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Über uns

"Im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung" – mit diesem Motto überschreibt die Hanns-Seidel-Stiftung ihre Arbeit und ihren Auftrag. Dieses Motto gilt sowohl für ihr Engagement im Inland – hier insbesondere natürlich im Freistaat Bayern – wie auch im Ausland.

Der frühere Bundespräsident Roman Herzog bezeichnete einmal die "Erziehung zur Demokratie" als "permanente und eigentliche Aufgabe der politischen Stiftungen". Sie trage dazu bei, "dass die Bürger der offenen Gesellschaft sich so kenntnisreich wie möglich am Entwicklungsprozess der Demokratie beteiligen können".

Das Verständnis für Demokratie muss in jeder Generation neu erworben werden. Gerade jungen Menschen müssen politische Zusammenhänge deutlich gemacht werden. Nur dann wird man sie auch motivieren können, sich selber zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Um es auf einen knappen Nenner zu bringen: Demokratie braucht politische Bildung.

Zu dieser Überzeugungsarbeit für unsere Demokratie und die freiheitliche, rechtsstaatliche und soziale Ordnung gehört aber auch die Vergewisserung und Verankerung der Grundwerte und Normen unseres Gemeinwesens im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Der rasche und tiefgreifende Wandel, in dem sich unser Land befindet, verstärkt den Bedarf an Wertorientierungen, an Verwurzelung in verlässlichen Strukturen und überschaubaren Ordnungsräumen. Anders gesagt: Der wachsende Innovationsdruck auf Staat und Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik macht die Rückbesinnung auf unsere geschichtlichen Wurzeln und unsere geistig-kulturellen Fundamente umso notwendiger.

Seit ihrer Gründung am 11. April 1967 betreibt die Hanns-Seidel-Stiftung politische Bildungsarbeit mit dem Ziel - wie es in der Satzung heißt - die "demokratische und staatsbürgerliche Bildung des deutschen Volkes auf christlicher Grundlage" zu fördern. Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung ist nach dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Hanns Seidel benannt. Parteinahe Stiftungen sind wirtschaftlich, rechtlich und organisatorisch von den jeweiligen Parteien unabhängig, arbeiten jedoch im Sinne deren Grundwerte. Die Hanns-Seidel-Stiftung verkörpert christlich-soziale Werte, welche in unserer Arbeit im In- und Ausland Einfluss finden.

Die politische Bildungsarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung baut auf einem Menschenbild auf, zu dem die freie Entfaltung der Persönlichkeit und ihre Eigenverantwortung ebenso gehören wie die soziale Verantwortung und die Solidarität. Dieser Auftrag ist gerade in unserer Zeit, in der das Erfordernis von mehr Eigenverantwortung, einer neuen "Kultur der Selbstständigkeit" und einer "aktiven Bürgergesellschaft" immer stärker hervortritt, mehr denn je aktuell.

Gegründet wurden wir als Politische Stiftung im Jahre 1967. Der Namenspatron der Stiftung ist der ehemalige Bayerische Ministerpräsident und CSU-Parteivorsitzende, Hanns Seidel. Unser Vorsitzender, Markus Ferber, MdEP, beschreibt unseren Auftrag so: „Als Schule der Demokratie wollen wir auf nationaler und internationaler Ebene Menschen motivieren und befähigen, sich aktiv in die Gestaltung ihrer Gesellschaften einzubringen."  Der Hauptsitz der Stiftung ist in München, wir sind aber weit über seine Grenzen hinaus national und international tätig. Im oberfränkischen Kloster Banz, einer ehemaligen Benediktinerabtei, betreiben wir ein renommiertes Zentrum für Politische Bildung. Unser Motto „Im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung“ leben wir.

Über unsere Arbeit

Als politische Stiftung arbeiten wir im Wesentlichen in vier Bereichen. 

  • Wir untersuchen und bewerteten aktuelle politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends wissenschaftlich,  beraten professionell und fundiert politische Entscheidungsträger und tragen so zu vorausschauendem politischen Handeln bei. Kurz zusammengefasst geht es um Politik- und Gesellschaftsanalyse, Politikberatung und Thinktank.

  • Wir  bieten Ihnen Seminare zu wichtigen politischen und gesellschaftspolitischen Themen an. Das reicht von Veranstaltungen zur politischen Grundbildung über Rhetorik- und Medienschulungen oder Unterstützung bei ehrenamtlichem Engagement bis hin zu Seminaren von A wie Agrarpolitik bis Z wie Zeitgeschichte. Dabei haben wir unterschiedlichste Alters- und Interessengruppen, Vorbildungen sowie aktuell und künftig wichtige Themen im Blick. 

  • Wir fördern wissenschaftlichen Nachwuchses. Begabte junge Menschen, die sich dauerhaft politisch, kirchlich oder anderweitig gesellschaftlich engagieren, erhalten bei uns ideelle und materielle Unterstützung. Rund 1.600 Stipendiatinnen und Stipendiaten fördern wir momentan. Knapp 6.000 Altstipendiatinnen und Altstipendiaten sorgen darüber hinaus für den stetigen Austausch zwischen Erfahrung und neuen Ideen.

  • Wir fördern Entwicklung und Dialog weltweit in 97 Projekte in rund 71 Ländern. Schwerpunkte sind gute Regierungsführung, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Dezentralisierung. Damit leisten wir einen Beitrag, Armut und Fluchtursachen zu bekämpfen, Konflikte zu verhindern und Entwicklung nachhaltig zu gestalten. Unser Ziel sind menschenwürdige Lebensverhältnisse.  

  • Wir bieteten eine Plattform für bilaterale und internationale Konferenzen und Fachtagungen in ganz Europa und in den USA. Im Zuge der Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit unterhält die Hanns-Seidel-Stiftung Auslandsbüros in WashingtonMoskau und Europa. Wir verstehen uns als Brückenbauer und Vermittler in Europa und als Plattform zur Erarbeitung von Lösungsansätzen für schwierige politische Fragen und transnationalen Initiativen.

  • Wir haben eine Informations- und Wissensdatenbank über die Christlich-Soziale Union, halten aber auch allgemein-politische und historische Informationen bereit. Unsere Bibliothek beherbergt 37.000 Bände und rund 400 laufende Zeitschriften und Zeitungen.

Wir ergänzen unser Angebot durch Dialogforen, Ausstellungen und Förderpreise wie zum Beispiel „Die Raute“, eine jährliche Auszeichnung für die beste Schülerzeitung Deutschlands, den „Franz Josef Strauß-Preis“ für Persönlichkeiten, die sich um christlich-soziale Werte verdient gemacht haben oder den „Förderpreis für junge Liedermacher“, der alljährlich im Kloster Banz verliehen wird.


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