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Referat II/4 Bildung und Erziehung
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Von den Ideen zum Erfolg: Bildung im Wandel

Paula Bodensteiner, Thomas Sachsenröder, Dr. Otmar Schießl, Staatssekretär Bernd Sibler
Paula Bodensteiner, Thomas Sachsenröder, Dr. Otmar Schießl, Staatssekretär Bernd Sibler

"Von den Ideen zum Erfolg: Bildung im Wandel" lautete der Titel der Arbeitstagung, zu der die Hanns-Seidel-Stiftung in Kooperation mit der Qualitätsagentur am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, vertreten durch dessen Leiter Dr. Otmar Schießl, vom 6. bis 7. Juni 2008 in Wildbad Kreuth geladen hatte. Zwei Tage lang trafen sich Experten aus den Bereichen Bildung, Politik, Verwaltung, Stiftungswesen, Forschung und Psychologie.

Bildung ist zu einem wesentlichen Gestaltungsfaktor für eine moderne Gesellschaft geworden. Sie ist dabei einem fortwährenden Wandel unterworfen, der von allen Beteiligten kreatives Denken, das Beschreiten neuer Wege und neue Strategien erfordert. Woran liegt es aber, so fragt man sich, dass Innovationen oft so schwer umgesetzt werden, also nur zögerlich Eingang in das Alltagshandeln finden?


Diese und ähnliche Fragen, ob es an Mut und Risikobereitschaft der Politik oder an spezifischen Strategien und Methoden liegt, ob eventuell Ängste vor dem Unbekannten die Einführung von Innovationen behindert, ob die Führungsebene eine spezifische Art von Projekt- und Qualitätsmanagement oder grundsätzlich neue Führungskompetenzen braucht, oder ob eine zu ausladende Bürokratie Innovationen im Wege steht, rückten in den Fokus der Experten.

Prof. Dr. Eckhard Klieme
Prof. Dr. Eckhard Klieme

Die Veranstaltung eröffnete der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair mit einem Eingangsreferat "Von den Ideen zum Erfolg". Im Anschluss daran begrüßte der Direktor des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung Thomas Sachsenröder die Teilnehmer.

Es folgten drei Erfahrungsberichte: "Innovationen in der Wirtschaft" von Dr. Gunter Bös, dem Personalleiter bei der Fertigung der AUDI AG, "Innovationen im Stiftungswesen" von Cornelia Stern, Programmleiterin im Themenfeld Bildung und Projektmanagerin der Bertelsmann Stiftung und von Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, "Umgang mit Innovationen in den Medien".

Die anschließenden Beiträge waren den Strategien der Innovationsumsetzung gewidmet. Dazu berichteten Prof. Dr. Eckhard Klieme, Direktor des Deutschen Instituts für Pädagogische Forschung und Leiter der Arbeitseinheit Bildungsqualität und Evaluation, zur "Qualitätsentwicklung im Bildungswesen - Ziele Strategien, Erfolgsbedingungen", Dr. Eva Strasser, Dipl.-Psychologin und Vorstand der Strasser & Strasser Unternehmensberatung AG, "Vom roten Tuch zum roten Faden - Chancen und Hindernisse bei der Einführung von Innovationen", Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter, Direktor der Akademie für politische Bildung, Tutzing zu "Politikberatung - Strategien zur Umsetzung von Innovationen" und Ministerialdirigent German Denneborg, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus über "Innovationen im Schulbereich - ein besonderes Problem?"

Staatssekretär Bernd Sibler übernahm ein Schlusswort zur Bedeutung und Herausforderung der "Bildung im Wandel."

Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter
Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter

Auf der Grundlage der Erfahrungsberichte wurden die Grundbedingungen und Realisierungsmöglichkeiten für Innovationen im Schulwesen diskutiert. Diese einander ergänzenden Darstellungen beleuchteten verschiedene Facetten von "Wandel". Davon ausgehend wurde diskutiert, was auf den Schulbereich übertragbar ist und wie bisher ungenutztes Potenzial besser genutzt werden kann.

Auftrag an die Teilnehmer der vier Arbeitsgruppen war, einen Empfehlungsrahmen für gelingende Innovation im Bereich Schule unter den Gesichtspunkten Vorbereitung, Ankündigung, Durchführung, Beteiligung, Unterstützung und Auswertung zu entwickeln.

Resümee: Innovationen können nur fruchtbar sein, wenn eine "Innovationskultur" besteht, das heißt, bei allen Beteiligten muss die Bereitschaft vorhanden sein, Wandel und Veränderung gemeinsam zu tragen. Des Weiteren ist bei der Realisierung von innovativen Ideen eine klare Zielsetzung unabdingbar.

Arbeitsgruppe A1: Ministerialdirigent German Denneborg, Christoph Weigert, Dr. Karin Oechslein, Dr. Peter O. Chott und Ministerialrat  Werner Lucha.
Arbeitsgruppe A1: Ministerialdirigent German Denneborg, Christoph Weigert, Dr. Karin Oechslein, Dr. Peter O. Chott und Ministerialrat Werner Lucha.

Innovationen müssen stets in einem größeren Kontext und nicht als Einzelpunkte gesehen werden, deshalb sollte das zu erreichende Endziel klar kommuniziert und auf verbindliche Teilziele heruntergebrochen werden, um transparente Veränderungsprozesse zu ermöglichen. Unabdingbar für nachhaltig erfolgreiche Innovationen im Schulwesen sind, darüber waren sich alle Experten einig:

  • die Kommunikation der Ziele, 
  •  die Verlässlichkeit von Richtungsvorgaben sowie 
  •  deren Alltagstauglichkeit.

Ein ausführlicher Tagungsbericht steht  zum Download bereit. Des Weiteren werden die Tagungsbeiträge demnächst in der Reihe "Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen: Von den Ideen zum Erfolg: Bildung im Wandel" der Hanns-Seidel-Stiftung veröffentlicht.

Arbeitsgruppe B2: Dr. Gunther Bös, Walter Brilmayer, Stefanie Koch, Ministerialrat Franz Schallmayer und Staatssekretär Bernd Sibler.
Arbeitsgruppe B2: Dr. Gunther Bös, Walter Brilmayer, Stefanie Koch, Ministerialrat Franz Schallmayer und Staatssekretär Bernd Sibler.
Arbeitsgruppe B1: Gabriele Holzner, Dr. Ludwig Unger, Thomas Sachsenröder, Dieter Brückner und Peter Peltzer.
Arbeitsgruppe B1: Gabriele Holzner, Dr. Ludwig Unger, Thomas Sachsenröder, Dieter Brückner und Peter Peltzer.
Arbeitsgruppe A2: Ministerialdirigent Hermann Lück, Ministerialrätin Regina Pötke, Dr. Manfred Riederle, Dr. Eva Strasser und Elisabeth Schmid.
Arbeitsgruppe A2: Ministerialdirigent Hermann Lück, Ministerialrätin Regina Pötke, Dr. Manfred Riederle, Dr. Eva Strasser und Elisabeth Schmid.