aus der Reihe „Blick in die Welt – was das Ausland bewegt“, durch unsere Mitarbeiter vor Ort über die Situation in Brüssel, der Ukraine, Großbritannien, Russland, den USA, Frankreich und Nordkorea mit China informieren. Die Anmeldung lief, wie bei allen Online-Seminaren, über die Homepage der Hanns-Seidel-Stiftung.

„Digitale Bildung bei uns hat wegen Corona rasant an Fahrt aufgenommen“, sagt die Leiterin des Instituts für Politische Bildung, Vize-Generalsekretärin, Stefanie von Winning. „Acht Wochen nach den Kontaktbeschränkungen bieten wir bereits das 100. Webinar an. Das Angebot wird bisher gut angenommen.“

Markus Ferber auf einem Stuhl mit Mikro erklärt gerade etwas

Markus Ferber, MdEP, Vorsitzender der HSS: „Wir werden unserem Bildungsauftrag auch in der Krise gerecht.“

©HSS

Vorsitzender Markus Ferber: Digitale Bildungsangebote in die Stiftungsarbeit integrieren

Einen strategischen Ausblick gibt der HSS-Vorsitzende, Markus Ferber, MdEP: „Das Ziel ist es jetzt, digitale Bildungsangebote langfristig in die Stiftungsarbeit zu integrieren“, so Ferber. Der Europapolitiker hat selbst bereits in einer Videokonferenz mit dem griechischen Ministern Staikouras und Tarantilis die Herausforderungen der Krise für die Europäische Wirtschaft diskutiert. Genauso sprach Ferber im  „Alpentalk“ mit dem Präsidenten der Südtiroler Handelskammer, Dr. Michl Ebner, und seiner Tiroler Kollegin aus dem Europäischen Parlament, Barbara Thaler, über die Erfahrungen, die unsere unmittelbaren Nachbarn in der Krise gemacht haben und wie eine noch engere Zusammenarbeit in Zukunft gestaltet werden könnte. Ferber resümiert: „Fest steht, dass wir mit diesen Online-Angeboten unserem Bildungsauftrag auch in der Krise gerecht werden“.

Seminare im Web, in den Bildungszentren und in der Fläche

HSS-Generalsekretär Oliver Jörg ergänzt, dass parallel auch an Konzepten für die Wiederöffnung des Bildungszentrums Kloster Banz und des Münchner Konferenzzentrums sowie an Präsenzseminaren in der Fläche gearbeitet werde. Er hofft, dass diese bald wieder möglich werden. „Denn auch wenn wir uns im Web neue Zielgruppen erschließen und so Politische Bildung noch breiter aufstellen können, sind manche Themen im Präsenzseminar besser zu präsentieren. Wir werden in Zukunft unsere Angebote sicher diversifizieren: Seminare im Web, in den Bildungszentren und in der Fläche.“

Podcasts for future

Ein weiteres neues Format wurde in der Krise geboren, nämlich der HSS-Podcast „Satzzeichen“. Jeden Freitag um 17 Uhr geht auf dem HSS.de-Medienportal dieser Podcast ins Netz auf Spotify, iTunes und Deezer. In dem neuen Format beschäftigen wir uns mit Themen rund um Medien und Kommunikation. Krisenkommunikation in Corona-Zeiten, Wiederaufleben der seriösen Medien wegen des deutlich gestiegenen Bedürfnisses nach verlässlichen Informationen, Digitalisierungsschub durch auch eine plötzlich veränderte Arbeitswelt oder Sportjournalismus ohne Sportevents waren dabei schon Themen sowie die Macht der Zahlen in Statistiken. Auch dieses Format werden wir sicher fortsetzen. Freuen Sie sich auch darauf.

Kontakt
Leiter: Thomas Reiner
ZA 1: Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Leiter:  Thomas Reiner
Telefon: 089 1258-500
E-Mail: Reiner-T@hss.de