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Referat III/5 Recht, Geschichte und Kultur
Dr. Birgit Strobl
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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Kirche und Wirtshaus - Seminar zur Landesgeschichte

Die Teilnehmer des Seminars "Kirche und Wirtshaus" in Wildbad Kreuth
Die Teilnehmer des Seminars "Kirche und Wirtshaus" in Wildbad Kreuth

Auf dem Bogenberg, dem "mons sacer" Niederbayerns, hat es schon vor der Säkularisation den rührigen Eremiten Jacob Mühlbauer gegeben, der neben seiner Klause eine Kegelbahn, eine Schießstätte und - wegen des dazu nötigen "Zielwassers" - auch einen Bierausschank betrieb. Dieser alten, damals selbstverständlichen Verbindung zwischen Kirche und Wirtshaus, soll mit dieser Seminarreihe wieder neuer Schwung verliehen werden.

Ausgangspunkt ist die geschichtliche Entwicklung der Herberger, Gastschänker und Taverner, wobei das Wort "Wirt" mit "achtgeben auf" und "sorgen für" zu übersetzen ist. Der Herr Wirt hatte früher eine zentrale und angesehene soziale Stellung, er war eine Person des öffentlichen Vertrauens und mitunter auch Schlichter bei kleinen Dorfstreitigkeiten. Später war das Wirtshaus der Ort der Geselligkeit und Information, des kulturellen Lebens im Jahreskreis, des Politisierens und des Kartenspielens. Wohlbemerkt überwiegend für die Männer, Frauen waren nur bei hohen kirchlichen Festtagen zugelassen. Durch den Wandel von Dorfgemeinschaft zur Dorfnachbarschaft und durch eine gewisse Abkehr von der Kirche verlor das Wirtshaus zunehmend an Bedeutung. Es folgte der Rückzug ins Private, allenfalls noch in die Vereinsheime und der Besuch von "Speisetempeln". Die zentrale Festgestaltung von Pfarrer und Wirt ist heute fast vollständig weggebrochen.

Über die Seminare "Kirche und Wirtshaus" soll das Interesse für die bayerische Heimat, die wunderschönen Kirchen und die traditionsreichen Wirtshäuser wieder mehr geweckt werden. Die Teilnehmer des Seminars in Wildbad Kreuth, das vom 11. bis 12. März 2008 durchgeführt wurde, konnten am praktischen Beispiel der Geschichte von Wildbad Kreuth sowie einer Führung durch die Heiligblut-Kapelle auch die kulturgeschichtliche Seite des Themas entdecken. Für die heitere Note hatte am Abend zuvor der Heimatdichter und -pfleger Josef Fendl mit treffenden und humorvollen Geschichten, Schwänken und Sagen über Wirtshäuser, Bierkonsum und den Geistlichen Stand gesorgt.