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Büro Berlin
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Privatisierung der Sicherheit – Notwendigkeit und Grenzen
Der Skandal um die Tötung von elf irakischen Zivilisten in Bagdad durch Mitarbeiter der US-Sicherheitsfirma Blackwater im Herbst diesen Jahres warf ein Schlaglicht auf eine bislang von der Öffentlichkeit wenig beachtete Entwicklung: die Privatisierung von Sicherheit. Dabei beauftragen nicht allein die USA sogenannte "Contractors", privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen, mit diplomatischen, militärischen, geheimdienstlichen oder entwicklungspolitischen Aufgaben.
Im Rahmen des gemeinsamen sicherheitspolitischen Forums der Hanns-Seidel-Stiftung und der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V. Sektion Berlin wurden am 6. Dezember 2007 die Ursachen für das sicherheitspolitische Outsourcing sowie seine positiven und negativen Auswirkungen erörtert.
Wie wichtig eine öffentliche Diskussion der Thematik ist, betonte der Leiter des Büros Berlin der Hanns-Seidel-Stiftung, Ernst Hebeker, bei seiner Einführung. Seit Thomas Hobbes gilt Sicherheit als Staatszweck und für Max Weber war die "legitime Gewaltsamkeit" das konstitutive Merkmal eines modernen, funktionstüchtigen Staates. Folglich berührt die Privatisierung von staatlichen Sicherheitsaufgaben die Grundfesten des modernen Staates.
Was westliche Staaten dazu veranlasst, sich der Gefahr auszusetzen, ihr Gewaltmonopol zu unterminieren, legte Dr. Gerhard Kümmel, Wissenschaftlicher Direktor am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr in Straußberg, dar. Horst Pomplun, Inhaber einer Privaten Sicherheitsfirma, gab anschließend Einblicke in den Ausbildungs- und Einsatzalltag von Personenschützern.

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