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Seminarkonzept der neuen Oberstufe vorgestellt

Ingrid Heckner, Mitglied im Landtagsausschuss für Bildung, Jugend und Sport beim Kamingespräch in Wildbad Kreuth
Ingrid Heckner, Mitglied im Landtagsausschuss für Bildung, Jugend und Sport beim Kamingespräch in Wildbad Kreuth

Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner sprach zu Gymnasiallehrern in Wildbad Kreuth
Im Rahmen eines Seminars für Gymnasiallehrer in Wildbad Kreuth,  zum Thema "Handlungsorientierter Unterricht - Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung!", referierte Ingrid Heckner, Mitglied im Landtagsausschuss für Bildung, Jugend und Sport. "Personalentwicklung zielt darauf ab, Menschen für die Arbeitsweise einer lernenden Organisation zu gewinnen!" so die Landtagsabgeordnete, "denn Teamarbeit steht da im Zentrum. Zu einer innovativen Schule gehört für alle Beteiligten eine hohe Kommunikationsoffenheit und eine ebensolche Kommunikationsfähigkeit sowie ein kooperatives Arbeiten und Handeln aus dem Systemganzen heraus". Unterrichtsentwicklung, wie es dieses Seminar anbot, stehe ja bekanntlich häufig am Beginn eines verbesserten und nachhaltigeren Unterrichtserfolges und so lobte die Referentin eingangs die Lehrkräfte ob ihres Engagements.

Ingrid Heckner informierte darüber, dass Bayern für das kommende Schuljahr 2007/2008 zusätzliche 33 Millionen Euro in die Verbesserung der Unterrichtsversorgung investiere. Insgesamt werden 600 weitere Lehrerstellen an Gymnasien, Realschulen und beruflichen Schulen zur Verfügung gestellt. Durch zusätzliche Mittel im Umfang von 240 Planstellen wird der stundenplanmäßige Unterricht an den Gymnasien sichergestellt. Zusätzliche Mittel in Höhe von 206 Lehrerstellen werden zudem für die Vertretungspools bereit gestellt. Mit den Vertretungspools soll gewährleistet werden, dass auch bei Grippewellen und ähnlichen unvorhersehbaren Ereignissen qualifizierte Vertretungskräfte zur Verfügung stehen. Mit den zusätzlichen Mitteln reagiert der Freistaat auch auf die steigenden Übertrittsquoten ins G8: Die Übertrittsquote liegt bayernweit derzeit bei 36,5 Prozent (gegenüber 34 Prozent im Schuljahr 2003/04). Betrachtet man nur die Übertritte aus der Jahrgangsstufe 4 der Grundschule, ergibt sich sogar eine Steigerung von 32,7 auf 36,5%. Das beweist die steigende Popularität des Gymnasiums in allen Bevölkerungsschichten.

Die Wiederholerquoten seien derzeit im G8 signifikant niedriger als am G9, informierte die Landtagsabgeordnete. "Mit dem Konzept für die neue Oberstufe verfolgen wir die folgenden Ziele!", so das Mitglied aus dem Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport:

  • Sicherung der Qualität des bayerischen Abiturs auf der Grundlage einer nachhaltigen und breiten Allgemeinbildung!
  • Orientierung an den u.a. von den Hochschulen (Studierfähigkeit) und der Arbeitswelt geforderten methodischen, personalen und sozialen Kompetenten durch Herausheben der Grundlagenfächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen
  • Vorbereitung auf die Arbeitsweise der Hochschulen und Vermittlung eines umfassenden Orientierungswissens über Hochschulzugänge, Studiengänge, Berufsfelder und spezifische Anforderungen im Rahmen der Seminare.

Ingrid Heckner wies aber auch darauf hin, dass das Seminarkonzept eine veränderte Lehrerrolle erwarte und benötige, besonders in den organisatorisch und methodisch anspruchsvollen Seminaren. Dafür werden aber auch die Lehrerinnen und Lehrer auf diese Herausforderung in einer breit angelegten Fortbildungsoffensive entsprechend vorbereitet werden. Angesichts einer auf Netzwerkbildung ausgerichteten Strategie (Ausbildung schulübergreifender Teams unter Nutzung moderner Kommunikationsmedien) wird sich die Belastung der Lehrkräfte mittelfristig voraussichtlich verringern.

Karin Kobler (li.) und Petra Maywald (im Hintergrund stehend)
Karin Kobler (li.) und Petra Maywald (im Hintergrund stehend)

Das insgesamt drei Tage dauernde Seminar in Wildbad Kreuth bot im Weiteren in den drei Haupteingangsfächern Deutsch, Mathematik und Englisch für die 5. Jahrgangsstufe die Workshops  für "Freie Arbeitsformen an Unterrichtsbeispielen" an. Die Arbeitsgruppe Mathematik leitete Ulrike Schätz, Lehrbeauftragte für die Fachdidaktik der Mathematik an der Ludwigs-Maximilian-Universität München, im Fach Englisch arbeiteten Holger Küst und Andreas Rotheimer vom Gymnasium Oberhaching und im Fach Deutsch Andrea Pröls vom Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach mit den Lehrkräften. Oberstudiendirektor Steffan Gutzeit vom Gymnasium Landau referierte über Methoden und Möglichkeiten der inneren Schulreform und in einer weiteren Arbeitseinheit  thematisierten Karin Kobler, Seminarrektorin, und Petra Maywald, Konrektorin, beide an der I.S.I.-Preis-Realschule am Judenstein in Regensburg tätig, über Stolpersteine bei der Initiierung von Teambildungsprozessen. Für Wilfried Kohl, den Koordinator für Schulentwicklung an der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für Niederbayern in Landshut, der über Fragen der Schulentwicklung im Rahmen der Neugestaltung von G8 referierte, auch ein Zeichen dafür, dass Fragen der Schulentwicklung in dieser Jahrgangsstufe nicht ausschließlich das Gymnasium betreffen.

Das Seminar wird in dieser Form vom 18. bis 20. Februar 2008 in Kloster Banz erneut angeboten.