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„Religion Matters“ – die interreligiöse Interviewreihe mit Führungspersönlichkeiten der Weltreligionen
Orientierung in der Krise

Welche Antworten bietet der Glaube in schwierigen Zeiten? Im Interview mit hohen Religionsvertretern fragen wir, wie die verschiedenen Religionen und Konfessionen mit den Problemen der Gegenwart umgehen und was wir voneinander lernen können.

Die Videointerviews wurden im Bildungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung in Kloster Banz geführt und dort produziert – seit rund 1000 Jahren ein Ort der Spiritualität und Begegnung.

Die Videointerviews wurden im Bildungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung in Kloster Banz geführt und dort produziert – seit rund 1000 Jahren ein Ort der Spiritualität und Begegnung.

Die Corona-Pandemie hat die globalen Lebensadern und ihre Gesellschaften an ihrer Achillesverse getroffen. Sie stellt Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion und Gesellschaft in einem ohnehin schon bestehenden Zeitalter wachsender Unsicherheiten vor ungeahnte Herausforderungen.

Wir brauchen dringend Antworten und Orientierung, vor allem aber Zuversicht, um gestärkt aus dieser Krise herauszukommen. Die interreligiöse Interviewreihe „Religion Matters“ der Hanns-Seidel Stiftung lässt religiöse Führungspersönlichkeiten der großen Weltreligionen zu Wort kommen, um ihre Perspektiven auf die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen herauszuarbeiten. So kann sich der Zuschauer selbst ein Bild machen, wie unterschiedliche Religionen und Konfessionen die schwierigen Fragen unserer Gegenwart angehen. Über diese Interviewreihe will die Hanns-Seidel-Stiftung außerdem diese religiösen Führungspersönlichkeiten indirekt in ein Gepräch miteinander bringen, von dem der interreligiöse Dialog weltweit profitieren soll.

Mann im Anzug, freundlich lächelnd

Oliver Rolofs

Oliver Rolofs ist Mitgründer und Managing Partner der Münchner Kommunikations- und Strategieberatung connecting trust. Er berät Wirtschaftsführer, politische Entscheidungsträger sowie religiöse Führer aus aller Welt in Fragen der strategischen Kommunikation, Public Affairs, Resilienz und Sicherheit sowie dem interreligiösen Dialog. Der ehemalige Kommunikationschef der Münchner Sicherheitskonferenz ist studierter Politikwissenschaftler, Völkerrechtler und Soziologe.

Im Mittelpunkt der einzelnen Interviews steht die Frage, inwieweit Glauben und Religion in Zeiten wachsender Komplexitäten und Unsicherheiten Antworten geben können. Wie kann religiöse Kompetenz die Politik aktuell in der Krisenbewältigung ergänzen? Wie steht es um die Religionsfreiheit weltweit und den interreligiösen Dialog? Welche Strategien braucht es, um die Polarisierung der Gesellschaft zu überwinden und Extremismus und Terrorismus zu bekämpfen?

Für „Religion Matters“  haben wir mit dem Sicherheitsexperten Oliver Rolofs unter anderem die Erzbischöfin der Schwedischen Kirche, Antje Jackelén, interviewt, außerdem den Präsidenten der Konferenz der Europäischen Rabbiner, Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, den Bischof von Arabien Paul Hinder, den Patriarchen der Syrisch-Orthodoxen Kirche, Moran Mor Ignatius Afrem II., und Sheikh Eşref Efendi vom ehrenwerten Sufi-Orden „Naqshbandiyya“.

Dame mit Brille und erzbischöflichem Gewand, freundlich lächelnd.

Dr. Dr. h.c. Antje Jackelén wurde 1955 in Herdecke (Nordrhein-Westfalen) geboren. 2013 wurde die Theologin zur 70. Erzbischöfin von Uppsala und damit zur höchste Repräsentantin der Schwedischen Kirche gewählt, nachdem sie sechs Jahre lang als Bischöfin von Lund (Schweden) tätig war. Von 2001 bis 2003 lehrte sie an der Lutherischen Hochschule für Theologie in Chicago (USA) als Professorin für Systematische Theologie. Von 2003 bis 2006 war sie Direktorin des „Zygon Center for Religion and Science“ in Chicago.

Antje Jackelen

Interview mit Erzbischöfin Antje Jackelén

Den Auftakt der interreligiösen Interviewreihe „Religion Matters“ der Hanns-Seidel-Stiftung macht die Erzbischöfin von Uppsala und Primas der Schwedischen Kirche, Antje Jackelén. Im Interview nimmt sie unter anderem Stellung zur jüngsten islamistischen Terrorwelle und betont, dass es elementar ist, zwischen Muslimen und Islamisten zu unterscheiden und Pauschalverdächtigungen zu vermeiden. Jetzt sei die Zusammenarbeit aller guten Kräfte erforderlich, um Fundamentalismus und religiös motiviertem Extremismus entschieden entgegen zu arbeiten.

Das Oberhaupt der Schwedischen Kirche zeigte sich im Interview auch über die aktuelle Weltlage und die bisherigen Errungenschaften der Gleichberechtigung besorgt. Heute lebe man in einer „5-P-Welt“, die aus Polarisierung, Populismus, Protektionismus, Post-Faktizität und dem Patriarchat bestehe und eine gefährliche Synergie bilde, patriarchalische Strukturen weiter zu verstärken.

Die Corona-Pandemie habe eindrucksvoll gezeigt, dass „wir alle im gleichen Boot sitzen, wenn auch an unterschiedlichen Positionen“. Umso mehr brauche man jetzt einander, „um gemeinsam für die Menschenwürde und die Schöpfung zu arbeiten“. Nur so könne die „neue Normalität“ Formen annehmen.

Kontakt
Leiter: Dr. Philipp W. Hildmann
L3: Kompetenzzentrum Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Interkultureller Dialog
Leiter:  Dr. Philipp W. Hildmann
Telefon: 089 1258-492
E-Mail: hildmann@hss.de