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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Verkehr 2018: Perspektiven für die Mobilität in und um München

Nikolaus Dezasse, Joseph Seybold, Rudolf Strehle, Eberhard Rotter, MdL, Alexander Freitag, Karl Heinz Keil
Nikolaus Dezasse, Joseph Seybold, Rudolf Strehle, Eberhard Rotter, MdL, Alexander Freitag, Karl Heinz Keil

6. Münchner Verkehrspodium am 8. Juli 2008 im Konferenzzentrum München
Die Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele 2018 nimmt Formen an. Der Stadtrat der bayerischen Landeshauptstadt billigte kürzlich die Gründung einer Bewerbergesellschaft, die demnächst ins Leben gerufen werden soll. Bis Herbst 2009 läuft die Anmeldefrist für die Bewerbung um die Winterspiele. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will im Juli 2011 endgültig über die Vergabe entscheiden. Um den besonderen Herausforderungen einer derartigen Großveranstaltung gerecht zu werden, müssen auch effiziente Verkehrslösungen in und um München präsentiert werden können.

Ein moderner Wirtschafts-, Medien- und Technologiestandort wie der Großraum München braucht aber auch ohne Olympische Spiele zukunftsorientierte und im internationalen Vergleich konkurrenzfähige Verkehrslösungen, die den Anforderungen an eine mobile Gesellschaft gerecht werden. Auf dem "6. Münchner Verkehrspodium" sollten daher Experten die Verkehrssituation in und um München analysieren, insbesondere auch Perspektiven für die Mobilität von morgen vorstellen und öffentlich diskutieren. Spricht man von Perspektive, muss es langfristig darum gehen, auch in Zukunft hohe Mobilität zu ermöglichen und dabei ökonomische, ökologische und soziale Aspekte durch integrierte Verkehrslösungen sowie durch eine optimale Aufteilung von Individualverkehr und öffentlichem Verkehr miteinander in Einklang zu bringen.

Verkehrsexperten diskutierten über die Perspektiven für den Münchner Verkehr
Verkehrsexperten diskutierten über die Perspektiven für den Münchner Verkehr

Joseph Seybold von der IHK für München und Oberbayern bezeichnete die verkehrspolitischen Aufgaben für den Großraum München als eine "olympische Herausforderung". Es gelte die Verkehrsinfrastrukturen für Straße, Schiene und Luft zu ertüchtigen. In seinem einleitenden Statement formulierte Seybold als Hauptaufgaben den Ringschluss im Süden Münchens (A99), die Ertüchtigung der S-Bahn-Stammstrecke und einen besseren Anschluss des Flughafens Münchens, idealerweise als Fernbahnanschluss. Im Hinblick auf die Olympiabewerbung zusammen mit Garmisch-Partenkirchen gelte es aber auch die Umfahrung des Wintersportorts Garmisch mit verschiedenen Tunnelprojekten zu verbessern.

Alexander Freitag, Geschäftsführer des Münchner Verkehrs-und Tarifverbunds (MVV), griff die vordringliche Forderung nach einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke auf, ging aber auch weitere Forderungen und Projekte für den öffentlichen Nahverkehr im Großraum München ein. Neben dem Ausbau einiger S-Bahn-Außenäste, müsse das Park&Ride-Angebot weiter ausgebaut werden, neue und verbesserte Wege der Kundeninformation gefunden werden und insbesondere die Finanzierungsproblematik gelöst werden. Der scheidenende verkehrs- und umweltpolitische Sprecher des ADAC Südbayern, Nikolaus Dezasse, konzentrierte sich in seinen Ausführungen auf das Jahrzehnte alte Thema der Schließung des Autobahnringes im Süden und Südwesten Münchens. Dezasse bestritt in diesem Zusammenhang weder die zusätzliche Belastung der in diesem Bereich lebenden Menschen, noch die notwendigen Eingriffe in die Natur, betonte aber die verkehrliche Entlastung der A99 und der B 471im Norden und im Osten, aber auch des Mittleren Ringes im Süden und Südwesten.

Für die Flughafen München GmbH formulierte der Umlandbeauftragte Rudolf Strehle auch den dringenden Wunsch des Flughafens nach einer besseren landseitigen Anbindung des Flughafens. Nach dem Scheitern des Transrapids, gelte es jetzt eine kurzfristige Lösung (z.B. schnellere S-Bahn-Anbindung) zu finden, die aber das langfristige Ziel einer Fernbahnanbindung nicht verdrängen dürfe. Im letzten Statement unterstützte der verkehrspolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion Eberhard Rotter den vordringlich notwendigen Ausbau der S-Bahn-Stammstrecke und ging insbesondere auf die Anbindung des Flughafens ein. Mit dem "Aus" des Transrapid sei noch kein Problem gelöst, vielmehr gelte es jetzt effiziente und realistische Alternativen zu prüfen.