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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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60 Jahre Informationstheorie und was ist Information überhaupt?

Der Wissenschaftshistoriker Dr. Rudolf Seising (r.) in der Diskussion mit Karl Heinz Keil, Hanns-Seidel-Stiftung
Der Wissenschaftshistoriker Dr. Rudolf Seising (r.) in der Diskussion mit Karl Heinz Keil, Hanns-Seidel-Stiftung

Von der Informations- zur Wissensgesellschaft? - Vortrag im Konferenzzentrum München
Daten, Information, Wissen - drei Begriffe, die Erfolge aber auch Probleme charakterisieren, die uns nach den Entwicklungen der Informations- und Kommunikationstechnologie im 20. Jahrhundert beschäftigen. Dr. Rudolf Seising, Wissenschaftshistoriker am European Centre for Soft Computing im spanischen Mieres, untersuchte diese Begriffe und erläuterte sie am 11. Dezember 2008 aus wissenschaftsphilosophischer und wissenschaftshistorischer Sicht. Dabei war der Ausgangspunkt seines Vortrages im Konferenzzentrum München die Tatsache, dass die Begriffe "Daten", "Information" und "Wissen" im letzten Jahrzehnt - auch und besonders durch den Erfolg des Internets - intensiv thematisiert wurden. In der gesellschafstpolitischen Debatte begegnen uns nicht selten Begriffe wie "Informations- oder Wissensgesellschaft".

Das theoretische Fundament für diese Diskussion wurde 1948 gelegt, so Dr. Seising. Vor 60 Jahren veröffentlichte der Mathematiker und Elektrotechniker Claude E. Shannon (1916-2001) eine "Mathematische Theorie der Kommunikation". Dieser Text gab den Anstoß für die so genannte Informationstheorie, die sehr schnell in viele wissenschaftliche Disziplinen aufgenommen wurde. Ihre große Bekanntheit verdankt sie allerdings einer allgemeinverständlichen Darstellung, die der Mathematiker und damalige Director of Natural Sciences der Rockefeller Foundation Warren Weaver im Jahre 1949 schrieb. Weaver nahm eine Schichtung des Informationsbegriffs in syntaktische, semantische und pragmatische Information vor, die seither intensiv diskutiert wurde. 

Der Referent stellte diese wissenschaftstheoretische Diskussion der letzten Jahrzehnte dar und vertrat dabei die Position, dass diese Begriffe, wie viele andere wissenschaftliche Begriffe auch, häufig unscharf verwendet werden und deswegen der "Informationsbegriff" auch einen Wandel seiner Bedeutung erlebt habe. So werde heute vielfach ein Modell vertreten, wonach Daten das Rohmaterial seien und Informationen wiederum strukturierte Daten. Das Wissen sei sozusagen die Spitze einer informationstheoretischen Pyramide und könne als "Informationen mit intelligentem Netzwerk" verstanden werden. In der abschließenden Diskussion wurde immer wieder Kritik geäußert, wonach heute nicht das Problem einer Datenverfügbarkeit bestehe, sondern das Problem die Verknüpfung sei.