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Referat II/4 Bildung und Erziehung
Paula Bodensteiner
Tel.: 089 1258-264 | Fax: -469
E-Mail: bodensteiner@hss.de

Publikationen

Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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"Museum und Schule" - Erfolgreiche Partner?

In Zeiten der allgemeinen Daten- und Informationsflut gewinnt das Museum als „Ort der seriösen Informationsgewinnung“ zunehmend an Bedeutung. Dieses Potenzial wird vor allem von Schulen genutzt. Im „außerschulischen Lernort“ und „Ort der Bildung“ wird seit langem mit Kindern und Jugendlichen der Umgang mit Objekten, den historischen Zeugnissen unserer Herkunft und Geschichte, geübt.

Prof. Dr. G. Dippold, Dr. L. Spaenle und P. Bodensteiner
Prof. A. Körber
Das Podium der Veranstaltung
Der vollbesetzte Tagungsraum in Kloster Banz

Ziel des von der Hanns-Seidel-Stiftung und dem Bezirk Oberfranken vom 28. bis 30. Oktober 2009 durchgeführten Symposiums war es, das Thema „Museum und Schule" ganz grundsätzlich und aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Beide Institutionen sind dazu bestimmt, Bildung zu vermitteln. Um ihrem Bildungsauftrag auch zukünftig gemeinsam gerecht zu werden, müssen Schule und Museum nach neuen Wegen und Strategien suchen. Da aber der Alltag in der Schule von den Anforderungen des Lehrplans bestimmt wird, die finanziellen Mittel knapper werden und generell auch die personelle Ausstattung eher ab- statt zunimmt, ist ein Zusammenfinden beider Seiten nicht immer leicht.

Das Impulsreferat "Historisches Denken zwischen Museum und Schule" von Prof. Dr. Andreas Körber (Universität Hamburg) eröffnete einen neuen Zugang zum didaktischen Umgang mit Geschichte als Unterrichtsfach. Körber stellte das Konzept des "historischen Denkens" vor, welches in Begriff ist, sich in den Schulen zu etablieren und auch im Wirkungsfeld von Museumsleitern und -pädagogen Einzug hält.

Über „Die Rolle der Museen im Kontext aktueller bayerischer Schulpolitik" berichtete Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus. Dabei verwies er vor allem auf die Situation der heutigen Generation von Schülern, die mit einer stets wachsenden Fülle von Informationsangeboten umzugehen habe und Schulen wie Museen in Konkurrenz dazu die Aufgabe hätten, sich diesen Herausforderungen im Bereich der Wissensvermittlung zu stellen. In Zeiten einer permanent angespannten Haushaltslage, gerade auch im Kulturbereich, sei dies keine einfache Aufgabe. Jedoch habe gerade Bayern einen großen Reichtum an Kulturgütern, deren Pflege und Erschließung Verfassungsrang besitze und dieses Erbe gelte es, mittels qualifizierten Personals, zu erforschen und zu bewahren sowie einem interessierten Publikum verständlich aufbereitet nahe zu bringen.

Resümee: Das Museum als „Ort der seriösen Informationsgewinnung" hat unbestritten Potenzial, noch an Bedeutung für die Schulen zu gewinnen, wobei auch die Schulen sich die Inhalte der Museen als „außerschulischen Lernort" und "Ort der Bildung" verstärkt nutzbar machen können. Somit werden Museum und Schule immer mehr zu Partnern und sind in der Lage, gemeinsam die Schüler auf ihrem Weg in ein kulturelles Leben zu begleiten.

TagungsprogrammTagungsberichtRede L.Spaenle