Kontakt
Referat III/3 Kommunalpolitik, politische Rhetorik und Öffentlichkeitsarbeit, Film und Ethik
Artur Kolbe
Tel.: 089 1258-303 | Fax: -338
E-Mail: kolbe@hss.de
Publikationen
Aktuelle Veranstaltungen
Neue Trends im Heimatfilm: Der Regisseur Marcus H. Rosenmüller

- Artur Kolbe, Marcus H. Rosenmüller und Christine Weissbarth, Fimjournalistin und Moderatorin der Veranstaltung
Im Rahmen der Reihe "Neue Trends im Heimatfilm" war am 10. November 2007 der "Shooting Star" der bayerischen Regisseure, Marcus H. Rosenmüller zu Gast bei der Hanns-Seidel-Stiftung. Mit seinem Debütfilm des letzten Jahres "Wer früher stirbt, ist länger tot" bewies er, wie gut sich bayerischer Dialekt auch mit großem Kino veträgt..
Um nicht mit dem gleichnamigen Regisseur Marcus O. Rosenmüller verwechselt zu werden, benannte er sich Marcus Hausham Rosenmüller - nach seinem Wohnort Hausham, ganz in der Nähe von Wildbad Kreuth. Rosenmüller, geboren 1973 in Tegernsee, schloss sein Studium 2003 - wie so viele erfolgreiche Regisseure - an der renommierten Hochschule für Fernsehen und Film ab und drehte für den Bayerischen Rundfunk mehrere Dokumentarfilme.
Warum er denn bei seinem "Erstling" gleich "so viel Dialekt verwenden müsse", fragte ihn ein Teilnehmer des Filmseminars. Rosenmüller antwortet auf bayerisch, dass für ihn ´"Heimat und Dialekt" untrennbar verbunden seien. Er setze den Dialekt auch ein, um "dem Film eine Heimat zu geben."
In "Wer früher stirbt, ist länger tot" gibt es reale Vorbilder aus der Kindheit Rosenmüllers, so z.B. den zehnjährigen Hauptdarsteller Sebastian. Die Idee zu dem Film war es, "Sünde und Schuld" in den Mittelpunkt zu stellen - durchaus in der "katholischen Tradition", erklärte der Regisseur. Die taz vom 23. Novemeber 2006 bezeichnet den Mundartfilm somit auch als "zutiefst katholisch", was die Seminarteilnehmer durchaus positiv bewerteten. Den mit mehreren Preisen versehenen Film (u.a. Bayerischer Filmpreis und Förderpreis Deutscher Film) würdigte der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber anlässlich einer festlichen Gala im Münchener Prinzregententheater als "erfrischende, humorvolle Sommerkomödie mit Tiefgang und Herz."

Themen
