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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Montag, 21. Januar 2013 bis Freitag, 25. Januar 2013

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Grundseminar Rhetorik

Montag, 21. Januar 2013

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Kurzveranstaltung zur Vereinspraxis (Steuer)

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Familien stärken - Bildungsgerechtigkeit schaffen!

Die Familie ist für Kinder der erste und wichtigste Ort der Bildung, Erziehung und Betreuung und legt die Grundlagen für eine positive Lebensbewältigung. Familien sind jedoch aufgrund des sozialen Wandels zunehmend Herausforderungen ausgesetzt, die sie verunsichern. Anlässlich dieser gesellschaftspolitischen Problematik veranstaltete das Bildungswerk der Hanns-Seidel-Stiftung in Kooperation mit dem Bayerischen Landesverband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder am 5. November 2009 im Konferenzzentrum München eine Fachtagung. Ziel war es, fachlich-wissenschaftliche Impulse zu setzen und mit Praxisbeispielen zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema anzuregen. Gleichzeitig war die Gelegenheit gegeben, mit den gesellschaftlich und politisch verantwortlichen Personen zu diskutieren und die erforderlichen Entscheidungsprozesse einzuleiten.

Dr. Peter Witterauf, Hauptgeschäftsführer der Hanns-Seidel-Stiftung

In seinem Grußwort stellte der Hauptgeschäftsführer der Hanns-Seidel-Stiftung fest, dass die primäre und zentrale Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationsinstanz nach wie vor die Familie sei. Faktisch seien Eltern die entscheidenden Bildungslotsen ihrer Kinder. Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, dass Familien in ihrer Bildungsfunktion stärker anerkannt und unterstützt werden. Insbesondere benachteiligte Familien bedürfen vielfältiger Unterstützung bei der Gestaltung ihres Familienlebens und zur Stärkung ihrer Erziehungs- und Bildungskompetenz, so Dr. Peter Witterauf.

Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Universität Münster

Der Fachvortrag zum Thema „Sozialethische Orientierungen für Kindertageseinrichtungen“ hielt Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins vom Institut für Christliche Sozialwissenschaften, Universität Münster. Die Sozialethikerin Heimbach-Steins erläuterte die sozialethische Kriterien für die Weiterentwicklung katholischer Kindertageseinrichtungen in Bezug auf  „Familienorientierung“. Tageseinrichtungen für Kinder als Orte frühkindlicher Bildung seien deshalb für Familien unverzichtbare Partner in der Stärkung, Unterstützung und Begleitung ihrer Bildungs- und Erziehungskompetenz.

Moderierter Dialog "Familien stärken - Veränderungsprozesse begleiten"

Bei der anschließenden Gesprächsrunde, moderiert durch die Abteilungsleiterin „Bildungsprojekte“ des Bayerischen Rundfunks Marion Glück-Levi, ging es um die Begleitung der Veränderungsprozesse. An dem engagiert geführten Dialog nahmen teil: Johanna Huber, Ministerialdirigentin, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen; Gerhard Dix, Referent, Bayerischer Gemeindetag; Pater Alfons Friedrich SDB, Trägervertreter, St. Wolfgang, München; Prälat Karl-Heinz Zerrle, Landescaritasdirektor, 1. Vorsitzender des BayLVkTK; Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Universität Münster; Gabriele Stengel, Geschäftsführerin des BayLVkTK; Kerstin Witzel, Elternbeiratsvorsitzende, Familienzentrum Christkönig, Rosenheim.

Johanna Huber, Gabriele Stengel, Prälat Karl-Heinz Zerrle

Einrichtungen in katholischer Trägerschaft verwirklichen den pastoralen und diakonischen Auftrag, indem sie herkunftsbedingte Benachteiligungen abschwächen und sich dafür einsetzen, dass allen Kindern der gleiche Zugang zur Bildung ermöglicht wird. Durch passgenaue Angebote für Kinder und deren Familien kann ein wichtiger Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit geleistet werden. Eine verstärkte Familienorientierung und qualifizierte Fachkräfte sind die Voraussetzung, damit eine inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung der Einrichtungen in Richtung Familienzentren oder Häuser für Kinder und Familien erfolgen kann, so zog Gabriele Stengel das Fazit der Tagung. In Ihrem Schlusswort hielt Dr. Bok-Suk Ziegler, Referentin des Bildungswerks der Hanns-Seidel-Stiftung, ein engagiertes Plädoyer für die Bildung der jungen Menschen in diesem Land. Sie benötigen die aktive Unterstützung des ganzen Gemeinwesens, so Dr. Ziegler.