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HSS-Vorsitzender Markus Ferber zum Aberkennungsverlangen des FJS-Preises von Viktor Orban
„Wir beobachten die Entwicklung“

Der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Markus Ferber, MdEP, wurde per Brief dazu aufgefordert, den FJS-Preis dem Preisträger Viktor Orban abzuerkennen. Dazu nimmt er hier Stellung.

Markus Ferber, MdEP, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung

Markus Ferber, MdEP, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung

©HSS

„Zunächst darf ich festhalten, dass ich die derzeitigen Entwicklungen in Ungarn mit großer Sorge betrachte. Diese Entwicklungen werden auch von unserem Büro in Budapest verfolgt und analysiert, mit dem ich im stetigen Austausch stehe.

Die aktuell in Frage stehende Verleihung des Franz-Josef-Strauß-Preises an Viktor Orban im Jahre 2001 durch die Hanns-Seidel-Stiftung muss im Lichte der damaligen Zeit gesehen werden. Die Entscheidung hierfür ist im Jahr 2000 gefallen. Sie erfolgte auf Basis von Orbans Verdiensten als junger ungarischer Politiker um den Fall des Eisernen Vorhangs in Europa in der Wendezeit um 1990. Sein damals mutiger Einsatz war ein Beitrag zu einem unbestritten historischen Ereignis, nämlich zur friedlichen deutschen Wiedervereinigung.

Die Hanns-Seidel-Stiftung ist nicht verantwortlich für fundamentale anderweitige Entwicklungen ihrer Preisträger, die zum damaligen Zeitpunkt weder vorhersehbar waren noch heute eine Verleihung unseres Preises ermöglichen würden. Da der Preis vom Vorstand der Stiftung als Gremium verliehen wurde und wird, kann auch nur dieses Gremium über ein weiteres Vorgehen beraten und befinden. Ich werde den Vorstand der HSS mit der Angelegenheit befassen und dabei auch weitere Entwicklungen in Ungarn und auf europäischer Ebene im Auge behalten.“

Kontakt
Leiter: Thomas Reiner
ZA 1: Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Leiter:  Thomas Reiner
Telefon: 089 1258-500
E-Mail: Reiner-T@hss.de