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Referat III/9 Europa-, Außen- und Sicherheitspolitik
Erich J. Kornberger
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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Herausforderung Terrorismus – Anmerkungen eines TV-Reporters zum asymmetrischen Krieg

Dagobert Lindlau
Dagobert Lindlau

Am 17. März 2008 konnte die Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema "Herausforderung Terrorismus - Anmerkungen eines TV-Reporters zum asymmetrischen Krieg" einen der renommiertesten Reporter der letzten Jahrzehnte als Referenten im Konferenzzentrum München begrüßen. Dagobert Lindlau war lange Jahre Chefreporter der ARD und Moderator der Sendungen ?Report München? und ?Weltspiegel?. Er kann auf über fünfzig Jahre erfolgreicher journalistischer Tätigkeit zurückblicken.

Islamischer Terrorismus, so lautete Lindlaus Kernthese an diesem Abend, werde durch die territoriale Besetzung eines Landes von einer oder mehreren fremden Mächten initiiert. Militärische Interventionen in Staaten, die Brutstätten des Terrorismus seien, könnten daher die innenpolitische Situation eines Landes nur verschlimmern. Eine befreite Bevölkerung wolle darüber hinaus nicht im Anschluss an die Befreiung erneut fremdregiert und bevormundet werden. Es sei offensichtlich, so stellte Lindlau fest, dass die westlichen Staaten mit dem Phänomen des Terrorismus nicht fertig werden. Die einzige Möglichkeit, den Terrorismus einzudämmen, sieht er in der Aufklärung und Bildung großer Bevölkerungsschichten eines Landes. Auch die Begriffe Sicherheit und Freiheit seien neu zu definieren.

Sehr detailliert schilderte Lindlau die Situation in Afghanistan und im Irak, blendet seine Erfahrungen aus den achtziger Jahren ein und beleuchtet den Erfolg und Misserfolg einer Reihe von amerikanischen Präsidenten anhand von Kriegen und Militäraktionen.

Kritisch ging Lindlau auch mit seiner eigenen Zunft ins Gericht: Zu sehr seien Journalisten und Reporter auf publikumsheischende Berichte bedacht, zu wenig bissig würden sie über die Geschehnisse berichten und könnten sich daher nicht als "vierte Macht im Staate" etablieren.