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Archiv für Christlich-Soziale Politik (ACSP), Bibliothek und Dokumentation
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Franz Josef Strauß – Eine politische Biographie
Wissenschaftliches Symposium anlässlich des 20. Todestages

- Begrüßung der Teilnehmer durch Prof. Lothar Gall
Am 6. Oktober 2008 trafen sich auf Einladung des Historischen Kollegs und der Hanns-Seidel-Stiftung ausgewiesene Historiker und Zeitzeugen zu einem wissenschaftlichen Symposium in den Räumen des Historischen Kollegs. Anlass hierfür war der 20. Todestag von Franz Josef Strauß am 3. Oktober. Unter dem Titel "Franz Josef Strauß (6. November 1915 bis 3. Oktober 1988) - Eine wissenschaftliche Biographie" beschäftigte man sich einen Tag lang mit der Person des ehemaligen CSU-Parteivorsitzenden, Bundesministers und Bayerischen Ministerpräsidenten. Zentrales Motiv der Veranstaltung war es, Impulse für eine aus den Quellen gearbeitete moderne Biographie von Franz Josef Strauß zu geben, die nach wie vor ein Desiderat darstellt.

- Grußwort des Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung Dr. h. c. mult. Hans Zehetmair
Nach einer kurzen Begrüßung der beiden Veranstalter, des Vorsitzenden des Kuratoriums des Historischen Kollegs., Prof. Dr. Lothar Gall, und des Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, Dr. h. c. mult. Hans Zehetmair, setzte sich Prof. Dr. Hans-Christof Kraus (Passau) im Eröffnungsvortrag mit den theoretisch-methodologischen Grundlagen einer künftigen Strauß-Biographie auseinander. Die folgenden Referenten griffen dann in ihren Vorträgen zentrale Themenfelder des Bundespolitikers auf, die ihrer Meinung nach in einer solchen Biographie einen breiteren Rahmen einnehmen sollten. Als erster behandelte der Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, Prof. Dr. Dr. h. c. Horst Möller den Parlamentarier und Parteipolitiker, dessen Funktion als Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und seit 1961 als CSU-Parteivorsitzender sich nach seiner Auffassung für die Abstimmung politischer Themenfelder zwischen Bonn und München etwa auf dem Gebiet der Deutschlandpolitik als Vorteil erwiesen habe. Auf weitere bundes- und deutschlandpolitische Aktivitäten des Bayerischen Ministerpräsidenten wies auch Prof. Andreas Wirsching (Augsburg) hin, der in diesem Zusammenhang die Einfädelung des Kredits an die DDR im Jahre 1983 nannte.

- Prof. Dr. Hans-Christof Kraus
Am Nachmittag ging Prof. Bernhard Löffler (Erlangen-Nürnberg) mit seinem Vortrag auf die Wechselwirkung zwischen Wirtschaft und Politik in der Ära Strauß ein. Die dabei von ihm beiläufig formulierte These einer unkonventionellen Förderung von Unternehmerinteressen durch Franz Josef Strauß stieß auf den Widerspruch der anwesenden Zeitzeugen, zumal dafür keine konkreten Beispiele beigebracht werden konnten. Ihm folgte dann Prof. Dr. Helmuth Trischler (München), der sich mit dem Forschungspolitiker auseinandersetzte, wobei er die forschungspolitischen Impulse etwa im Zusammenhang mit dem Aufbau einer deutschen Luftfahrtindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg hervorhob. Den Abschluss des wissenschaftlichen Teils der Veranstaltung bildete der Vortrag von Prof. Andreas Rödder (Mainz). Darin ging er der Frage nach, was den Konservatismus bei Franz Josef Strauß ausmache.
Höhepunkt der Veranstaltung war das "Kamingespräch" am Abend. Unter der Leitung von Dr. h. c. mult. Hans Zehetmair schilderten wichtige Weggefährten von Franz Josef Strauß, Dr. Wilhelm Knittel, Wilfried Scharnagl, Dr. Edmund Stoiber und Dr. Theo Waigel ihre sehr persönlichen Begegnungen mit Franz Josef Strauß.
Die Gesprächsrunde wurde vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichnet und am 25. Oktober 2008 von 22.30 bis 23.45 Uhr in BRalpha in "Denkzeit" gesendet.

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