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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Führung, Management und Controlling in der Bundesagentur für Arbeit

Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise sprach vor studierenden Offizieren der Bundeswehr-Universität München
Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise sprach vor studierenden Offizieren der Bundeswehr-Universität München

Bundesagentur-Chef Weise spricht in Wildbad Kreuth
Erhöhte Anforderungen der Bürger und eine zunehmende Verschuldung der staatlichen Institutionen haben Kritik an der Leistungsfähigkeit des Staates hervorgerufen. Im Zuge der angestrebten Staatsmodernisierung entstand in den 1990er Jahren das Konzept des New Public Management. Diese Neuausrichtung der staatlichen Steuerung impliziert sowohl den Einsatz in der Industrie bewährter betriebswirtschaftlicher Instrumente als auch die effektive und kostenwirtschaftliche Leistungserstellung in öffentlichen Verwaltungen unter der Berücksichtigung der spezifischen Besonderheiten der Verwaltungseinheiten. Vor dem Hintergrund dieses Themas fand von 12. bis 13. Juni 2008 ein Kooperationsseminar des Bildungswerks mit der Professur für Controlling an der Universität der Bundeswehr unter der Leitung von Prof. Dr. Bernhard Hirsch statt.

Als prominenter Redner konnte hierzu der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, gewonnen werden. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist größter Dienstleister am Arbeitsmarkt. Als Körperschaft des Öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung führt sie ihre Aufgaben, im Rahmen des für sie geltenden Rechts, eigenverantwortlich durch. Sie gliedert sich in die Zentrale in Nürnberg, 10 Regionaldirektionen, 178 Agenturen für Arbeit und rund 660 Geschäftsstellen. Wesentliche Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit sind die Vermittlung in Ausbildungs- und Arbeitsstellen, Berufsberatung, Arbeitgeberberatung, Förderung der Berufsausbildung und auch Förderung der beruflichen Weiterbildung.

Prof. Dr. Bernhard Hirsch, Universität der Bundeswehr München, BA-Chef Frank-Jürgen Weise und Karl Heinz Keil, Hanns-Seidel-Stiftung im Gespräch
Prof. Dr. Bernhard Hirsch, Universität der Bundeswehr München, BA-Chef Frank-Jürgen Weise und Karl Heinz Keil, Hanns-Seidel-Stiftung im Gespräch

Neue Führungsorganisation - mehr Trasparenz
"Abkehr vom Vollzugsgedanken, hin zur Auftragserfüllung", so beschreibt Weise knapp seinen Auftrag aus der Bundesanstalt für Arbeit eine serviceorientierte Bundesagentur zu machen. Der BA-Chef referierte im Kreuther Festsaal über "Führung, Management und Controlling" in seiner Organisation vor ca. 30 studierenden Offizieren. Dabei beschrieb Weise, selbst ehemaliger Zeitsoldat und Oberst der Reserve, den Weg den die BA in den letzten Jahre beschritten hat. Er bekenne sich klar zur "organisatorischen Erfolgsfähigkeit" und wolle zu einer Führungsorganisation gelangen, die einerseits einen veränderten Umgang des Staates mit arbeitssuchenden Bürgern verwirklicht. Andererseits, so Weise, sei es sein Ziel gewesen eine defizitäre Behörde in eine Organisation umzuwandeln, die Überschüsse in der Arbeitslosenversicherung erwirtschaftet. Dieses Ziel sei inzwischen erreicht. Musste der Staat vor wenigen Jahren noch eine Unterdeckung der BA ausgleichen, wird die Arbeitslosenversicherung dieses Jahr vermutlich mit einem Überschuss von mehreren Milliarden Euro abschließen.

Um die Gesamtleistung zu verbessern, so Weise, fokussiert sich die Bundesagentur für Arbeit auf zwei wesentliche Aufgaben: Transparenz und Logistik verbessern. Unter Transparenz versteht Weise, die Wirkung von Arbeitsmarktpolitik überprüfen, die Finanzierung hinsichtlich Beitragsfinanzierung respektive Steuerfinanzierung genau zu analysieren und die Leistungsfähigkeit der Agenturen sichtbar machen. Dabei, so Weise, liege der "Hebel zur Verbesserung eines Unternehmens im Controlling". Nachdem Weise zunächst hierzu in einem ersten Schritt die Führbarkeit des Unternehmens BA verbessert hatte, was zum Teil auch nur in Verbindung mit drastischen personellen Konsequenzen umsetzbar war, soll nun in einer zweiten Phase die operative Leistung der Bundesagentur verbessert werden. Dabei seien insbesondere die "job-to-job-Vermittlungen" wesentlich. Er plädiere dafür, nicht die Zeit der Absicherung zu verlängern, sondern möglichst die Phase der Arbeitslosigkeit zu verkürzen.