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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Die deutsche Frage im Spiegel der Parteien

Lutz Haarmann, Gesellschaft für Deutschlandforschung, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Bonn
Thomas Lukow, Zeitzeuge und Mitarbeiter der Gedenkstätte Normannenstraße
Ursula Männle, MdL , im Gespräch mit der Seminarleiterin Manuela Scheuermann

In der Reihe „20 Jahre Deutsche Einheit“ war der Fokus bei einem Seminar vom 4. bis 6. Juni 2010 in Wildbad Kreuth „Die deutsche Frage im Spiegel der Parteien“. Lutz Haarmann von der Gesellschaft für Deutschlandforschung gab einen Überblick über die Entwicklung in den westdeutschen Parteien. Von Konrad Adenauers klarem Kurs der Westbindung mit der Wertetrias Freiheit, Friede, Einheit über Egon Bahrs Wandel durch Annäherung bis zu dem in den Parteien umstrittenen Grundlagenvertrag wurde die Deutschlandpolitik bis zu Wiedervereinigung in allen Facetten aufgezeigt.

Durch den Zeitzeugen Thomas Lukow, der mehrere Jahre in Bautzen im Gefängnis saß, weil er seine Mitarbeit in der Diktatur verweigerte, wurde die ostdeutsche Sicht sehr anschaulich dargestellt. Die SED als führende Partei der Diktatur hat mithilfe des Apparates der Staatssicherheit alle anders Denkenden unterdrückt. Die beklemmenden Schilderungen über seine Erlebnisse gingen allen Teilnehmern unter die Haut.

Die Landtagsabgeordnete Prof. Ursula Männle, Staatsministerin a.D. und stellvertretende Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, berichtete als Zeitzeugin von den Debatten in der CSU zur Deutschlandpolitik. Die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht zum Grundlagenvertrag führte auch in der CSU zu kontroversen Diskussionen, ebenso wie der von Franz Josef Strauß eingefädelte Milliardenkredit. Der Blick hinter die Kulissen war für die Teilnehmer ein besonderes Erlebnis.

Zum Ende des Seminars wurde von der Doktorandin Manuela Scheuermann der Blick auf Europa gerichtet. Die Deutsche Einheit wurde von den Europäischen Nachbarn nicht nur mit Wohlwollen aufgenommen. Die Rolle Frankreichs und Großbritanniens, die erst nach langem Zögern zustimmten, stand im Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Die deutsche Einheit war letztlich nur im Rahmen der europäischen Einheit denkbar.

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