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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Die Europäische Union und ihr Verhältnis zu Taiwan

Dr. Rose referierte in Straubing

Auf Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung und des Gymnasiums der Ursulinen-Schulstiftung in Straubing sprach das langjährige Mitglied des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag und ehemalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verteidigung Dr. Klaus Rose aus Vilshofen am 18. Mai 2009 zum Thema „Die Europäische Union und ihr Verhältnis zu Taiwan, der ersten Demokratie im chinesischen Kulturraum!“. Gerne sei er der Einladung gefolgt, so Dr. Rose. Er zeigte sich erfreut darüber, dass das Gymnasium der Ursulinen-Schulstiftung in Straubing als erstes Gymnasium in Bayern eine Schulpartnerschaft mit Taiwan begonnen habe, mit dem Wenzao Ursuline college of Languages in Koahsiung.

Dr. Klaus Rose, der bereits vor 30 Jahren im Rahmen des Besuchs einer Parlamentariergruppe Gast im fernöstlichen Taiwan dessen Besonderheiten kennen lernte, engagiert sich seither für die Anerkennung und besondere Wahrnehmung dieser fernöstlichen Insel. Und seit seinem Ausscheiden aus dem Parlament Ende 2005 ist er weiterhin im Einsatz für Freiheit und Menschenrechte. Im Jahre 1973 hatte Rotchina Taiwans Sitz in den Vereinten Nationen übernommen, seitdem ist der politische Status des Landes umstritten. Der Europäischen Union komme als politischer und wirtschaftlicher Partner Taiwans eine große Rolle zu.

Ausgehend von der großen Geschichte des Reiches der Mitte und der ständig wachsenden Bevölkerungszahl auf rund 1,5 Milliarden Menschen wagte der referent die Prognose, dass China auf dem Weg zu einer Weltmacht sei. Keineswegs ausgemacht sei aber seiner Meinung nach, dass das System einer Volksrepublik, also die Diktatur des Kommunismus und die Einparteienherrschaft, auf die Dauer Bestand haben könne. Im Ringen um Wohlstand und Anerkennung in der freien Welt habe zum Beispiel die Bevölkerung Taiwans ihre eigene Demokratie erkämpft. Der Weg dorthin sei nicht einfach gewesen, aber spätestens mit der Abschaffung des Kriegsrechts im Jahre 1987 seien demokratische Strukturen möglich geworden.

Referent Dr. Klaus Rose, Staatsekretär und MdB a.D., und Oberstudiendirektor Edmund Speiseder

Eine Mehrparteien-Demokratie und ein demokratischer Machtwechsel im Jahre 2000 seien die Folge daraus gewesen. Taiwan komme somit im ostasiatischen Raum eine Vorbildfunktion zu. Dr. Rose verwies dabei auch auf die Rolle der Bundeskanzlerin, die nicht müde werde, trotz mancher Anfeindungen auf mehr freiheitliche Rechte für die Menschen in der Volksrepublik China zu drängen. „Taiwan - Die Inselrepublik im Fokus deutscher Politik!“ heißt das jüngst veröffentlichte Buch von Dr. Klaus Rose, in dem diesen Fragen nachgegangen werde. Für das Erschließen der Schönheit und Bedeutung der Insel, die für 23 Millionen Menschen Lebensraum ist, deren Wirtschaftskraft der Europas ebenbürtig ist und die in den vergangenen Jahrzehnten eine ungeahnte Wirtschaftsprosperität vorweisen kann, bedankte sich abschließend Schulleiter Edmund Speiseder beim Referenten.