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Referat II/4 Bildung und Erziehung
Paula Bodensteiner
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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Wissensgenese an Schulen - Beiträge zu einer Bilddidaktik

Fachübergreifende Arbeitsgruppe zum Projekt "das Unendliche" für die 6. Jahrgangsstufe.
Fachübergreifende Arbeitsgruppe zum Projekt "das Unendliche" für die 6. Jahrgangsstufe.

Die Arbeitstagung "Wissensgenese an Schulen - Beiträge zu einer Bilddidaktik" vom 6. bis 8. April 2008 in Kloster Banz, die die Hanns-Seidel-Stiftung in Kooperation mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dem Humanwissenschaftlichen Zentrum der LMU und dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in München veranstaltete, war thematisch die dritte in Folge.

Wir leben in einer Kultur der Bilder, sie haben unumgänglich Einzug in unsere Schulen gehalten. Auch außerhalb des Kunstunterrichts sind sie von vorherrschender Bedeutung. Sie sind Ausgangspunkt für Diskussionen, sie dienen der Veranschaulichung von Lernstoff, sie bilden in Tabellen, Strukturskizzen und Schemata komplexe Zusammenhänge ab, die zum besseren Verständnis beitragen sollen. Der Umgang mit Bildern im schulischen Unterricht ist allgegenwärtig und entspringt konkreter pädagogischer Erfahrung.  Zudem belegen neuere Ergebnisse der Hirnforschung, dass sich unsere bildgeprägte Kultur in der Organisationsstruktur des Gehirns nachweisen lässt. Diesem Phänomen muss die Pädagogik und Didaktik einer modernen Schule verstärkt Rechnung tragen.

Fachübergreifende Arbeitsgruppe zum Projekt "Körper" für die 10. Jahrgangsstufe.
Fachübergreifende Arbeitsgruppe zum Projekt "Körper" für die 10. Jahrgangsstufe.

Bei der letzten Tagung 2007 im Konferenzzentrum München wurden insbesondere die Ergebnisse aus den Unterrichtsprojekten, die aus der Tagung 2006 in Wildbad Kreuth formuliert wurden, diskutiert. Es wurden Gemeinsamkeiten und Spezifika im Arbeiten mit Bildern bei den mitwirkenden neun Fachdisziplinen (Biologie, Chemie, Deutsch, Geographie, Informatik, Kunst, Mathematik, Physik und Religion) erörtert. Es wurde deutlich, dass es sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen den einzelnen Fachdisziplinen gibt. Eklatant waren die Unterschiede zwischen den naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Fächern.

Bildorientiertes Unterrichtskonzept Jahrgangsstufe 6: Das Unendliche.
Bildorientiertes Unterrichtskonzept Jahrgangsstufe 6: Das Unendliche.

2008 war das zentrale Anliegen die Verständigung der neun Fachdisziplinen auf einer gemeinsamen Basis. Somit lag der Schwerpunkt in der Projektausarbeitung von interdisziplinären Arbeitsgruppen. Fachübergreifend wurden zu folgenden ausgewählten Themen des Lehrplans bildorientierte Konzepte für den Unterricht erstellt:

Jahrgangsstufe 6: Das Unendliche
Die Welt im Detail

Jahrgangsstufe 8: Licht und Schatten
Die Welt der neuen Medien
Standpunkt und Perspektive

Jahrgangsstufe 10: Körper
Das Phänomen "Zufall"
Modell und Konstruktion
Technik: Chancen und Verantwortung

Die ausgearbeiteten Konzepte sollen nun Eingang in eine fachübergreifende Didaktik des Bildes finden und Akzente im Bereich der Didaktik und Pädagogik setzten.

Prof. Ernst Pöppel vor dem Schaubild des Projektes "Licht und Schatten" für die Jahrgangsstufe 8.
Prof. Ernst Pöppel vor dem Schaubild des Projektes "Licht und Schatten" für die Jahrgangsstufe 8.

Prof. Dr. Ernst Pöppel, Leiter des Humanwissenschaftlichen Zentrums der LMU München, begleitete die Tagung wissenschaftlich aus hirnphysiologischer Perspektive und bereicherte sie mit seinem Vortrag ?Was bringt die Hirnforschung für die Schule wirklich?? Die Vertretung für das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus und für das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung übernahm Dr. Ernst Wagner, von der Abteilung Gymnasium. Des Weiteren konnte der Architekt Prof. Dr.-Ing. Gunther Henn von der TU Dresden zu einem Vortrag mit dem Titel "Architektur denken - Die allmähliche Verfertigung des Bildes beim Entwerfen" gewonnen werden. Nach ihrem Vortrag "Bildtraditionen in den Wissenschaftskulturen - warum wir uns so oft nicht verstehen" trat Dr. Christiane Kruse, von der Universität Marburg mit Walter Wagner von der Universität Bayreuth in ein Streitgespräch "Die Disziplinen im Dialog" ein.

Das Ziel dieser Tagungsreihe ist es, neue Wege in der Didaktik zu beschreiten, einer Didaktik, die die Ergebnisse der Wissenschaft aufgreift und damit eine Interaktion zwischen Wissenschaft und Schulpraxis fördert.

Bereits jetzt zeigen sich erste konkrete Früchte der Arbeit: Das Thema hat Einzug in die Lehrerausbildung gehalten. Die Ergebnisse der dritten Tagung werden in der Reihe "Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen: Wissensgenese an Schulen - Beiträge zu einer Bilddidaktik" der Hanns-Seidel-Stiftung noch 2008 veröffentlicht.

Dr. Christiane Kruse im Streitgespräch mit AkadOR WAlter Wagner zum Thema "Die Disziplinen im Dialog".
Dr. Christiane Kruse im Streitgespräch mit AkadOR WAlter Wagner zum Thema "Die Disziplinen im Dialog".
Prof. Dr. Gunther Henn, TU Dresden.
Prof. Dr. Gunther Henn, TU Dresden.