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Referat II/7 Arbeit und Soziales, Demographischer Wandel, Familie, Frauen und Senioren
Dr. Susanne Schmid
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Politik im Spannungsfeld der Religionen
Im Rahmen der 60-Jahrfeiern der Staatsgründung Israels hatte die Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern am Abend des 11. Juni 2008 zu einer Podiumsdiskussion in das Jüdische Gemeindezentrum am Münchner St. Jakobsplatz geladen.
Nach der Begrüßung der über 600 Gäste durch die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, und den Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, Staatsminister a.D. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, diskutierte ein hochkarätig besetztes Podium unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Stürmer über Politik im Spannungsfeld der Religionen. Damit war ein Problemfeld vorgegeben, das wohl auf kein anderes Land der Erde in stärkerem Maße zutrifft als auf Israel, den einzigen demokratisch verfassten Staat westlicher Provenienz im Nahen Osten.
Auch nachdem Israel 60 Jahre lang Krieg und Terror widerstanden hat, wird seine Existenz bis heute in Frage gestellt: durch islamistische Terroranschläge ebenso wie durch fortgesetzte Drohungen etwa aus der Islamischen Republik Iran. Daneben bestehen enorme innenpolitische Probleme. Es geht um das Zusammenleben zwischen Juden, palästinensischen Moslems und Christen. Es bestehen aber auch innerhalb der jüdischen Bevölkerung starke Spannungen, die innenpolitisch bedrohlich werden können. Gemäß der zionistischen Idee ist Israel zudem als Staat für das gesamte jüdische Volk gegründet worden und hat durch Einwanderung aus über 70 verschiedenen Ländern eine äußerst heterogene Gesellschaft. Israelische Innenpolitik ist somit auch immer ein Stück Weltpolitik, weshalb dem Podium, das sich aus dem israelischen Gesandten Ilan Mor, dem Parlamentarischen Staatssekretär Christian Schmid, dem Zentralratsmitglied Nathan Kalmanowicz sowie den beiden Nahostexperten Prof. Dr. Michael Wolffsohn und Prof. Dr. Udo Steinbach zusammensetzte, auch die verschiedenen Sichtweisen der Juden in der Diaspora in Bezug auf Israel und seine Politik im Spannungsfeld der Religionen als dritter Themenkreis vorgegeben war.

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