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Referat II/7 Arbeit und Soziales, Demographischer Wandel, Familie, Frauen und Senioren
Dr. Susanne Schmid
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Testfall Naher Osten - Der friedenspolitische Auftrag der Christen in der Welt

- Gerda Hasselfeldt und Erzbischof Elias Chacour
Eine besondere Ehre wurde dem Berliner Büro zu Teil als sich S.E. Dr. Dr. h.c. Elias Chacour, Erzbischof von Akko, Haifa, Nazareth und ganz Galiläa, im Rahmen seines Berlin-Besuchs in das Gästebuch der Hanns-Seidel-Stiftung eintrug.
Der Erzbischof war auf Einladung der Benedictus Stiftung und der Hanns-Seidel-Stiftung nach Berlin gekommen. Auf seinem Programm standen Gespräche u.a. mit dem Apostolischen Nuntius, S.E. Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, und ein offizieller Empfang bei Gerda Hasselfeldt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.
Der Öffentlichkeit präsentierte sich der Erzbischof am 12. Februar 2009 bei einem Expertengespräch zur Lage im Nahen Osten und der spezifische Rolle der Christen in diesem Konflikt. Dr. Philipp W. Hildmann, der den Abend im Namen der Hanns-Seidel-Stiftung eröffnete, betonte bei seiner Einführung, dass auch die Hanns-Seidel-Stiftung sich explizit auf eine "christliche Grundlage" als geistiges Fundament bei ihrer Arbeit beruft.

- Eintrag ins Gästebuch der Hanns-Seidel-Stiftung
Elias Chacour wurde als Sohn einer palästinensischen Bauernfamilie geboren und erlebte als Achtjähriger die Vertreibung seiner Familie aus dem Heimatdorf durch israelische Soldaten. Ganz persönlich erlebte er Hass und Terror im Nahen Osten. Trotz alledem hielt er am christlichen Gebot der Versöhnung fest und wurde gar zum spirituellen Energiezentrum des christlich-jüdischen-muslimischen "Trialogs". Seine christliche Toleranz manifestiert sich auf beeindruckende Weise in seinen seit zwei Jahrzehnten kontinuierlich, gegen jeden Widerstand wachsenden Bildungsprojekten für junge jüdische, christliche und arabische Israelis.
Begonnen hatte er mit Feriencamps, mittlerweile reicht das Angebot vom Kindergarten bis zum Universitätsstudium an der ersten christlich-arabischen Hochschule in Israel. 2003 entstand auf seine Initiative hin mit der "Mar-Elias-Universität" die erste arabische Hochschule mit christlicher Trägerschaft.
Elias Chacour sieht in der Bildung junger Menschen den Schlüssel für eine Versöhnung der in Israel lebenden Menschen. Der tägliche Umgang miteinander hilft Vorurteile abzubauen und einander zu vertrauen. Der Erzbischof ist überzeugt, dass Hass überwunden werden kann und Frieden in Israel möglich ist.
Elias Chacour wurde bereits mehrfach für den Friedensnobelpreis nominiert.

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