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Referat V/6 Nordostasien
Willi Lange
Tel.: 089 1258-326 | Fax: -340
E-Mail: lange@hss.de

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Argumentation kompakt vom 28. Juli 2016: Die Zukunft Schengens - Grenzenloser Handel, grenzenloses Reisen, grenzenloses Europa?
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Argumente und Materialien der Entwicklungszusammenarbeit 18
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Lehrgangsteilnehmer

Die Qualität der Ausbildung in chinesischen Berufsschulen wird vielfach beklagt. Ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Ausbildungsqualität ist die praxisbezogene fachliche und pädagogische Fortbildung von Lehrkräften der beruflichen Schulen und betrieblichen Ausbildungsstätten. Durch das Berufspädagogische Berufsbildungszentrum Qingzhou und die beiden Berufsbildungszentren Weifang und Shiyan werden jährlich ca. 75 Fortbildungskurse durchgeführt mit ca. 1.450 teilnehmenden Lehrkräften (insgesamt ca. 14.000 Teilnehmertage). Etwa die Hälfte davon entfällt auf Maßnahmen in bzw. für strukturschwache Regionen in Westchina.

Neben den unzureichend qualifizierten Lehrkräften mangelt es in den dortigen Berufsschulen häufigt an der notwendigen technischen Ausstattung sowie an geeigneten Lehrmitteln zur Umsetzung der Kursinhalte. Aus dieser Problematik heraus wurde als modellhafte Lösung eine Kombination aus Selbstbau, Werkzeugen, Schulung, Methodik und Lehrmaterialien entwickelt.

Integriert in den jeweiligen Fortbildungskursen werden zusammen mit den Kursteilnehmern in Projektarbeit geeignete Ausrüstungsgegenstände, Vorrichtungen, Werkzeuge und Hilfsmittel hergestellt, beispielsweise Werkbänke, Schweißtische und -kabinen, Absauganlagen, Untergestelle, Regale, Blechschränke, Spezialwerkzeuge etc.

Ähnliches gilt für den Bereich Lehrmittel. Hier werden Lehrstände hergestellt, z. B. für Kfz-Elektrotechnik, LKW-Druckluftbremsen, PKW- Bremsen oder den Bereich Elektrotechnik (Elektroinstallation, Steuerungstechnik, Solar). Ergänzt wird dies durch umfangreiche Schulungsunterlagen, Versuchsaufgaben und Medien, die teilweise selbst hergestellt werden. Außerdem werden Schnittmodelle hergestellt, z.B. von Motoren, Baugruppen und Aggregaten. In den Fortbildungskursen wird neben den theoretischen Grundlagen der praktische Umgang mit der Ausstattung vermittelt, ebenso eine schüleradäquate und praxisbezogene Methodik.

Für den Selbstbau werden weitgehend chinesische Materialien und Bauteile verwendet. Neben erheblichen Kosteneinsparungen ergeben sich weitere Vorteile: das Kennenlernen landesüblicher Technologien, die leichte und kostengünstige Ersatzteilbeschaffung oder die Zugriffsmöglichkeit auf chinesischsprachige Dokumentationen.

Zudem erhalten die Teilnehmer bzw. ihre Schulen exemplarisch Anregungen, nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ weitere Ausstattung zu bauen bzw. dies auf andere Bereiche zu übertragen.