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Verantwortung für die Umwelt
Umwelt und Wirtschaft

Derzeit beherrscht uns immer noch die Corona-Pandemie, die nicht nur unser Gesundheitssystem herausfordert, sondern auch weite Teile der Wirtschaft und Gesellschaft. Einige Branchen, wie Gastronomie und Hotellerie, sind regelrecht zum Stillstand gezwungen, Menschen müssen Einschnitte im Arbeits- und Alltagsverhalten mittragen und sich zum Teil auf Neues einlassen, wie etwa virtuelle Geschäfte und Kontakte.

  • Klimaschutz wieder TOP-Thema

  • Neu erschienen: Bekenntnisse zur Verantwortung für die Umwelt

  • Videoaufzeichnungen der Buchvorstellung 

Es ist klar, dass es in „Post-Corona-Zeiten“ Anstrengungen brauchen wird, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Oft ist auch von einem Neustart die Rede, denn nicht überall kann ein „Zurück zum vorherigen Zustand“ die Lösung sein, vielmehr sollten die gewonnen Erfahrungen als Chance genutzt werden, bisherige Definitionen, Organisationsformen und Prozesse einer grundsätzlichen Überprüfung zu unterzeihen, eventuell neu zu bewerten und neu aufzustellen. Die Fragen, die sich heute stellen sind: Was ist systemrelevant, wie werden unsere Versorgungsysteme robuster und resilienter oder wie kann der Akzeptanzgewinn im Bereich Digitalisierung und alternativer Formen der Mobilität für die Zukunft genutzt werden?

Klimaschutz wieder Top-Thema

Viele Menschen stellen sich dabei auch die Frage, ob der wirtschaftlich und finanziell notwendige Aufschwung zur alles bestimmenden Aufgabe wird, sodass Klima- und Umweltschutzgedanken zu kurz kommen könnten. Doch das zeichnet sich derzeit nicht ab: Deutschland hat einen CO2-Preis eingeführt, die Europäische Union hat sich ein Klimaschutzgesetz gegeben und auch die USA haben sich unter Präsident Joe Biden mit einem internationalen Klimagipfel am 22. April 2021 zurückgemeldet und ambitionierte Klimaziele präsentiert.

Die Corona-Pandemie hat nämlich auch gezeigt, wie verletzlich der Mensch ist, wie sehr er in die Natur eingegriffen hat und wie rasch sich eine Krise global auswirken kann. Aber auch: wie schnell wir reagieren und handeln können. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft haben Lösungen anzubieten.

Neu erschienen: Bekenntnisse zur Verantwortung für die Umwelt

Dies ist auch der Tenor eines Buches, das Markus Ferber und Henning Kaul herausgegeben haben; der Titel lautet „Bekenntnisse zur Verantwortung für die Umwelt“ (erschienen im Lau-Verlag). Als sie dieses Projekt gemeinsam mit zahlreichen Autoren angingen, wusste noch niemand von der Corona-Pandemie – doch das änderte sich wenig später und so fand auch eine Reflexion über „Resilienz und Nachhaltigkeit in der Corona-Krise“ Eingang in das Buch, das damit aktueller wurde als gedacht. Der Sozialethiker Markus Vogt kommt darin zum Schluss (S. 57f): „Corona hat deutlich gezeigt, wie entscheidend Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung von Krisen sind. Das hat viel mit dem Konzept von Nachhaltigkeit zu tun, insofern man diese als Übergang von der Nachsorge zur präventiven Problembehandlung sowie vom Einzelproblem-Management zur systemischen Sicht definieren kann. Nachhaltigkeit ist die konzeptionelle Antwort auf die Corona-Krise und muss selbst in der Krise strategisch weiterentwickelt werden“.

Wo solche Ansätze der Weiterentwicklung gesehen werden, zeigen weitere Beiträge des Buches auf – von der Rolle der Bildung und achtsamen Verhalten über die Implementierung von Nachhaltigkeitsindikatoren bis zur Kreislaufwirtschaft.

Autor: Silke Franke

Videos der Buchvorstellung

Buchvorstellung Kurzversion

„Viele Leser“ wünscht EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dem Buch – weitere Stimmen zum Thema von Klaus Töpfer, Alois Glück, Christian Bernreiter und unserer Stipendiatin Doris Hermle.

Buchvorstellung Langversion

Kontakt
Leiterin: Silke Franke
Umwelt und Energie, Städte, Ländlicher Raum
Leiterin:  Silke Franke
Telefon: 089 1258-226
Fax: 089 1258-469
E-Mail: franke@hss.de