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Referat II/5 Technologie, Medien und Kultur, Jugend und Gesundheit
Prof. Dr. Siegfried Höfling
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Miteinander der Generationen

- Ministerpräsident Günther Beckstein und der Schauspieler Joachim Fuchsberger
Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein hat bei der Eröffnung des Kongresses "Miteinander der Generationen" der Hanns-Seidel-Stiftung am 31. Juli 2008 in München dazu aufgerufen, den demographischen Wandel in Deutschland als Chance zu verstehen und positiv zu gestalten. Beckstein: "Wir haben in Deutschland zu lange vom 'Problem' der demographischen Entwicklung gesprochen. Weil unsere Gesellschaft sich verändert, heißt das nicht automatisch Verschlechterung. Wenn Menschen länger leben und älter werden, bietet das Chancen, die wir ergreifen müssen."
Dazu gehört nach den Worten Becksteins, dass sich die Lebenswelten der Generationen dank einer oft fitten und interessierten älteren Generation mehr und mehr gleichen und der Austausch mit Kindern und Enkeln vielfach leichter gelingt als früher. Jung und Alt können dabei viel voneinander profitieren. Beckstein: "Wir müssen die im privaten Bereich praktizierte Solidarität auf die Gesellschaft insgesamt übertragen und weiter ausbauen. Eine solche gegenseitige Unterstützung über Generationen hinweg kann gut funktionieren, wie Modellprojekte der Staatsregierung eindrucksvoll belegen." Der Ministerpräsident nannte als Beispiel das Projekt "EFI" (Erfahrungswissen für Initiativen), das das ehrenamtliche Engagement älterer Menschen durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen begleitet und unterstützt. Aus dem Berufsleben ausgeschiedene Profis geben hier als Senior-Trainer ihr besonderes Know-how an junge Unternehmer oder Handwerker weiter. Bei dem generationenübergreifenden Projekt der Staatsregierung "Jung für Alt: Helfen und voneinander lernen" werden junge Menschen geschult und begleitet, um auf Taschengeldbasis Serviceleistungen für Ältere zu erbringen.

- Die Podiumsrunde: Staatssekretärin Melanie Huml, Joachim Fuchsberger, Marion Glück-Levi, Martina Kobriger und Prof. Dr. Frieder R. Lang.
Ziel sei es, so Beckstein, zu einer realistischeren Wahrnehmung älterer Menschen weg von Defiziten und hin zu Fähigkeiten und Erfahrungen zu kommen sowie starre Altersbarrieren und damit verbundene Rollenbilder aufzubrechen. Beckstein: "Bildung für die Jugend, Arbeit für die Erwachsenen bis 65 und Freizeit für die über 65-Jährigen - das ist Vergangenheit. Gegenwart und Zukunft sehen anders aus. Heute ist lebenslanges Lernen ein Gebot für Jung und Alt gleichermaßen. Das berufliche Engagement kann weit über das Rentenalter hinausgehen, was auch immer mehr Personalchefs erkennen. Und schließlich ist eine sinnvolle Balance zwischen Familien- und Berufsleben der Wunsch aller Altersgruppen. Freizeit, Zeit für die Familie und für ehrenamtliches Engagement gehören heute zu einem erfüllten Berufsleben mit dazu."
Die Staatsregierung trägt laut Beckstein mit einer modernen Familien- und Seniorenpolitik der veränderten Lebenswirklichkeit der Generationen Rechnung. So lege die bayerische Seniorenpolitik etwa einen Schwerpunkt auf veränderte alternative Wohnformen und komme damit dem Wunsch der Menschen nach möglichst großer Eingeständigkeit und Selbstbestimmung im Alter entgegen. In der Familienpolitik steht die passgenaue Unterstützung junger Familien durch Ausbau der Kinderbetreuung und Einführung des Betreuungsgelds im Zentrum.

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