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Hanns-Seidel-Stiftung macht mit
Die Lange Nacht der Demokratie

Endlich ist es wieder soweit: Am 2. Oktober ist die "Lange Nacht der Demokratie". Sie ermöglicht Inspiration, Begegnung und Reflexion zur Bedeutung unserer Demokratie. Wir fragen diesmal: Was hält unsere Gesellschaft zusammen – in der Kommune, in Bayern, in Deutschland und in Europa? Seien Sie dabei!

  • Informationen und Programm
  • Videostatement - DDR-Zeitzeuge und ehemaliger politischer Gefangener, Thomas Lukow
  • Videostatement - Aktivistin Corinna Wagner

Die Lange Nacht findet in über 30 Kommunen im Freistaat zeitgleich statt, von Coburg bis Rosenheim. Wir wollen in der Nacht vor dem Tag der Deutschen Einheit in vielfältigen Formaten über Demokratie philosophieren, diskutieren, streiten und slammen, wir wollen Musik und Kultur genießen, lachen und feiern. 

Stilisierte Regentropfen in der Nacht mit der Schrift: Lange Nacht der Demokratie

Am Samstag, 2. Oktober, 15 Uhr bis Mitternacht im Münchner Werksviertel-Mitte

Wertebündnis Bayern

Die Hanns-Seidel Stiftung unterstützt die „Lange Nacht der Demokratie“, ein Projekt des Wertebündnis Bayern. Wir werden mit unseren MItarbeitern vor Ort sein und für Sie am Samstag, 2. Oktober, im Werksviertel-Mitte als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Zudem präsentieren wir Ihnen zwei Workshops im „UMADUM“:

  • Ab 19.30 bis Mitternacht haben Sie die Gelegenheit, während einer Fahrt im UMADUM die Geschichte des DDR-Zeitzeugen und ehemaligen politischen Gefangenen, Thomas Lukow, zu hören (eine Fahrt dauert ca. 30 Minuten).
  • In einer anderen Gondel erarbeitet Frau Corinna Wagner mit Ihnen Expertenwissen zum Thema „Verschwörungserzählungen“.

#langenachtderdemokratie:

Die "Lange Nacht der Demokratie" München findet im Werksviertel-Mitte statt. Wir freuen uns mit einem breiten Bündnis an diesem besonderen urbanen Begegnungsort gemeinsam unsere Demokratie zu würdigen. Besonders freuen wir uns auf viele Workshops und Gespräche in UMADUM - Das Münchner Riesenrad! Ermöglicht hat dies unser Crowd-Funding-Wettbewerb Demokratie*Rad!

#wertebuendnisbayern

2010 gegründet vereint das Wertebündnis Bayern knapp 200 Organisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, darunter Kirchen, Lehrer- und Elternverbände sowie Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

2015 wurde das Wertebündnis mit der Gründung der Stiftung durch den Freistaat Bayern zukunftsfähig gemacht. Aufgabe der Stiftung ist es, das Wertebündnis zu unterstützen, um auch in Zukunft die für den Zusammenhalt in einer demokratischen Gesellschaft relevanten Werte ins Bewusstsein zu rufen.

Thomas Lukow

 

 

Ein freundlich lächelnder Mann

Thomas Lukow kam 1981 in der DDR wegen "versuchter Republikflucht" 20 Monate lang in politische Haft. Heute setzt er sich für Demokratie und politische Bildung ein.

Thomas Lukow

Thomas Lukow - Der ehemalige politische Gefangene

Ich wuchs zur Zeiten der DDR in Ostberlin auf. Da meine Eltern überzeugte Anhänger der SED waren, wurde ich im Geiste des Sozialismus erzogen und früh Mitglied in der sozialistischen Kinderorganisation „Junge Pioniere“ und später im kommunistischen Jugendverband „FDJ“.

Als es 1977 zu brutalen Polizeieinsätzen gegen junge Rockfans auf dem Berliner Alexanderplatz kam, trat ich aus Protest aus der FDJ aus. Ich würde bald erfahren, was es in der DDR bedeutete, sich gegen das System zu stellen. Ich wurde mit einem sogenannten „Qualifizierungsverbot“ belegt und musste in der Folge meinen Lebensunterhalt als Kraftfahrer, Rohrleger, Verkäufer oder Kellner verdienen.

Durch meinen Besuch der Musikschule in Berlin-Friedrichshain kam ich in Kontakt mit der oppositionellen Kultur und Musikszene Berlin-Prenzlauer Berg. Meine in dieser Zeit gewachsenen, freundschaftlichen Kontakte zu Menschen in Westberlin, der Bundesrepublik oder im westlichen Ausland wurde von der Staatssicherheit akribisch registriert. 1981 wurde ich verhaftet und wegen „versuchter Republikflucht“ zu 20 Monaten politischer Haft in Berlin-Hohenschönhausen und Bautzen II verurteilt. Im Wirrwarr des Umbruchs konnte ich 1989 mit meiner Frau und den beiden kleinen Kindern nach Westberlin ausreisen. Dort habe ich bei der Verkehrsgesellschaft und später als Manager bei einem Filmdienstleistungsunternehmen gearbeitet. Außerdem war ich viele Jahre im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung tätig. Heute setze ich mich freiberuflich in den Gedenkstätten Hohenschönhausen, Lindenstraße und Bautzen II gegen das Vergessen und für politische Bildung ein.

Corinna Wagner

 

 

Eine freundlich lächelnde Frau

Corinna Wagner hat in Kairo gearbeitet und ist viel gereist, gerade in den Ländern der MENA Region. Sie weiß, wie wertvoll unser Rechtsstaat und unsere Demokratie sind und setzt sich für Meinungsfreiheit und gegen Diskriminierung ein.

Corinna Wagner

Corinna Wagner - Die Aktivistin

Ich habe Ägyptologie und Geschichte studiert, in Kairo gearbeitet und danach bei einem Orientreiseveranstalter in München. In dieser Zeit bin ich viel gereist, unter anderem nach Libyen, Marokko, Sudan, Libanon, Usbekistan und häufig Ägypten - Länder, die heute teilweise Krisengebiete sind oder waren. Deswegen weiß ich, welches Privileg es ist, in einem sicheren und demokratischen Land wie Deutschland zu leben.

Jetzt arbeite ich in verschiedenen Wertebündnisprojekten, wie „Selbstbestimmung und Integration“ und „Antisemitismus. Nein Danke!“ als Workshop-Leiterin. Schwerpunkte meiner Bildungsarbeit sind der Nahe Osten, Integration, Verschwörungserzählungen, Extremismus und Antisemitismus. 

So setze ich mich für die Demokratie, ein friedliches Miteinander und gegen Diskriminierung ein.

Kontakt
Leiter: Wolfgang Schwirz
Landwirtschaft, Umweltschutz, Energie, Verbraucherschutz
Leiter:  Wolfgang Schwirz
Telefon: 089 1258-238
Fax: 089 1258-338
E-Mail: schwirz@hss.de