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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Wertevermittlung durch christliche Feste in der Familie

Edmund Speiser, OstD, referiert zum Thema "Familie - eine Wertegemeinschaft"
Edmund Speiser, OstD, referiert zum Thema "Familie - eine Wertegemeinschaft"

Weihnachten gehört längst nicht mehr den Glaubenden allein. Um so wichtiger ist es in unserer globalisierten Welt, sich immer wieder Klarheit über den Stellenwert der abendländischen Tradition und ihrer Bräuche zu verschaffen. Sie verbinden, erhalten und stiften Gemeinschaft. Tradition und Bräuche bleiben in der Familie nur lebendig, wenn sie regelmäßig gepflegt werden. Das Familienseminar, das vom 7. bis 9. Dezember 2007 im Bildungszentrum Kloster Banz der Hanns-Seidel-Stiftung stattfand, wollte Anregungen dazu geben.

Als erster Referent erläuterte Edmund Speiseder, Oberstudiendirektor und Leiter eines Gymnasiums in kirchlicher Trägerschaft, zum Thema "Familie - eine Wertegemeinschaft" seine vier Thesen: Wertevermittlung beginnt in der Familie; Kinder brauchen Wurzeln; christliches Menschenbild setzt Maßstäbe; christliche Feste im Jahreskreis - ein Modell für die Lebensgestaltung. Die Familie sei zweifellos jene Wertegemeinschaft, die für die Erziehung der Kinder die Standards setze. Nach ihnen richtet sich die eigene Lebensgestaltung sowohl im positiven als auch negativen Sinne. Familienbildung sei daher eine vordringliche Aufgabe für den Staat und die Gesellschaft, so der engagierte Pädagoge. Am Beispiel des christlichen Menschenbildes, das Maßstäbe für das Zusammenleben der Menschen setzt, entwickelten, erarbeiteten und diskutierten die Seminarteilnehmer ein christliche Familien- und Festkultur. Wird sie in der heutigen Zeit verantwortlich gelebt, so ist sie ein Gegenpol zur oberflächlichen Geschäftigkeit und Hektik, die durch Konsumzwang und oberflächlicher Äußerlichkeit entsteht.

Speiseder plädierte dafür, dass christliche Werte in der Familie praktiziert werden sollten: Durch das Wahrnehmen des Kirchenjahres, das als Lebensrhythmus ins Alltagsleben integriert ist; beim Feiern des Jahreskreises; in der Kenntnis der Symbolik, beginnend von den Kirchenfarben bis hin zu den Bildern und Aussagen der Bibel. Das Authentische setze sich durch und so könne man auch darauf verzichten, sich über Oberflächlichkeit und Äußerlichkeit zu beklagen. Die Familie habe es in der Hand, auch Feste wie Nikolaus und die Feier der Geburt des Herrn stimmig zu feiern. Dabei müssen sich Eltern und Erwachsene darüber im Klaren sein, dass Nikolaus und Christkind nicht vom Himmel kommen; wir Menschen feiern in Nikolaus einen Bischof, der Gutes tat und am 25. Dezember feiern Christen den Geburtstag Jesu, konstatierte der Referent.

Beim zweiten Teil des Seminars ging es um "Zeit" und "Schenken". Mit ihrem Referatstitel "Sterne vom Himmel holen - Sterne sammeln: Zeit finden, Zeit haben und Zeit nehmen im Advent" charakterisierte die Sozialpädagogin Benedikta Becker-Balling, den Kern der Adventszeit: Jeder solle sich für sich und für die Nächsten Zeit zu nehmen. Mit ihrem zweiten Referatsthema "Warten - Erwarten - Schenken" bezog sie sich auf den wahren Sinn des Schenkens zwischen Überfluss und Überdruss . Es war ein rundum gelungenes Seminar, aus dem jede Familie gute Anregungen mit nach Hause nehmen konnte.