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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Dienstag, 22. Januar 2013

Krumbach

Profi mit Handy, Internet und Medienrecht

Dienstag, 22. Januar 2013

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Dienstag, 22. Januar 2013

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US Pivot towards Asia? Will Obama´s Second Term Bring New Developments?

Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

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Seminar zur politischen Grundbildung: Die Zukunft der Parteiendemokratie?

Engagierte Teilnehmerinnen
Engagierte Teilnehmerinnen

Über die Zukunft der Parteiendemokratie diskutierten 27 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 7. bis 9. März 2007 in Wildbad Kreuth.

Zum Einstieg erläuterte Diplom Politologe Karst Pfeifer aus München die Geschichte und Entwicklung der Volksparteien in Deutschland. Die Väter und Mütter des Grundgesetztes haben den Parteien eine besondere Rolle bei dem Prozess der politischen Willensbildung zugeschrieben.

Stefan Köppl
Stefan Köppl

Nach diesen theoretischen Grundlagen stellte sich die Frage, funktioniert das System auch so? Macht der Einfluss der Verbände die Parteien überflüssig, war die Fragestellung, der in seinem Vortrag Stefan Köppl von der Politischen Akademie in Tutzing nachging. Sein Fazit: Interessengruppen machen Parteien nicht überflüssig, da es auch nicht organisierbare Interessen gibt, für die sich keiner verantwortlich fühlt.

Prof. Ursula Männle im Gespräch mit der Referentin im Bildungswerk Stefanie v. Winning
Prof. Ursula Männle im Gespräch mit der Referentin im Bildungswerk Stefanie v. Winning

Zum Teil selbst in einer Partei engagiert warteten die Teilnehmer mit Spannung auf den Bericht der Landtagsabgeordneten und stellv. Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, Prof. Ursula Männle. Das Funktionieren der innerparteilichen Demokratie konnte sie an einer Vielzahl von Beispielen anschaulich darstellen, gelungene wie nicht gelungene innerparteiliche Meinungsfindung. Sie sieht einen Vorteil darin, in einer großen Volkspartei mitarbeiten zu können. Die Themen sind heute so komplex, dass der einzelne Abgeordnete nicht mehr alles im Detail wissen kann. Daher ist Arbeitsteilung sinnvoll und notwendig  und kleine Parteien hätten da einen erheblichen Nachteil in ihrer Arbeit.

Dr. Manuela Glaab
Dr. Manuela Glaab

Zum Abschluss beleuchtete Dr. Manuela Glaab vom Centrum für angewandte Politikforschung aus München den Einfluss der Medien auf die Parteien. Sind wir auf dem Weg von der Repräsentationsdemokratie zur  Präsentationsdemokratie? Mit einer Vielzahl von eindrucksvollen Daten wurde diese Tendenz untermauert, die Parteien reagieren auf die Medienberichterstattung und entwickeln sich zu professionalisierten Wählerparteien.

Am Ende der interessanten Seminartage in Wildbad Kreuth waren sich die Teilnehmer einig, dass die Parteien weiterhin eine wichtige Rolle in der politischen Entscheidungsfindung spielen sollten und viele wurden bestärkt, sich selber daran aktiv zu beteiligen.